Japan

Fukushima-Sperrzone: Militär dekontaminiert Böden und Gebäude

7. Dezember 2011, 08:59
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    foto: kyodo news/ap/dapd

    Die Selbstverteidigungsstreitkräfte tragen Rasenflächen in der Provinz Fukushima ab.

Rund um das havarierte AKW sind Hunderte Soldaten im Einsatz

Tokio - Das japanische Militär hat am Mittwoch mit Dekontaminierungsarbeiten in der 20-Kilometer-Sperrzone um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima Daiichi begonnen. Rund 900 Soldaten der Selbstverteidigungsstreitkräfte sollen in vier Orten in der Provinz Fukushima öffentliche Gebäude von Strahlung reinigen. Auch kontaminiertes Erdreich wird abgetragen.

Die Gebäude in den Ortschaften Namie, Naraha, Tomioka und Iitate sollen künftig als Stützpunkte für eine großangelegte Dekontaminierung verstrahlter Gebiete dienen, mit der die Regierung im Jänner beginnen will. Der Einsatz der Streitkräfte ist auf etwa zwei Wochen angelegt.

Sperrzone

Die Regierung hatte im April, gut einen Monat nach Beginn der Atomkatastrophe in Folge des Erdbebens und Tsunamis vom 11. März, eine Sperrzone um das AKW verhängt. Dort versuchen die Arbeiter noch immer, die beschädigten Reaktoren endlich unter Kontrolle zu bringen. Dabei müssen die Männer immer wieder mit Rückschlägen kämpfen.

So flossen am Wochenende aus einem Gebäude für die Entsalzung verstrahlten Meerwassers zur Reaktorkühlung rund 150 Liter strontiumhaltiges Wasser in den 500 Meter entfernten Pazifik. Das teilte der Betreiberkonzern Tepco mit. Die Menge radioaktiver Substanzen entspreche 26 Milliarden Becquerel. Das sind zwölf Prozent der jährlichen Emissionsrichtwerte für das Akw in Zeiten eines normalen Betriebs. Die Belastung in dem herausgesickerten Wasser sei denn auch "vernachlässigbar", wurde Tepco zitiert.

Kontaminiertes Wasser in Meer geflossen

Das Wasser war am vergangenen Wochenende aus einer Anlage zur Dekontaminierung von verseuchtem Wasser entwichen und ins Meer geflossen. Es sei zwar zuvor von radioaktivem Cäsium gereinigt worden, hieß es. Die Anlage sei jedoch nicht in der Lage, Strontium aus dem Wasser zu entfernen. Strontium kann zu Knochenkrebs und Leukämie führen. Bereits im April war hochgradig verseuchtes Wasser mit einer Strahlenbelastung von rund 4.700 Billionen Becquerel in den Pazifischen Ozean geflossen, im Mai mit einer Belastung von 20 Billionen Becquerel.

Im April ließ Tepco zudem absichtlich schwach strahlendes Wasser mit 150 Milliarden Becquerel ins Meer ab, um Platz zur Lagerung von stark verseuchtem Wasser zu schaffen. Hinzu kommt Radioaktivität von Partikeln, die mit dem Regenwasser in den Ozean gespült wurden. Anfangs war die Wassermenge in dem Gebäude zur Entsalzung von verstrahltem Meerwasser auf 45 Kubikmeter geschätzt worden, wovon nach ersten Berichten etwa 300 Liter durch einen Betonriss herausgesickert seien. Neue Untersuchungen ergaben jedoch, dass sich 15 Kubikmeter darin befanden und nur 150 Liter herausgelaufen sind.

Laut Tepco enthielt das entwichene Wasser elf Milliarden Becquerel Strontium-89, 15 Milliarden Becquerel Strontium-90 und 4,4 Millionen Becquerel Cäsium-137. Die Wasseraufbereitungsanlage ist notwendig, um Wasser zur Kühlung der beschädigten Reaktoren 1 bis 3 zur Verfügung zu haben. Seit dem Erdbeben und Tsunami vom 11. März ist die Kühlfunktion in den Reaktoren ausgefallen. Daher wird weiter Wasser in die Reaktoren gepumpt. Dieses wird danach in der Reinigungsanlage dekontaminiert und dann erneut zur Kühlung benutzt. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 28
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jetboy
00
7.12.2011, 23:47

was passiert eigentlich falls es jetzt ganz zufaellig ein neues erdbeben gibt?

