Arafat zweifelt an Sharons Bereitschaft zum Siedlungsabbau

6. Juni 2003, 10:05
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"Entfernung eines Wohnwagens" sei nicht ausreichend

Ramallah - Der palästinensische Präsident Yasser Arafat zweifelt an der Bereitschaft des israelischen Regierungschefs Ariel Sharon, Siedlungen in den besetzten Gebieten abzubauen. "Wenn Sharon einen Wohnwagen entfernen lässt und dann behauptet, er hätte eine Kolonie aufgelöst, was soll das heißen?", sagte Arafat am Donnerstag in Ramallah nach einer Zusammenkunft mit Vertretern des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF. Sharon hatte am Vortag auf dem Nahost-Gipfel von Akaba die sofortige Beseitigung nicht genehmigter Siedler-Vorposten und Kleinsiedlungen angekündigt, wie es der Friedens-Fahrplan des Nahost-"Quartetts" (USA, EU, UNO, Russland) vorschreibt.

Was Sharon tatsächlich angeboten habe, sei nicht "greifbar", sagte Arafat, der zuvor nach Angaben seines Sonderberaters Nabil Abu Rudeina seinen Dank und seine Anerkennung für das persönliche Engagement von US-Präsident George W. Bush zur Verwirklichung des Friedens-Fahrplans ausgedrückt hatte. (APA/AFP)

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