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Zoran Milanović wird Kroatiens nächster Ministerpräsident.
Seine Gegner taten ihn als "Mannequin" ab, als der smarte junge Mann vor vier Jahren plötzlich die politische Bühne bestieg. Heute zweifelt niemand mehr daran, dass Zoran Milanović über die Qualitäten verfügt, die man braucht, um ein Land zu führen. Wirklich populär ist "Zoki", wie ihn die ihm gewogene Presse nennt, noch nicht. Er kommt gleich zur Sache, ohne das landesübliche Geplänkel. Glatt sind seine Statements; Charme und Witz, wie die Kroaten sie lieben, sucht man bei dem Juristen vergebens.
In seiner kurzen Parteikarriere begleitete ihn der Verdacht des Opportunismus. 1993 hatte eine bescheidene Karriere im auswärtigen Dienst begonnen, der damals von der Präsidentenpartei HDZ dominiert war. Eingestellt hatte ihn ausgerechnet der damalige Vize-Außenminister Ivo Sanader, später sein Widerpart.
Obwohl als Sohn eines KP-Parteisekretärs Kind der roten Bourgeoisie, trat Milanović der sozialdemokratischen Nachfolgepartei SDP erst 1999 bei, als Präsident Franjo Tudjman schon im Sterben lag. Von da an förderte ihn Parteichef Ivica Raèan und machte ihn zeitweise zu seinem Sprecher. Als Raèan Anfang 2007 an Krebs erkrankte und kurz darauf starb, hinterließ er der Partei Milanović als seinen Nachfolger. Die posthume Autorität des Toten sicherte dem weithin Unbekannten auf dem Parteitag den Sieg über die bewährte Konkurrentin Zeljka Antunović.
Sein Vater hätte für den begabten Sohn eine wissenschaftliche Karriere für logischer gehalten als eine politische. Wie Raèan operierte Milanović stets vorsichtig, fast zaghaft; wenn immer die HDZ unter Druck geriet, tauchte er mit seinen Sozialdemokraten ab. Aber der Erfolg gab ihm recht: Bei der Wahl vom Sonntag fiel Milanović die Macht beinahe automatisch zu.
So geschmeidig er sich nach außen gibt, so hart agiert er nach innen. Die überalterte Partei führt der 45-Jährige mit einem kleinen Stab auf autoritäre Manier. Wer den "Chef" , wie ihn alle nennen, auch nur in kleinem Kreis kritisiert, muss mit Abstrafung rechnen. Wie man sich durchsetzt, will Milanović als Kind im wilden Zagreber Arbeiterviertel Trnje gelernt haben, wo er angeblich rebellisch war und sich gern prügelte.
Die Wirtschaftspolitik überlässt Milanović weitgehend der (neo-)liberalen Volkspartei. In gesellschaftspolitischen Fragen wie bei der Homoehe hält der SDP-Chef, mit einer Ärztin verheiratet und Vater zweier Söhne, auch gegen den Mainstream einen liberalen Kurs. (Norbert Mappes-Niediek, DER STANDARD-Printausgabe, 07.12.2011)
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Muss ehrlich sein: Von Prügeln habe ich noch nie gehört! komisch... Aber trotzdem wirkt er auf eine Weise sturköpfig und ist kompromisslos. Charme und Witz? Naja, wenn es darum geht HDZ auszugrenzen, dann gibt es auch das. Jedoch geschieht das einer Partei, die einen Sanader in den Reihen hatten recht! Ich würde mich als Politiker, wie es auch viele Kroaten auch taten von HDZ verabschieden. Wer heute noch zum HDZ gehört gilt als rechtsradikal und korrupt. Würde mich interessieren, was Milanovic dazu sagt: Ist HDZ korrupt und rechtsradikal?
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