Luxusmarken und Subkultur

Die Bobos im Visier: "The Avant/Garde Diaries"

7. Dezember 2011, 14:06
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    foto: play.fm

    Geschäftsführer Georg Hitzenberger hostet seit August 2011 die musikalische Werbeoffensive der "The Avant/Garde Diaries".

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    Der "The Avant/Garde Diaries"-Channel auf Play.fm.

Mercedes Benz bewirbt sein neues Porträtmagazin "The Avant/Garde Diaries" über die österreichische Musikplattform Play.fm

Maturaabschluss, zwischen 19 und 35 Jahre alt, männlich und vornehmlich in kreativ oder technologisch-innovativen Branchen tätig - diese Zielgruppe bespielt Mercedes Benz seit 25. August in Österreich mit einer maßgeschneiderten Online-Kampagne zum neuen digitalen Portraitmagazin "The Avant/Garde Diaries".

Wer dabei an ein Printprodukt denkt, liegt falsch. "The Avant/Garde Diaries" ist ein Videoblog, auf dem zeitgenössische Avantgardisten, dargestellt von Musikproduzenten, Architekten und Künstlern aller Art, über inspirierende Personen reflektieren. Begleitend dazu werden weltweit dreitägige Festivals veranstaltet, die jeweils von prominenten Kreativen kuratiert sind.

Der Video-Content wird von der Kreativagentur K-MB Berlin produziert, die Homebase für die Integration des Branded Content stellt die in Wien ansässige Online-Musik-Community Play.fm. "Das Ganze ist nicht wie ein gewöhnlicher Pitch abgelaufen", erklärt Play.fm Geschäftsführer Georg Hitzenberger das Auswahlverfahren. "Zuerst wurde von Düsseldorf ein sehr allgemeines Briefing ausgeschickt und um Ideen angefragt. Erst nach monatelangem Mailing und Telefonaten hat man sich dann für uns entschieden."

Als zentrales Element der Werbelinie wurde ein eigener Channel im Corporate-Look auf der Startseite von Play.fm installiert, der laufend mit exklusiven  Video-Interviews, Radioshows, Artist-Features und DJ-Mixes befüllt wird. Parallel zur Verknüpfung von musikalischem und redaktionellen Content sorgen bewährte Online-Werbemaßnahmen für eine Steigerung der Click-Through-Rate, die sich laut ersten Statistiken konstant über 1,6 Prozent hält.

Um die neugewonnen Fans bei Laune zu halten, werden neu eingestellte DJ-Sets, Magazinbeiträge und redaktionelle Beiträge von Play.fm zu den Künstlern und Events auf allen Vertriebswegen gefeaturet. Die Webseite ist ebenso Ausspielkanal wie der Newsletter-Verteiler, Facebook, Twitter, Blogs oder Widgets, die in Webseiten eingebunden werden können. Zusätzlich gibt es auch die Möglichkeit für einen Channel-Share, der die "The Avant/Garde Diaries"-Kampagne viral unterstützt. 

"Neben uns werden auch auf Vice und auf Unlike.net Banner und Inhalte ausgespielt. Mercedes Benz versucht so, auf etablierten Plattformen die Zielgruppe abzuholen", erläutert Hitzenberger das Konzept. Die Kampagne läuft noch bis Ende 2011. Bisher konnten 4,6 Millionen AdImpressions, 30.000 neue Leser im Blog von Mercedes, 20.000 Besucher im Branded Channel auf Play.fm sowie 1.024 Facebook Likes von Mixes aus dem Channel generiert werden. (tara)

Credits

Auftraggeber: Mercedes Benz | Mediaagentur: MEC Global Deutschland | Kreativagentur: K-MB Berlin | Publisher: Play.fm | Zeitraum: 25. August bis 31. Dezember

Kommentar posten
24 Postings
Louis Gara
00
21.12.2011, 10:07

schon wieder dieser niko pelinka...

;-)

Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs
00
15.12.2011, 19:03

"In der spätkapitalistischen Gesellschaft werden die Intentionen der historischen Avantgardebewegungen mit umgekehrten Vorzeichen verwirklicht."
Peter Bürger, Theorie der Avantgarde

wogir83
01
9.12.2011, 15:44

warum müssen alle immer vorm mumok stehen?

friedemann0
14
8.12.2011, 16:42
Ja, klar, der Content in der Homebase

kann auch gar nicht wie normaler Pitch daherkommen, dazu brauchts ein Briefing über Mailings und Phonecalls. Ich bin gebürtiger Österreicher und lebe seit einigen Jahren hier bei Orlando, Florida. Über dieses "Denglish"-Kauderwelsch da drüben bei euch in der alten Heimat kann man sich nur noch wundern...

Thornton Reed
00
14.12.2011, 03:22

yes. there can nobody me what foremake

Neuer Nick neues Glück
00
8.12.2011, 19:59

Come in and find out.

