RTL II

Ligety revanchiert sich

6. Dezember 2011, 21:34

US-Amerikaner gewann den zweiten Riesentorlauf in Beaver Creek 69 Hundertstel vor Marcel Hirscher und dem Norweger Jansrud

Beaver Creek -Ted Ligety hat erfolgreich zurückgeschlagen. Zwei Tage nachdem er sich als Halbzeitführender noch dem Österreicher Marcel Hirscher geschlagen geben hatte müssen, stürmte der US-Weltmeister am Dienstag im zweiten Riesentorlauf von Beaver Creek von Platz vier zum souveränen Sieg. Hirscher wurde diesmal mit 0,69 Sek. Rückstand Zweiter, der Norweger Kjetil Jansrud Dritter. Hinter Halbzeit-Leader Alexis Pinturault (FRA) glänzte Hannes Reichelt auf Platz fünf als zweitbester ÖSV-Fahrer.

Hirscher hatte sich wie schon am Sonntag als Halbzeit-Zweiter trotz einiger Fehler eine ausgezeichnete Position zurechtgelegt. Hatte er 48 Stunden davor noch erfolgreich attackiert, war diesmal bei Eisestemperaturen von fast 20 Grad minus gegen den Heimfavoriten aber kein Kraut gewachsen.

"Ich hatte im zweiten Lauf keine solche Klinge mehr. Ich freu' mich aber trotzdem extrem, denn ich nehme einen Haufen Punkte mit", gab sich der Salzburger auch über Platz zwei im Ersatzrennen für Val d' Isere zufrieden. "Ich habe immer gesagt, dass Ted zurückschlagen wird. Und so war es auch. Ted war heute nicht zu schlagen."

Im ersten Lauf ist Hirscher heftig mit der linken Hand gegen eine Torstange gekracht, dieser Zwischenfall hat beim 22-Jährigen Spuren hinterlassen. "Durch dieses Missgeschick hab ich mir die Schneid abkaufen lassen", gestand Hirscher.

Eine Riesenüberraschung lieferte Reichelt. Der von Winterasthma geplagte Salzburger, der davor schon drei Abfahrtstrainings und drei Rennen in der dünnen Höhenluft Colorados bestritten hatte, carvte dank drittbester Laufzeit noch zu Platz fünf und ließ eine Menge ausgeruhter Spezialisten hinter sich.

"Dabei habe ich am Montag erstmals Riesentorlauf trainiert", staunte Reichelt über sich selbst. Zuvor hatte er als Dritter in Lake Louise und den Plätzen zehn (Abfahrt) und fünf (Super-G) in Beaver eher in seiner neuen Rolle als Top-Abfahrer überrascht. Offenbar gehört "Richie nun aber auch im Riesentorlauf wieder zur Weltklasse. "So viele Punkte hab ich noch nie aus Nordamerika mitgenommen", strahlte der Radstädter, der als Gesamt-Fünfter bester ÖSV-Fahrer im Weltcup ist.

Sieger Ligety machte mit überlegener Bestzeit im Finale alles klar und aus seiner Genugtuung über den elften Weltcupsieg kein Geheimnis. "Ich habe im zweiten Durchgang voll attackiert und den Ärger von Sonntag rausgelassen", freute sich der 27-jährige Weltmeister aus Park City, dass er die "jungen Buben" Hirscher und Pinturault nun doch wieder geschlagen hatte. Ligety: "Ich bin es gewohnt geworden, der Gejagte zu sein."

Ligety gegen Hirscher, dieses Duell wird es schon am Donnerstag im abschließenden Slalom wieder geben. "Ich werde alles geben, damit es wieder ein Zweikampf mit Ted wird", versprach Hirscher, der vergangenen Sonntag bereits im erst zweiten Rennen nach Verletzungscomeback wieder gewonnen hatte. "Meine Kraft im Kopf ist riesengroß. Ich mach das Körperliche mit dem Kopf wett", erklärte er.

