Auf den Spuren des Linzer Heckenschützen

6. Juni 2003, 12:31
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Schießwütiger zielt nachts mit Luftdruckgewehr auf anhaltende Wagen an viel befahrener Kreuzung - Bisher zwei Personen verletzt

Linz - Noch keine Spur gab es am Freitag von dem unbekannten "Attentäter" der einen Linzer Stadtteil in Atem hält. Der Mann schießt in der Nacht mit einem Luftdruckgewehr auf Autos, die an einer viel befahrenen Kreuzung auf das "Grün" der Ampel warten. Die Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren, sagte eine Sprecherin.

Bisher zwei Personen verletzt

Bisher wurden zwei Personen leicht verletzt, teilte ein Polizeisprecher mit. Umfangreiche Ermittlungen zur Ausforschung des Täters seien im Gange.

Zum ersten Mal trat der Unbekannte in der Nacht auf Montag in Aktion. Gegen Mitternacht musste ein Autofahrer vor dem Rotlicht anhalten und hörte plötzlich ein Geräusch wie bei "einem Steinschlag". Später entdeckte er dann eine fünf Millimeter große Lackabsplitterung an seinem Pkw.

Am Kopf getroffen

Kurze Zeit danach wurde ein Autolenker an der selben Kreuzung und ebenfalls bei Rotlicht von einem Projektil am Kopf leicht verletzt. Und auch die Besatzung eines Funkwagens vernahm zur selben Zeit Geräusche, wie "wenn Steine auf den Boden fallen". Das Polizeiauto wurde nicht beschädigt.

Schüsse auf Rettungswagen

In der Nacht auf Dienstag kurz vor 23.00 Uhr wartete ein Rettungswagen vor der roten Ampel. Der Beifahrer hatte das Fenster offen und hörte plötzlich ein "Zischen neben dem Kopf", schilderte der Polizeisprecher. Bei der Durchsuchung ihres Fahrzeuges entdeckten die Sanitäter eine "Kugel mit fünf Millimetern Durchmesser".

Nur fünf Minuten nach diesem Vorfall registrierte ein weiterer Autofahrer ein Zischen und verspürte einen "Stich unterhalb des Auges" - ihn hatte ein Projektil des Luftdruckgewehres getroffen, der Mann wurde aber zum Glück nur leicht verletzt.

Möglicherweise handle es sich bei dem Täter um jemanden, den der "Lärm und der Verkehr" stört. Vielleicht sei es aber auch ein "blöder Lausbubenstreich", meint man bei der Polizei. (APA)

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