Chukche
02
8.12.2011, 20:58

Bzw., wie der Piefke sagt: Kommse rein, könnse rausgucken

Neuer Nick neues Glück
00
8.12.2011, 22:03

Der Schluchtenscheißer würde vermutlich eher "Kummens eini, schauens ausse" sagen.

friedemann0
00
9.12.2011, 23:50
sagt der ski-hittn-führer: komm eini, komm eini

sag ich drauf: geht net, is lahm.

Synchronschachklub "Rudolf Nurejew"
01
8.12.2011, 15:22

damit die freelance wifi warriors im wirr für zwischendurch was zum chillen haben.

nukularteilchen
00
8.12.2011, 14:16

Ob das was Mercedes bringt? Laut einer Umfrage in einer deutschen Wirtschaftszeitung hat Mercedes das Image Autos für ältere Herren zu bauen und kein cooles stylishes Image wie zB der Mini.

Area Man
03
8.12.2011, 12:40
Bubble 2.0

Facebooklikes, AdImpressions, Flash Games, Klick-Through Rates, Blogs

nur kein Businessplan..

P. Schmirgel
08
8.12.2011, 11:18

diese geschwafelte selbstinszenierung ist einer der fälle, wo man sich die wirtschaftskrise sehnlich herbei wünscht, um den mist weg zu spülen.

chrilly donninger1
28
7.12.2011, 22:51
Ich hab den Text mit der Rechtschreibprüfung

von Word getestet. Die schwankt ständig hin- und her ob sie nun den Englischen oder Deutschen Wortschatz verwenden soll. Dadurch ist alles falsch.
Ich würd sagen: Wer diesen Wortschatz verwendet ist nicht innovativ, kreativ oder gar gebildet, sondern nur ein bisserl hin im Schädel.

charley franchini
10
12.12.2011, 18:31

echt, word? und echt? rechtschreibpruefung? und was, echt? auf einer nachrichtenseite, als leser, freiwillig angewandt?

Redaktion derStandard.at/Etat
14
9.12.2011, 10:11
Anstatt Kommentare zu löschen

sollten wir mal über den Denglisch-Hass miteinander sprechen.

Um auf Ihre Einwände einzugehen: Sicherlich nimmt der Gebrauch englischer Vokabeln, besonders in Bezug auf Online-Medien, immer mehr zu. Das rührt daher, dass die Diskurse größtenteils in Englisch geführt werden und uns daher Worte wie Follower, Facebook-Likes, Ad-Impressions etc. um die Ohren sausen. Dass dieser "Fachsprech" für manche Leser anstrengend ist, verstehe ich. Trotzdem sehe ich keinen Grund, dagegen mit Beleidigungen wie "hin im Schädel" anzugehen.

Wie wir wissen, war früher das Deutsche über die Grenzen präsent, man denke nur an das im Englischen verankerte Wort "Angst", über das sich wohl in diesem Zusammenhang niemand von uns mokieren würde, und auch die französischen Lehnwörter wie Appetit, Turnier, Dessert oder engagieren findet manch einer inzwischen ganz normal - wer weiß, ob es 1800 ebenso war.

Sie merken schon, als "Schädelarbeiterin" halte ich ein Plädoyer für die Offenheit gegenüber neuen Wörtern, schließlich ist auch Sprache ein sich ständig entwickelnder Organismus. Ich biete gerne Folgendes an: Wir haben vor einem halben Jahr die Rubrik "Das Wort zum Tag" eröffnet, die genau solche Unklarheiten aus der Welt schaffen soll. Schicken Sie (alle) doch bitte einen Beitrag.

Oder noch besser: Übersetzen Sie meine Artikel sinngemäß und lehren mich schönes, neues Online-Deutsch. Es lebe der "User Generated Content"!

Lg,

Tatjana Rauth

P.S.: Das Kojote-Wörterbuch finde ich übrigens super.

Jujilla
10
12.12.2011, 00:12

dem kann ich nur zustimmen, liebe Frau Rauth. Möchte mal sehen, wie ein Artikel ankommt, in dem von "Gefällt Mir-ern" oder "Werbeanzeige-Anzeigungen" die Rede ist.

Martin Major
 
00
9.12.2011, 13:21

die schlag-zeilen sind ganz besonders klasse :)

anonym-er
11
8.12.2011, 11:22

gebe ihnen vollkommen recht, mein vorheriger post schaffte es leider nicht durch die zensur.

das glanzstück dieses "textes" ist aber mit sicherheit: gefeaturet - das nenn ich kreativ!

Chukche
00
8.12.2011, 19:47
gefeaturet

Und welcher Lateiner übersetzt mir das jetzt?

Taji Soron
00
8.12.2011, 11:00

Um solche Texte zu verstehen empfiehlt sich folgendes Wörterbuch: http://www.kojote-magazin.de/2011/kojo... uche/4892/

Neuer Nick neues Glück
08
8.12.2011, 10:28

Du bist einfach nicht sophisticated genug. Oida.

ich sag's grad raus
24
7.12.2011, 20:34
Bobos sind sicher alles, aber keine Subkultur.

Raymond Domenech
03
7.12.2011, 19:48
seufz.

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