Internationaler Gerichtshof

Niederlage für Athen im Namensstreit mit Mazedonien

6. Dezember 2011, 13:48
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    foto: ap/dapd/nikolas giakoumidis

    Demo in Thessaloniki am Montag

Blockade des NATO-Beitritts verstieß gegen bilaterales Abkommen - Nationalisten drohen, Koalition zu verlassen

Den Haag/Skopje/Athen- Der Internationale Gerichtshof (IGH) hat Mazedonien bescheinigt, dass Griechenland im April 2008 ein zwischenstaatliches Abkommen verletzt hat, als es beim NATO-Gipfel in Bukarest den Beitritt der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik zur Allianz blockierte. Die Haager Gerichtsentscheidung fiel mit 15 gegen eine Stimme, berichtete die mazedonische Presseagentur MIA. Athen hatte sich in dem Abkommen verpflichtet, Mazedonien unter dem offiziellen Namen "Frühere Jugoslawische Republik Mazedonien" (FYROM) den Beitritt zu internationalen Organisationen nicht zu verwehren.

Der IGH entschied mit 15 gegen eine Stimme, dass Griechenland im April 2008 ein Abkommen mit Skopje verletzt hat, als es beim NATO-Gipfel in Bukarest den Beitritt der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik zur Allianz blockierte.  Skopje hatte Athen beschuldigt, durch seine Haltung bei dem NATO-Gipfel den Artikel 11 des zwischenstaatliches Abkommen aus dem Jahr 1995 verletzt zu haben. Während der Hauptverhandlung vom 21. bis zum 30 März hatte die griechische Verteidigung die These vertreten, dass es bei dem NATO-Gipfel gar kein griechisches Veto, sondern einen Konsens der Mitgliedstaaten darüber gegeben habe, mit der Aufnahme Mazedoniens bis zur Lösung des Namensstreits abzuwarten.

Mazedonien wurde gleichzeitig vorgeworfen, die griechische Geschichte usurpiert zu haben, indem es den Namen von Alexander dem Großen (356-323 vor Chr.), dem antiken Feldherrn und makedonischen Monarchen, verwendet. Athen vertrat die Ansicht, dass sich der IGH für unzuständig in diesem Fall erklären müsste.

Beitrittskandidat seit 2005

Durch den griechisch-mazedonischen Namensstreit wurde auch die EU-Annäherung Mazedoniens blockiert. Das Balkanland, das 1993 nur unter der vorläufigen Bezeichnung "Frühere Jugoslawische Republik Mazedonien" ("Former Yugoslav Republic of Macedonia"/FYROM) in die Vereinten Nationen aufgenommen wurde, hat seit Ende 2005 den Status eines EU-Beitrittskandidaten, jedoch bisher trotz einer positiven Meinung der EU-Kommission keinen Termin für die Aufnahme von Beitrittsgesprächen.

Griechenland wird ungeachtet des jüngsten Erkenntnisses des Internationalen Gerichtshofs (IGH) die Aufnahme von Mazedonien in die NATO weiter blockieren. Das Außenministerium in Athen kündigte am Montag an, die Regierung werde sich einem NATO-Beitritt der früheren jugoslawischen Teilrepublik wie bisher widersetzen. Wegen des Namenskonflikts hatte Athen 2008 eine NATO-Mitgliedschaft Skopjes verhindert, das zwar seit 2005 den Status eines EU-Beitrittskandidaten besitzt, ohne bis jetzt ein Datum für die Aufnahme der Beitrittsgespräche erhalten zu haben.

