Endergebnis bestätigt Sieg der Opposition

6. Dezember 2011, 16:01

Arbeiterpartei und pensionierter Pfarrer als Neuzugänge im Parlament

Zagreb - Der Wahlsieg der "Kukuriku"-Koalition unter Führung der Sozialdemokraten (SDP) bei den kroatischen Parlamentswahlen am Sonntag wurde von der staatlichen Wahlkommission (DIP) in ihrem amtlichen Endergebnis am Dienstag bestätigt. Demnach bekommt die Koalition aus SDP, Volkspartei (HNS), den Istrischen Demokraten (IDS) und den Pensionisten (HSU) auf 80 von 151 Sitzen im Parlament.

Die bisherige Regierungspartei HDZ (Kroatische Demokratische Gemeinschaft) kommt mit ihren Koalitionspartnern, der Bürgerliste des Spliter Bürgermeisters Zeljko Kerum (HGS) und dem Demokratischen Zentrum (DC) auf 44 Sitze, wobei ihr zusätzlich drei Sitze der Auslandskroaten zufallen. Die Arbeiterpartei (Laburisti) kommt auf sechs Mandate und zieht neu ins Parlament ein. Die HDSSB, die Regionalpartei von Slawonien-Baranja, wird mit sechs Mandaten vertreten sein. Zwei Sitze erreichte der politische Neuzugang Ivan Grubisic, ein pensionierter Pfarrer. Die Bauernpartei HSS und die Rechtspartei HSP von Ante Starcevic bekommen jeweils einen Parlamentssitz. Die Minderheiten sind laut Verfassung fix mit acht Parlamentssitzen vertreten.

Die Parlamentswahlen am 4. Dezember hatten Kroatien den erwarteten Machtwechsel gebracht. Der designierte Premier, der SDP-Vorsitzende Zoran Milanovic, kündigte als erste Schritte die Ausschreibung eines Referendum über den EU-Beitritt sowie die Erstellung eines Budgets an. Den Auftrag zur Regierungsbildung von Präsident Ivo Josipovic dürfte Milanovic Medienberichten zufolge schon diese Woche beantragen. Er selbst kündigte an, dass er die neue Regierung noch vor Weihnachten zusammenstellen will.

Josipovic und die regierende Ministerpräsidentin Jadranka Kosor (HDZ) unterschreiben den EU-Beitrittsvertrag am kommenden Freitag in Brüssel. Das Referendum soll voraussichtlich im Februar stattfinden. (APA)

kroate061
01
6.12.2011, 23:43
Unser Zoran Milanovic ist nicht zu beneiden

ca.500 Mio Einwohner und 27 hochverschuldete EU-Länder. Keine leichte aufgabe für kroatien und Zoran Milanovic dieses korrupte, mafiöses gebilde EU aus dem dreck zu ziehen. ich wünsche ihm ein glückliches händchen bei diesem schier unlösbaren unternehmen.

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