Mit Unterstützung des Präsidenten und der Medien gingen zehntausende Menschen auf die Straße
Bogota - Zehntausende Menschen haben in Kolumbien am Dienstag gegen Entführungen der Rebellengruppe FARC (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) demonstriert. Die Demonstrationen wurden von Präsident Juan Manuel Santos sowie von den wichtigsten Medien des Landes unterstützt.
Die Initiative zu den Protestmärschen war von Angehörigen von Geiseln ausgegangen, nachdem Kämpfer der Rebellen bei einem Angriff der kolumbianischen Streitkräfte Ende November vier seit vielen Jahren gefangen gehaltene Polizisten getötet hatten. Die linksgerichtete FARC-Guerilla soll noch immer mindestens ein Dutzend Geiseln in ihrer Gewalt haben.
Die 1964 gegründete FARC ist die bedeutendste Rebellenorganisation des Landes. Ihr gehören nach Angaben der Regierung in Bogota rund 7.000 Kämpfer an, regierungsunabhängige Organisationen schätzen die Zahl der FARC-Kämpfer auf 10.000. Neben Polizisten und Soldaten sollen sich auch nach wie vor rund 100 Zivilisten in der Gewalt der FARC und der ebenfalls linksgerichteten Rebellengruppe Nationale Befreiungsarmee (ELN) befinden. (APA)