Hatte Benjamin Raich am Sonntag einen sensationellen Podestplatz durch Sturz vergeben, war der Tiroler diesmal als 19. ohne Chance auf einen Spitzenlatz. "Im ersten Lauf war ich nicht ganz am Limit, im zweiten hatte ich unten Probleme", kommentierte Raich und gab zu, noch immer verärgert gewesen zu sein.

"Das am Sonntag wäre auf jeden Fall ein Podest geworden. Aber ich darf nicht nachweinen, sondern muss in die Zukunft schauen", sagte Raich. Die heißt konkret: Slalom am Donnerstag. Den hat er hier 2004 schon ein Mal gewonnen.

ÖSV-Herrenchef freute sich über Hirscher und auch Reichelt. "Ligety war heute nicht zu schlagen, also kann man zufrieden sein", sagte der Vorarlberger. "Jetzt müssen wir weiterkämpfen und dranbleiben."(APA)

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1 2
Der Sportexperte
 
01
7.12.2011, 17:47
Wieso Revanche?

Die USA haben Österreich als Ski-Nation Nr. 1 längst abgelöst und brachen sich nicht mehr auf kleinliche Revanchegelüste gegenüber dahergelaufenen Stallbuben einlassen. Österreich hat sich leider selbst ausverkauft. 80% der österreichischen Skiproduktion gehen in den Export und landen überwiegend auf dem größten Skimarkt der Welt. In den USA. Wir beliefern sie mit dem Material, das sie gegen uns wenden. Klar dass bei Damen und Herren nur mehr Amerikaner gewinnen.

rapidfans.at
00
8.12.2011, 19:03
is net wurscht?

gabren
00
8.12.2011, 10:25

Es ist vielleicht das Material, aber vor allem doch die österreichischen Trainer! Klar, dass die Amerikaner dann besser werden, den Siegeswillen und das Können haben sie ja - jetzt lernen sie durch ihre Trainer, wie sie beides am besten zusammenbringen können.

Allerdings, außer Ligety und Vonn gibt es (noch) keine Tiefe bei den Amerikanern, außer Julia Mancuso gibt es niemanden, der gewinnen könnte. Es gibt natürlich ein paar viel versprechende Jungtalente, aber die haben wir auch. Mal sehen, wie sich das noch entwickelt, es braucht halt auch Zeit.

Der Sportexperte
 
00
8.12.2011, 12:09
Mancuso, Julia

Der Sportexperte
 
00
8.12.2011, 12:08
Bode Miller

Auf Bode Miller nicht vergessen.

Sir Mortimer
31
7.12.2011, 13:23
Iat eigentlich schon jemandem aufgefallen,

dass Marcel Hirscher ein Ana(l)gramm von "Rechler im Arsch" darstellt?

selmasupersad
 
03
7.12.2011, 15:57

mir gefällt das anagramm hc strache = echt arsch bedeutend besser!

gigedygiggs
41
7.12.2011, 10:48
Der Zweite ist der erste Verlierer.

heiliger bimbam
20
7.12.2011, 14:53
die deutschen sagen ja

da war er nur zweiter sieger.

Tschick Tschaikowsk
13
7.12.2011, 11:23

sie sind ein positiver mensch. erfrischend!

neueboeing797
13
7.12.2011, 09:59
Sykora - Knaus - ORF Gebühren

Eigentlich ein starkes Stück vom ORF. Da schickt man den Knaus (selbst Éx RTL Fahrer) nach Hause und fliegt den Sykora ein. Wohl nur deshalb, damit mit den GIS Gebühren noch ein weiterer teurer Arbeitsplatz bezahlt werden kann. Nebenbei hat sich gestern gezeigt, dass der Mann nicht informiert ist. "Ja, da bin ich im Flieger gesessen". Ist ja wohl die Pflicht eines ORF Experten, zumindest informiert zu sein. Gibt ja auch für den Sykora Medien und Internet.

Roland Garros
53
7.12.2011, 10:17

na ja, sykora statt knaus ist für gewöhnlich eine klare verbesserung!

