Hintergrund

Terrororganisation Lashkar e-Jhangvi al-Alami

6. Dezember 2011, 19:31

Islamabad/Berlin - Die sunnitische Terrororganisation Lashkar e-Jhangvi al-Alami wird für Dutzende von Angriffen auf die schiitische Minderheit in Pakistan verantwortlich gemacht. Die im Jahr 2009 gegründete Gruppierung gilt als Splittergruppe der Terrorgruppe Lashkar e-Jhangvi und ist in Pakistan verboten. Bei Anschlägen der Gruppe sollen seit 2010 mindestens 200 Menschen in Pakistan ums Leben gekommen sein.

Übersetzt bedeutet der Name in etwa "Die weltweite Armee von Jhang", einer Stadt in Zentralpakistan. Die amerikanische Nachrichtenseite "The Long War Journal" beschreibt die Organisation als eine "anti-schiitische Terrorgruppe mit einem weit ausgedehnten Netzwerk in Pakistan, die sich mit Al-Kaida und den Taliban in Pakistans Stammesgebieten verbündet hat."

Lashkar e-Jhangvi war ursprünglich Teil der in den 1980er Jahren in der Stadt Jhang gegründeten militanten Sunni-Organisation Sipah-e-Sahaba. Beide Gruppen wurden vom damaligen Präsidenten Pervez Musharraf im Jahr 2002 als Terrororganisationen verboten. Ziele der sunnitischen Extremisten sind Schiiten und Mitglieder der Ahmadiyya-Minderheit.

Die Splittergruppe Lashkar-e-Jhangvi al-Alami soll besonders enge Kontakte zu Al-Kaida unterhalten. Als Anführer der Gruppe galten der angeblich in diesem Jahr von einer US-Drohne getötete Terrorist Ilyas Kashmir und Abu Zaid Al-Misri, ein örtlicher Kommandant der Al-Kaida. Unter den Mitgliedern der Gruppe sollen sich Pakistaner, Kämpfer aus arabischen Staaten sowie Usbeken befinden. Nach Angaben der pakistanischen Sicherheitsdienste tritt Lashkar-e-Jhangvi al-Alami auch unter dem Namen "Asian Tigers" auf. (APA)

NONE
20
7.12.2011, 06:53

Immer wieder der Versuch eine religiöse Motivation zu finden. Sunnit vs. Schiit - absolut lächerlich.

Das sind Söldner, Punkt.

Die Söldner sind allesamt Pseudo-Islamisten. Das sieht man an den Salafisten die Gaddafi gelyncht haben, mitsamt "sodomized", und ihn in der Wüste an einem geheimen Ort verscharrt hatten. Das soll etwas mit Religion zu tun haben?

Geh bitte. Das glaubt doch keiner. Es ist eine Strategie für Mörder - ob in Libyen oder an anderen Orten.

Religion ist lediglich eine Tarnung und Täuschung.

Timagoras
 
00
7.12.2011, 11:36
"Die Söldner sind allesamt Pseudo-Islamisten"

.
so wie die kreuzzügler "pseudo-christen" waren?

billiger versuch ... ;o)

Hossam Hassan
00
7.12.2011, 09:14
Religion ist keine Täuschung, Religion ist eine Ressource

wie nationalistische Identitäten welche sind.
Ihr Begriff der "Pseudo Islamisten" ist innerer Widerspruch: Nichts hat etwas mit Religion zu tun, aber dazu muss man den Begriff verwenden, der das Religiöse darin bezeichnet.
Handlungen und Taten haben wenig mit Religion zu tun, Motivationen, Identitäten und Rechtfertigungen jedoch sehr viel.
Religion ist eine Ressource fürs Ideologische, Handeln tun Menschen dann danach, was ihren Zielen entspricht. Das hat sehr viel Religion zu tun, weil die Ideologie auch das Ziel des <Handelns mitbestimmt.
Aber um es einfach zu machen: It's complicated.

Cpt. Willard
02
7.12.2011, 04:29
Lashkar e-Jhangvi & Lashkar e-Jhangvi al-Alami

Würde mich frappant an die "Volksfront von Judäa" & die "Judäische Volksfront" von Monty Python erinnern, wenn der Anlass zum humoristischen Assoziieren nicht ein so trauriger wäre.

NONE
20
7.12.2011, 06:54

Sie sind aber nur pseudo-religiös.

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