Das Wirtshaus als Wendepunkt

5. Juni 2003, 13:07
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"Pro Mente" fördert Arbeitsintegration von Frauen mit eingeschränkter Vermittelbarkeit

Graz - In Gasthäusern kann das Leben von Menschen oft entscheidende Wendungen nehmen: Eine Wende zum Besseren, zum beruflichen Ein- oder Wiedereinstieg für "Frauen mit eingeschränkter Vermittelbarkeit", wie es der Verein "Pro Mente Steiermark" formuliert, ist mit dem Projekt "Kirchenwirt" beabsichtigt. Dort haben 16 Frauen mit psychosozialen Problemen für ein Jahr die Möglichkeit der beruflichen Integration. Der vor drei Jahren geschlossene Gasthof im Südosten von Graz wurde am Donnerstagvormittag wieder eröffnet.

Verantwortung übernehmen

In den Arbeitstrainingszentren, Trainingsfirmen und Projekten der gemeinnützigen Organisation "Pro Mente" finden Menschen mit psychosozialen oder körperlichen Handicaps Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg. Im speziellen Fall des "Kirchenwirts" werden 16 Frauen ab 16 Jahren unter fachlicher und sozialer Betreuung in der Küche mitarbeiten, um Praxis zu sammeln, aber auch im Bereich des Verantwortungsbewusstseins, der Selbstständigkeit und des persönlichen Auftretens gefo/ö/rdert zu werden.

"Ziel ist die berufliche Integration in den ersten Arbeitsmarkt. Das heißt, Schritt für Schritt sollen die Teilnehmerinnen in der Maßnahme wieder Vertrauen zu sich selbst finden und lernen, mit geregelter Arbeit umzugehen sowie Verantwortung für ihre gesundheitliche Stabilität zu übernehmen", so Peter Wildbacher von "Pro Mente Steiermark". Finanziert wird das Projekt aus Mitteln der Beschäftigungsoffensive der Österreichischen Bundesregierung. (APA)

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