Massenproteste gegen Entführungen der FARC-Guerilla

7. Dezember 2011, 06:48
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    foto: epa/epa/mauricio dueñas

    Die Initiative zu den Protestmärschen war von Angehörigen von Geiseln ausgegangen.

Mit Unterstützung des Präsidenten und der Medien gingen zehntausende Menschen auf die Straße

Bogota - Zehntausende Menschen haben in Kolumbien am Dienstag gegen Entführungen der Rebellengruppe FARC (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) demonstriert. Die Demonstrationen wurden von Präsident Juan Manuel Santos sowie von den wichtigsten Medien des Landes unterstützt.

Die Initiative zu den Protestmärschen war von Angehörigen von Geiseln ausgegangen, nachdem Kämpfer der Rebellen bei einem Angriff der kolumbianischen Streitkräfte Ende November vier seit vielen Jahren gefangen gehaltene Polizisten getötet hatten. Die linksgerichtete FARC-Guerilla soll noch immer mindestens ein Dutzend Geiseln in ihrer Gewalt haben.

Die 1964 gegründete FARC ist die bedeutendste Rebellenorganisation des Landes. Ihr gehören nach Angaben der Regierung in Bogota rund 7.000 Kämpfer an, regierungsunabhängige Organisationen schätzen die Zahl der FARC-Kämpfer auf 10.000. Neben Polizisten und Soldaten sollen sich auch nach wie vor rund 100 Zivilisten in der Gewalt der FARC und der ebenfalls linksgerichteten Rebellengruppe Nationale Befreiungsarmee (ELN) befinden. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 40
1 2
der schwitzbär der schwitzt sehr
11
8.12.2011, 18:07
"zehntausende" ..... 45 Millionen Einwohner

yomellamo
00
18.12.2011, 19:14

Bei den occupy Demos ist das Verhältnis schlechter... und trotzdem sind sie wichtig.

Was sagen sie denn zu Demos wo dann nur 200 Leute oder so anwesend sind?

Kein Begriff drückt Mich aus
10
8.12.2011, 16:38
Staatlich und medial propagierte Proteste

Solcherart Proteste gibt es ja gemeinhin vor allem in ganz speziellen politischen Systemen! In autoritären politischen Systemen! Einfach mal ganz kurz das geschichtliche Wissen abrufen (sofern eines vorhanden ist!)

yomellamo
00
18.12.2011, 19:16

Ein bisserl Geschichte zu lernen würde ihnen wirklich nicht schaden.

so oder so (oder so ähnlich)
 
24
8.12.2011, 05:47
Keine Ahnung, wieso im Text immer von "Kämpfern" die Rede ist. Das sind keine "Kämpfer", sondern hundsvulgäre Schwerstkriminelle

Eine Mafia die durch Drogengeschäfte, Schutzgelderpressungen und umtriebige Skrupellosigkeit in der Entführungsindustrie verdammt gut verdienen.

Längst schon keine Ideologie mehr, nur noch Kriminalität. Keine "Guerilla" mehr, nur noch eine Mafia. Keine "Kämpfer" mehr, nur noch skrupellose Schwerstkriminelle.

Jeff Lebowski
04
8.12.2011, 12:12
Wer jetzt?

Die FARC, die kolumbianische Regierung oder die Militärs oder Paramilitärs?

yomellamo
11
18.12.2011, 19:17

fARC und paras natürlich

artista
01
7.12.2011, 21:50
wie wäre es einmal mit einem bericht über die campesinos

schließlich sitzen die in kolumbien im wahrsten sinne des wortes "zwischen den stühlen"

Solange die usa ihren heuchlerischen krieg gegen die drogen fortsetzen, regierungen (mexico,columbia,usa ect.) davon profitieren, werden sich die machtverhältnisse in kolumbien nicht verändern.

bedauernswerterweise für die (vor allem ländliche) bevölkerung.

buchtipp: don winslow, "tage der toten" thriller genial geschrieben und recherchiert

Alder
 
21
7.12.2011, 19:28

Ich frage mich, was diese Demonstration soll. Das diese Leute auf dem Foto nicht die FARC unterstützen ist eh klar, die profitieren eher von der Arbeit des Militärs und der Paramilitärs. Eine Demonstration der Macht?

pepitant
11
7.12.2011, 18:22
Alles klar.

"Mit Unterstützung des Präsidenten und der Medien gingen zehntausende Menschen auf die Straße."

Mit zwei solchen Krücken schaffts jeder auf den Marktplatz.

Alf von Melmak
 
00
8.12.2011, 19:17
Massenproteste gegen Entführungen der FARC-Guerilla

'
Natürlich!

Waren sicherlich alles bezahlte Günstlinge der Paras. Wie könnte es anders sein.

Alle anderen Kolumbianer wissen natürlich, daß die FARC selbstlos und aufopfernd für das Wohl des unterdrückten Volkes kämpft...

momo2004
11
7.12.2011, 16:33

Nicht umsonst nennen sie sich FARCE.

Peon
 
21
7.12.2011, 09:08
Ein großes Dutzend

"Die linksgerichtete FARC-Guerilla soll noch immer mindestens ein Dutzend Geiseln in ihrer Gewalt haben."
"Neben Polizisten und Soldaten sollen sich auch nach wie vor rund 100 Zivilisten in der Gewalt der FARC und der ebenfalls linksgerichteten Rebellengruppe Nationale Befreiungsarmee (ELN) befinden."
Danke Standard, nicht nur die Auswahl der Artikel ist schlecht, sondern auch ihr Inhalt. Schlicht überflüssig so etwas!

NONE
00
7.12.2011, 17:48

Es ist von APA.