Chris Quast
00
8.12.2011, 16:17

glaub das gröbste ist da schon ausgestanden.
würde höchstens noch das hochverstrahlte wasser ins meer rinnen, muß man ja nicht unbedingt vor fukushima fischen oder !?

Petr Novotny
02
8.12.2011, 13:06
... dann tut sich die Erde auf, verschlingt das Kraftwerk ...

... und wir sind alle gerettet ...
Stille Nacht, heilige Nacht.

"Bildausfall..."
00
7.12.2011, 20:13
Nach meiner Überschlagsrechnung

sind das rund 500 000 Kubikmeter Erde, die bewegt werden müssen. Wie lange dauert das und wohin damit?

Petr Novotny
00
8.12.2011, 13:19
Wohin damit? - Weg damit!

Gerhard Ingolf
00
8.12.2011, 08:09

Sind bei 200m x 250m Grundfläche ein Berg von durchschnittlich nur 10m Höhe.

Petr Novotny
01
9.12.2011, 11:30
Und bei 1m mal 1m Grundfläche ...

... ein Berg von 500.000 m Höhe.

Rechts/neoliberal/katholisch
27
7.12.2011, 14:16
Ich hab Fallout 3 gespielt, ich bin vorbereitet...

WRN
00
7.12.2011, 21:16

Die Spaltung wird kommen und euch erleuchten meine Brüder und Schwestern!

Und aus unseren sterblichen Hüllen sollen Millionen neue Welten geboren werden!

Gehet leuchtenden Schrittes voran !

...geilste Sekten aller Zeiten in diesem Spiel

NobbyNobbs
23
7.12.2011, 13:34
ah ja

in 2 wochen ist dann alles wieder sauber....

Roter Baron
00
7.12.2011, 13:04
damit ist alles wieder gut......

über die 4 kaputten reaktoren wurde ein plastiksackerl gestülpt, passt.....

roter baron

luke skywalker
02
7.12.2011, 12:52
Was macht man wohl mit der abgetragenen Erde

und dem sontigen kontaminierten Müll ??

Ich meine wenn man anfängt Erde abzutragen, kommen riesige Mengen zusammen.

Ins Meer schütten ??

Petr Novotny
00
8.12.2011, 13:08
Wird alles nach Nordkorea verkauft.

diamant
00
7.12.2011, 15:31
Haben sie schon mal etwas von einer 'Deponie' gehoert?

Da landet auch ihr Mist!

Und fuer das kontaminierte Erdreich wird mal wohl eine eigene Deponie eroeffnen!

Lukas Chen
00
7.12.2011, 15:02
Mit einem Beton-Sarg

Wie man mit dem Atommuell tut.

Petr Novotny
00
8.12.2011, 13:13
Wie man mit dem Atommüll tutet und bläst.

TheBigBoiler
00
8.12.2011, 14:59

... der Atommüll tut die Tute tuten

luke skywalker
01
7.12.2011, 17:35
Ist halt ein kleiner Unterschied

ob man 10m3 abgebrannte Brennstäbe in Beton eingießt, oder 1 Mill m3 kontaminiertes Erdreich.

Chris Quast
00
8.12.2011, 16:21

naja !

erdhaufen aufschütten, erde trüber fertig. ist ja relativ niedrig konzentriert.

Solus Ipse
04
7.12.2011, 13:34

Die Erde wird für den Tabakanbau verwendet.
Auf die Zigarettenpackungen kommt dann ein Warnhinweis. Z.B. "Rauchen kann zu einem langsamen und schmerzhaften Tod führen."

M L3
00
7.12.2011, 14:13
Ob das sinnvoll ist? Ich meine Tabak reichert ja vor allem Polonium an, davon ist mWn nicht so viel entstanden in den KKWs

Wird der Tabak denn auf diese Art genug radioaktiv, damit die Warnhinweise gerechtfertigt sind?

parapente
03
7.12.2011, 10:34
Havariert

sagt man jetzt zum Totalschaden??

Makro 24/7
10
7.12.2011, 09:50

Ödland! :D

kamelchen bastelt einen rettungsfond
00
7.12.2011, 09:44

ois unta kontrolle burschn! guat iss' gonga - nix is gschehn.

smutye
05
7.12.2011, 09:41

sorry; aber man schreibt Dekontaminierung ohne drittem "i".

dieses posting darf sich selbstzerstoeren.

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