Is doch alles...super!
00
8.12.2011, 02:43

bledsinn

Roland Garros
11
7.12.2011, 09:43
Ligety

auf den sieg von hirscher so (nochdazu mit diesem vorsprung) zu antworten, ist wirklich groß!

war er doch gestern - durch den von hirscher geworfenen "fehdehandschuh" - noch mehr unter druck als sonst. seine vormachtstellung als "mr. rtl" u damit sein selbstvertrauen hätten ordentliche kratzer bekommen, wenn hirscher abermals die nase vorne gehabt hätte.

Die Weisheit
03
7.12.2011, 09:08

Ein Kaliber wie Raich sollte da wohl ein bissl abgebrühter sein. Ein 19. Platz zwei Tage nach dem Kampf um den Sieg, welcher in einem Ausfall geendet hat? Naja.

Ligety war beeindruckend. Hirscher eigentlich auch, denn mit mehreren kleinen Fehlern noch immer auf Rang 2 ist ein Fingerzeig an die Konkurrenz. Das Niveau ist erschreckend hoch - und dies auf breiter Basis.

Leider kann man den heimischen Athleten nicht mehr so wie früher einfach nur Versagen vorwerfen. Es ist vielmehr die internationale Konkurrenz, die ihren Rückstand aufgeholt hat. Mit harter, beständiger Arbeit und dem Ziel, die beste Skifahrernation dieser Erde nicht nur zu ärgern, sondern auch zu schlagen.

sue taylor
02
7.12.2011, 00:31

Pintorault und Hirscher sehr stark, aber was für ein 2. Lauf vom Liegty. Wird heuer zumindest spannender.

neueboeing797
02
7.12.2011, 08:28
Wahnsinn !!

Stimmt, der zweite Lauf vom Ligety war wirklich vom allerfeinsten. Carving in Perfektion. Freu mich auf das weitere Duell mit Hirscher.

sue taylor
00
7.12.2011, 10:57

das war volle attacke, der riesentorlauf ist meine neue lieblingsdisziplin, spannend!!

der Fleißige und Ehrliche
11
6.12.2011, 22:43
Sykora

der sagt bei jedem Läufer das Gleiche, sowas darf sich dann Experte schimpfen. Unfassbar.

"ballon d'essai"
63
6.12.2011, 23:37
Hmmm.....

Vielleicht liegt's daran, dass der alpine Skisport von Natur aus dämlich und langweilig ist... es würde vollkommen genügen, bei jedem Läufer nur die Uhr und am Schluss das Endklassement einzublenden. Bei den Kirtagsveranstaltungen "Speed"-Bewerbe gibt's aber eh einen überführten Dopper als Fachkommentator. Für Slalomläufer hat halt Doping nix gebracht. Daher ist der Sykora möglicherweise fad. Aber alle Zuschauer, Sie vielleicht ausgenommen, sehen eh, dass da einer auf zwei Brettern bergab rutscht. Was soll da noch erzählt, kommentiert werden?

gabren
11
7.12.2011, 10:33

Aber offenbar haben'S doch geschaut, und es ist Ihnen nicht zu dämlich hier zu kommentieren. Ist Ihnen denn langweilig??

A San Miguel für´n Ogerl Bitte!
21
7.12.2011, 00:30
"Vielleicht liegt's daran, dass der alpine Skisport von Natur aus dämlich und langweilig ist... es würde vollkommen genügen, bei jedem Läufer nur die Uhr und am Schluss das Endklassement einzublenden."

Noch nie selbst auf Skiern gestanden,oder?!

rapidfans.at
00
8.12.2011, 19:00
selbst skifahren ist genial. ein traum.

bei skibewerben zuzusehen hingegen ist tot langweilig.
nicht jeder sport, der selbst spass macht, ist auch zum ansehen geeignet. oder kennen sie fitnessstudios mit tribünen?

Mario901
 
00
6.12.2011, 23:13

extra eingeflogen!!! danke und gn8

Raphi98
00
6.12.2011, 21:41
Hirschifan!!

Wo bist duu??

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