Was willst du eigentlich?

ositolindo
24
7.12.2011, 15:16
Fragen

- welche Medienkomzerne wuenschen Proteste gegen die FARC ?
- halten sie Entfuehrungen von Zivilisten durch die FARC fuer ein legitimes Mittel - Ja oder Nein ?
- finden sie es richtig dass die FARC in den Slums der Nachbarlaender minderjaehrige als "Rekruten" anwerben ?
- halten sie systematische Schutzgelderpressung durch die FARC fuer gerechtfertigt ?
- finden sie den Einsatz von Autobomben o.k. ?

Wenn Sie dem allen zustimmen, dann packen Sie doch ihr Koefferchen und ab mit Ihnen in die selva.

Und winseln sie bitte nicht etwas von Schuld der Medien: immer wenn linkes Unrecht offensichtlich wird sind die Medien dran Schuld: der Berichterstatter waere demnach fuer die Entfuehrungen verantwortlich nicht der Entfuehrer.

Peon
 
12
7.12.2011, 22:31
Antworten

1. rechte Medienkomzerne
2. nein
3. nein
4. nein
5. nein
Wer hat etwas von Schuld der Medien gewinselt? Suchen sie den Widerspruch, um irgendwo anecken zu können? Wenn ich etwas kritisiert habe, dann -wie auch von einem anderen Poster erwähnt- die selektive Berichterstattung, die dann noch blödsinnige Fehler beinhaltet. Also liebes Bärli, mit Deinen Provokationen kommst du bei mir nicht weit! Buenas noches Colombia.

andreas lamers
 
01
8.12.2011, 17:34
wieso selektiv?

es geht um eine demonstration gegen die entfuehrungen. vor kurzem war ein bericht das die paramilitaers gefangene lebendig an krokodile verfuettert haben, war das auch einseitig? wenn es eine gegendemonstration gegeben hat und die totgeschwiegen wurde dann kann man von einseitig reden, aber so? ich kenne so spontan niemanden der die enfuehrungen der FARC gutheissen, nachdem die ja nicht waehlerisch sind und auch schon mal nicht kolumbier entfuehren.

sainty1
00
7.12.2011, 10:10
tippe auf c&p von dem her..

Ernst Guevara
515
7.12.2011, 09:08
peinlich diese selektive "berichterstattung" über kolumbien

gibt es für die medienkonzerne erwünschte proteste, dann wird breit darüber berichtet, ansonsten kommen die medien ihrem informationsauftrag einfach nicht nach. daher wird nicht berichtet, wenn zb die indigenen protestieren, die sowohl gegen die FARC als auch gegen die regierung und ihre todesschwadronen kämpfen müssen. oder auch die aktuellen studentenproteste, die eher unterbelichtet werden. im übrigen machen sich jene kolumbianer, die hier auf die strasse gehen, mehr als lächerlich, wenn sie sich für die propaganda der regierung und ihrer todesschwadronen einspannen lassen und in diesem konflikt nur einseitig stellung beziehen. wer den terror und die gewalt nur bei der FARC sieht und nicht bei staat und paras, ist ein elender heuchler.

Avicenna
 
00
8.12.2011, 11:52
Ein kleiner Widerspruch

Inhaltlich kann ich in vielem zustimmen. Wie überall auf der Welt sollte man die (unbewaffnete) Demokratie-Bewegung viel stärker unterstützen. Bogota hat(te?) ja sogar einen grünen Bürgermeister. Die Formulierung "lächerlich" gefällt mir aber nicht in Zusammenhang mit den berechtigten Interessen der Angehörigen der Opfer. Egal ob es Opfer der FARC oder der noch übleren Paras sind: sie verdienen Mitleid und Respekt! Wahr ist leider aber, dass fleißig instrumentalisiert wird. Eines der großen Probleme der Demokraten in Kolumbien: sich nicht auf eine der gewalttätigen Seiten ziehen zu lassen. Es müsste eine 'Graswurzel-Revolution' geben mit Stärkung kollektiver und solidarischer Strukturen, die immuner gegen menschenverachtende Gewalt sind.

Ernst Guevara
10
8.12.2011, 14:14
ja, hast recht

es lag nicht in meiner absicht, die opfer von gewalt zu demütigen, daher ist das wort "lächerlich" hier unangemessen. jedoch möchte ich schon auch unterscheiden zwischen den angehörigen der entführungsopfer, deren anliegen ich nicht herabwerten will, und den regierungsangestellten, die hier im dienst des regimes demonstrieren und die die opfer nur instrumentalisieren. erstere haben jedes recht zu protestieren, bei zweiteren braucht sich niemand ein blatt vor den mund zu nehmen, um deren heuchelei aufzudecken.

Avicenna
 
00
8.12.2011, 16:41

Womit wir uns wieder einig wären :-) Danke!

insertnamehere
 
22
7.12.2011, 15:55
"wer den terror und die gewalt nur bei der FARC sieht und nicht bei staat und paras, ist ein elender heuchler."

So wie umgekehrt auch.

NONE
40
7.12.2011, 17:49

Geh bitte. Es war schon immer so das die Regierungen einen Schurken brauchen um bestimmte rigorose Massnahmen durchzusetzen.

Das ist in Mexiko genauso, und man sieht wie viele Menschen sterben. Die sterben weil die Regierung in Mexiko von dem Drogenkampf profitiert.

insertnamehere
 
00
8.12.2011, 04:22
"Es war schon immer so das die Regierungen einen Schurken brauchen um bestimmte rigorose Massnahmen durchzusetzen. "

Und das is auf Regierungen beschränkt, ja?

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