Nationalisten drohen, Koalition zu verlassen

Der Vorsitzende der ultranationalistischen und religiös orientierten "Völkischen Orthodoxen Gesamtbewegung" (LAOS), Giorgos Karatzaferis, hatte gedroht, die griechische Regierung zu verlassen, sollte Athen seinen Widerstand gegen Skopjes Namensansprüche aufgeben. Da Griechenland von Geldern der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) abhängig ist und die gegenwärtige Übergangsregierung unter schwierigsten Bedingungen zustande gekommen war, wäre jede politische Instabilität ein neuer gefährlicher Störfaktor.  (APA)

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Strukteur
 
00
19.12.2011, 17:32
mit solch einer selbstsicheren Überzeugung, stelle ich mir in 200 Jahren die Bürger einer demokratischen Republik Germanien im deutschsprachigen Raum vor

die Ihre eigene türkische Muttersprache -um einige deutschen Wörter wie Harzt4, Sozialleistung, u.s.w. erweitert- nu als Germanisch verstehen und Ansprüche auf alles Germanische stellen.

Alle Argumente werden ähnlich ausfallen.

kleiner Trost: Bis dahin wird sich eh viel ändern und wir werden es sowieso nicht mit erleben.

NANANANANANANANA BATMAN
00
14.12.2011, 14:55
welche sprache

sprach eigentlich alexander der große?

Sascha K.
00
19.2.2012, 18:25
Griechisch natürlich, bestimmt nicht slawisch,die kamen 1000 Jahre später

Za-Um
00
16.12.2011, 15:21
natuerlich in seiner makedonischen sprache!

BMPO-1892
00
15.12.2011, 12:11

sprachen Ihre Vorfahren nicht mal auch latein? Sind sie Italiener???

NANANANANANANANA BATMAN
00
15.12.2011, 15:31
nein

aber lateiner

BMPO-1892
10
15.12.2011, 12:10

sie meinen alexander papadopoulous sprach griechisch wie seine sog. heutigen nachfahren!?

Andrei Tchoubrikov
31
13.12.2011, 19:41
Die Griechen haben nicht so unrecht...

... und es geht ja nicht nur um einen (schoenen) Namen, sondern um die Frage, ob's sowas wie die Mazedonische Nation ueberhaupt gibt. Ethnisch und sprachlich gesehen sind's ja Bulgaren.

Titon & Co sei dank, gibt's jetzt Mazedonier. Nur um die paar westbulgarische km2 ins Jugoslawien reinzuschmuggeln.

Aehnlich Laecherliches gibt's ja auch in Russland - "Juedisches Autonomes Gebiet" im rus. Fernen Osten, "nationale Republiken" in denen die "Titelnationen" < 20% ausmachen, oder dass das Umland von St.Petersburg immernoch "Leningrader Gebiet" heisst.

Alles Ueberreste stalinistischer Nationalpolitik.

Na chicho mu chuchi
 
00
22.2.2012, 20:34
Sie urteilen weil...?

Ihren Namen zu urteilen, sind Sie Bulgare, also müssen Sie auch einer sein! Sie könnten auch auch ein Russe, Ukrainer oder doch ein vielleicht ein Slowake sein?

^^ Das ist die typische Argumentation eines Unwissenden. Lächerlich ist ihre Aussage, denn wenn Sie nachgeforscht hätten, wüssten sie dass diese Titomanie ein Blödsinn ist.

Diese Region heißt nun mal Makedonien. Deswegen eine Republik Makedonien und eine griechische Region in Griechenland. Punkt.

BMPO-1892
00
14.12.2011, 14:23

titos werk, so so, wieso wurde dann die innere mazedonische revolutionäre organisation (kurz VMRO) die ja für die Autonomie, bzw. Unabhängikeit Makedoniens bereits im jahre 1893 gegründet, da war der tito noch in seinen windeln. Und wieso taucht im namen dieser VMRO nirgendwo das wort "bulgarisch" auf!??

p.p.
20
15.12.2011, 22:52

Weil 4 Jahre vorher, im Berliner Kongress, der Vertrag von San Stefan revidiert wurde. Wohl wissend, dass die damaligen Großmächte kein Großbulgarien zulassen würden, haben sie versucht als "Übergangslösung" die Autonomie durchzusetzen.
Nach der Autonomie hätten sie sich problemlos an Bulgarien anschließen können. Die gleiche Taktik hat mit Ostrumelien ein paar Jahre vorher erfolgreich funktioniert;-)

kroate061
20
8.12.2011, 21:28
New Macedonia als alternative im Namensstreit?

