Vettel zollt Rallye-Piloten Respekt

6. Dezember 2011, 18:47
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Der deutsche Weltmeister weiß um die Fähigkeiten seiner Motor­sportkollegen bescheid: "Das ist eine andere Hausnummer"

Salzburg - Doppel-Weltmeister Sebastian Vettel von Red Bull Racing war am Montag in Salzburg im hauseigenen ServusTV im Rahmen der Sendung "Sport und Talk aus dem Hangar 7" zu Gast und zog dabei zufriedene Saisonbilanz: "Auf dieses Jahr wird man immer gerne zurückschauen, egal was jetzt noch kommen wird oder nicht. Da ist man einfach auch stolz dabei gewesen zu sein." Das Brechen von Rekorden sei aber niemals die Motivation des Rennfahrers. "So etwas kann man sich nicht als Ziel setzen", erklärte Vettel, der in der abgelaufenen Saison mit 15 Pole Positions bereits Nigel Mansells Rekord für erste Startplätze in einem Jahr gebrochen hat.

Auf die 91 Grand-Prix-Siege von Michael Schumacher fehlen aber noch satte 70 Stück. "Es ist sehr weit weg, was der Michael geschafft hat", sagte Vettel, der sich nun auf eine "ruhige Zeit mit Freunden und Familie" freut. Am Wochenende waren die beiden deutschen Ausnahmepiloten in Düsseldorf gemeinsam beim "Race of Champions" angetreten. Am Sonntagabend unterhielt Vettel bei einer Preisverleihung des Fachmagazins "Autosport" in London noch mit einer launigen Rede.

"...dann steht da meistens der eine Baum im Weg"

Besonders angetan ist Vettel von der Leistung der Motorsportkollegen aus dem Rallye-Zirkus. "Wenn man sich bei uns einmal ein bisschen vertut, dann kommt man meistens wieder auf die Strecke zurück, ich glaube da ist so etwas, was der Sébastien (Loeb) in der Rallye geleistet hat schon noch mal was anderes, eine andere Hausnummer. Wenn man sich da ein bisschen vertut dann steht da meistens der eine oder andere Baum im Weg", so der Deutsche gegenüber ServusTV.

Rallye-Weltmeister Sebastian Loeb erklärte bei der Gelegenheit gleich den Unterschied zur Formel 1: "Ich denke das ist etwas ganz anderes. Wir fahren zwar beide Fahrzeuge, aber die Beläge sind anders und natürlich kennt man bei der Rallye die Rennstrecken nicht so gut. Da muss man sich eben auf den Co-Piloten verlassen können, da braucht man schon eine gewisse Erfahrung."

In sein neues Rennauto darf Vettel frühestens bei den ersten Testfahrten am 7. Februar 2012 in Jerez steigen. (red)

  • "Es ist sehr weit weg, was der Michael geschafft hat"
    foto: servustv

    "Es ist sehr weit weg, was der Michael geschafft hat"

  • "I try not to be too German"

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