Hausmeisterin fand Silberschatz in Passauer Bibliothek

7. Dezember 2011, 07:00

Münzen aus Zeitraum von den Römern bis zu Napoleon

Passau - Im Archiv der Staatlichen Bibliothek Passau ist ein Silberschatz entdeckt worden: Hausmeisterin Tanja Höls habe insgesamt 172 Münzen und Medaillen in einer unter Büchern verborgenen Schatulle im vierten Stock des Archivs in einem Magazinraum gefunden, berichtete die "Passauer Neue Presse" (Mittwoch-Ausgabe). Die Münzen stammen demnach aus einem Zeitraum von den Römern bis zu Napoleon.

Nach Schätzung von Bibliotheksleiter Markus Wennerhold liegt der Wert des Funds "im sechsstelligen Euro-Bereich". Vermutlich sei der Schatz in Zeiten der Säkularisation 1803 versteckt worden. Die Bibliothek geht zurück auf die Büchersammlung des 1612 gegründeten Passauer Jesuitenkollegs. Sie ist eine der ältesten öffentlichen Büchersammlungen Deutschlands. (APA)

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18 Postings
Was den Leser bestimmt interessiert, "wie hoch war der Finderlohn?",...

.
und von einer Hausmeisterin keine Spur, sie ist eindeutig in leitender Position, "Leitung Hausdienste und Magazin", und schwingt daher bestimmt keinen Besen, bzw. den Putzlappen,...;-)

http://www.staatliche-bibliothek-passau.de/01_wir.html

Die Franzosen und Bayern nahmen aus Österreich auch alles mit was nicht niet- und nagelfest ist, das ist auch der Grund warum die Festung in Salzburg keine Inneneinrichtung mehr hat

"Zeiten der Säkularisierung" ist nett umschrieben...

Napoleon schickte seine Kunstkommissäre in die besetzten Gebiete, damit sie systematisch nach Kunstwerken und Antiquitäten Ausschau halten und sie gegebenenfalls für ihn konfiszieren. Eine komplizierte Geschichte, der damalige Kunstraub und die darauffolgenden Verhandlungen über die Rückgabe der Schätze, die das gesamte 19. Jahrhundert andauerten. Die Passauer haben das Verfahren offenbar effektiv abgekürzt, indem sie den Münzschatz versteckten. Nur mit der Wiederauffindung hats gedauert.

schatz im alten kastl

eine tante meiner freundin hat über 30 jahre lang als köchin bei einer adelsfamilie gearbeitet (deren namen ich jetzt nicht nennen will). sie hat uns mal erzählt, dass einmal in den 80ern eine im besitz dieser familie befindliche kommode, die ihres wissens aus dem 18. jahrhundert stammte, abgeholt wurde, weil die kommode zu einer auktion kommen sollte. beim abtransport wurde der kopfteil des dings abgehoben, der unterteil zuerst hinausgetragen. und sie hat dabei ein klimpern im oberen teil gehört. als sie in ein nun zugängliches fach in diesem teil griff, kam ein sack hervor, in dem mehrere münzen drin waren. angeblich hat das zeug mehrere hundertausend schilling gebracht. sie hat für den finderlohn ihren kaputten fiat reparieren lassen.

Das kam anscheindend nicht so selten vor. Meine Großtanten wollten in den 1950-er Jahren diverses Klumpert zur Altsilbersammlung geben. Als mein Onkel in der Schachtel stöberte, kam eine antike Münze zwischen diversen Trachtenknöpfen zum Vorschein...

Die Münzen hab ich letztens dort vergessen. Ich würde Sie ersuchen, sie mir zu retournieren. Vielen Dank!

Unter welchen Büchern haben Sie sie denn vergessen?

Unter der Literatur zu Mathusalem?

was hatten sie im magazin zu suchen?

einbruch?

eine bestaetigung dessen dass eine bibliothek

halt immer eine bereicherung fuer die stadt ist - ob so oder so.

dem der den schatz versteckt hat, muss man lassen dass er gewusst hat wohin.

Aber nur wenn sie auch genutzt wird, was in diesem Fall ja die letzten 200 Jahre wohl etwas vernachlässigt wurde.

Unter Büchern...
Ein offenbar geniales Versteck. Der blutige Anfänger vergräbt irgendwo im Wald.

Hausmeisterin fand Silberfisch. Passiert täglich, ist aber keine Schlagzeile wert. Trotzdem danke.

der einzige artikel, den erwin pröll je auf derstandard.at lesen wird...

Wenn das Zeug tatsächlich seit 1803 dort liegt ...

... scheint sich die Hausmeisterin offensichtlich als einzige für die Bücher zu interessieren. Abgestaubt wird scheinbar auch selten ...

wie user zinsenfeger oben beschrieb, war napoleon offensichtlich der letzte, der dort abstauben wollte...

Immerhin - ein Zugriff in 208 Jahren

Die Bibliothek weist eine beachtliche Frequenz auf

wenn es vor der Sekularisierung verborgen wurde sollte es sofort dem Fiskus übergeben werden. Mit Zinsen

Jimmy, die Staatsbibliothek ist ärarisch!

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