NANANANANANANANA BATMAN
00
14.12.2011, 15:12
bevor das passiert

bennenen es albaner in new illiria um, oder so etwas in der art...

ano xxo
11
10.12.2011, 14:30
...es sollte schon republik mazedonien heissen,

...nur in der verfassung sollte deffiniert werden, was damit eigentlich gemeint ist.

grüsse

kroate061
00
14.12.2011, 09:39
warum nicht New Republik Makedonia??

Das NEW sollte man doch nicht negativ sehen.New steht fortschritt und modern. es gibt ja auch new mexico ,new england,new york,neu ulm

Na chicho mu chuchi
 
00
14.12.2011, 21:09
Wieso?

Großbritannien heißt ja auch nicht "Neu-Britannien"? Während die Bretagne in Frankreich auch Bretagne heißt. Also wo ist das Problem? Genau! Nicht dort wo alle vermuten.

BMPO-1892
01
9.12.2011, 08:38

es wäre eine Möglichkeit. Nur wieso sollte sich ein Land "new" nennen, dessen Name schon in der Bibel erwähnt wird!?

SAFET SAFETOVIC
31
10.12.2011, 11:03
schaut

es gibt mazedonien in grichenland und ex-yugoslawien die in yug wolen die geschihte kopiren was nicht o.k ist sie haben sich von freund und orthodox - serbien abgeschpaltet um in armen deutschland und usa zu falen die sie nicht akzeptieren selber schuld

LGL
10
8.12.2011, 08:59
Die sollten sich Österreich zum Vorbild nehmen. Niemand regt sich über den Namen der Steiermark auf,

obwohl das namengebende Steyr ganz sicher ausserhalb liegt und nicht einmal durchgehende Züge zwischen Steyr und der Steiermark fahren (zwischen Makedonien und Griechenland aber schon).

Sahin's Zahnlücke
44
7.12.2011, 20:21
Die griechische Politik kennt nur

Blockade,Veto, Steuerbetrug, Bilanzfälschungen, Korruption, Vetternwirtschaft, etc...

Wen wunderts, dass die jetzt tief in der Schei**e stecken....

Sunny Boy3
23
8.12.2011, 22:24

Eigentlich ist Griechenland eine grosse Mogelpackung,die absolut nicht in der EU zu suchen hat..
weder Wirtschaftlich noch Gesellschaftlich..

Aber sie haben bis jetzt vom Bonus der "alten Griechen" profitiert,die eigentlich überhaupt nichts mit diesen Griechen gemeinsam haben!

Na chicho mu chuchi
 
11
7.12.2011, 12:27
Das Urteil war eigentlich klar.

Genauso aber dass Griechenland auf stur schalten und weiterhin blockieren wird. Damit manövriert sich Griechenland ohnehin noch weiter ins Abseits. Somit kristallisiert sich heraus, dass Griechenland in Wirklichkeit keinen guten Willen zeigt bzw. zeigen will. Ob das auf Dauer gut gehen wird, wird uns die Zeit sagen.

Def_izit
00
7.12.2011, 12:13
a frecheit - auf der südhalbkugel benutzen welche unseren namen

nur ein al habens eingfügt - /joke off

ano xxo
42
7.12.2011, 09:46
das gebiet vom FYROM

...erstreckt sich über das des alten Mazedonien.....folglich, der NAME ist berechtigt, und es ist sogar historisch korrekt, denn die nachfahren der alten Mazedonier leben nachwievor auf dem gebiet.....es sind keine slawen, und es sind natürlich und selbstverständlich auch keine griechen.....es ist eine ironie des schicksals, dass sich zwei um etwas streiten, dass sie eingentlich nix angeht.....na wenn's keine anderen sorgen haben.....mir soll es recht sein....

grüsse

mladenovic
 
03
7.12.2011, 21:29
Alex der Grosse....ein Albaner!?

Ists hier ein Comedy Forum??

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