Wiener Kindergärten: 270 Pädagogen fehlen

6. Dezember 2011, 13:07
  • Nikolofest im Festsaal des Rathauses. Häupl posiert mit Kindern und Nikolo.
    apa-foto: helmut fohringer

    Nikolofest im Festsaal des Rathauses. Häupl posiert mit Kindern und Nikolo.

Pädagogische Assistenten helfen aus - Stadt will im kommenden Jahr 600 Millionen Euro in Kinderbetreuung stecken

Wien - In den Wiener Kindergärten herrscht nach wie vor Personalknappheit: Derzeit fehlen in der Bundeshauptstadt rund 270 Pädagogen, räumte Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ) am Dienstag in einem Pressegespräch mit Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) anlässlich des Nikolofestes im Rathaus ein: "Es ist nach wie vor eng." Der Mangel werde durch sogenannte pädagogische Assistenten ausgeglichen. Oxonitsch verwies allerdings darauf, dass sich momentan 782 Schüler in der städtischen Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (Bakip) befänden.

Außerdem sei es gelungen, seit der Einführung dieses Kollegs im Jahr 2008 die Zahl der angehenden Pädagogen zu verdoppeln, unterstrich der Ressortchef. Derzeit sind 3.323 Pädagogen und 2.829 Assistenten in den städtischen Kindergärten im Einsatz.

1.500 neue Plätze

Neben der Ausbildung will die Stadt weiterhin das Platzangebot erweitern. So sollen im nächsten Jahr mindestens 1.500 neue Plätze im städtischen und privaten Bereich geschaffen werden. Schließlich wolle man bei den Null- bis Dreijährigen noch in dieser Legislaturperiode (bis 2015, Anm.) über die 33-Prozent-Marke ("Barcelona-Ziel") kommen. Derzeit liegt hier der Versorgungsgrad bei rund 30 Prozent. Bei den Drei- bis Sechsjährigen herrsche bereits Vollversorgung, so der Bildungsstadtrat.

Allein für 2012 hat sich Wien vorgenommen, 600 Millionen Euro in die Kinderbetreuung zu investieren. Im heurigen Jahr waren es 590 Millionen Euro - laut Oxonitsch ein Rekordwert. (APA)

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Pädagogische Assistenten helfen aus

was sollen sie aushelfen, die sind dafür nicht ausgebildet

richtig - aber die Bezeichnung ist ja schon eine Mogelpackung. Bei "sicherheitspolizeiliche Nachforschung" weiß man, es sind Polizisten, die ermitteln und nicht irgendwelche Nachtwächter, die für die Polizei schnüffeln.

"Assistenz der Kindergartenpadagogin" wäre also zutreffender. "Pädagogische Assistenz" hingegen täuscht eine Pädagogin vor, die assistiert.

pädagogen und ihre arbeitsplätze

es ist die gesinnung der lehrer in welche richtung sie ihre ressourcen einsetzen wollen!

die meisten lehrer wollen eben klassen unterrichten oder kindergärten wo nur gespielt wird bzw. keine bildung weitergegeben wird, sondern nur systemrelevante eigene einstellungen!

soll heißen die meisten pädagogen suchen sich eine anstellung dort wo sie am wenigsten mit ausländerkindern zu tun haben! später dann gymnasium/privatschulenkindergärten!

darum bin ich für ganztagesschule nur das verstehen die meisten pädagogen nicht, das sie davon profitieren lernen könnten, im umgang mit menschen die nicht ihre bildung haben, jedoch moralische ansichten! warum glauben sie geben sich sowenige absolventen in österreich für soziale projekte her? geld

Mehrsprachigkeit als Chance sehen

Kinder, die interkulturell/mit mehreren Sprachen aufwachsen entwickeln mehr Synapsenvervindungen, haben einen weiteren Horizont und bereichern die Gruppe.
Ich sehe verschieden Kulturen in einer Kindergartenruppe als Bereicherung!
Meine Kinder lernen voneinander, leben respektvoll miteinander und haben alle bei der Sprachstandevaluierung hervorragend abgeschnitten. Was nantürlich notwendig ist ist ein pos. Zugang z. Thema, eine ausgezeichnete Ausbildung der PädagogInnen (leider in Ö. nicht vorhanden).

Da brauchts erst den Nikolo um in die Zeitung zu kommen

Hier gibt es nur leider ein grundsätzliches Problem. Man kann noch so viele Pädagoginnen in Wien ausbilden, wenn die Konditionen (Gehalt/Urlaub/...) in anderen Bundesländern bei weiten besser sind werden viele Absolventen/innen sobald es möglich ist "auswandern". Hier muss in Wien nachgebessert und angesetzt werden!
Mehr Geld investieren finde ich lustig. Ich würde alle Eltern mal bitten nachzufragen wie viel Geld einer Kindergartengruppe momentan pro Monat zur Verfügung steht ...

gar kein geld mehr

Pädagogische Assistenten helfen aus

Pädagogische Assistententinnen - klingt toll. So kann man die ungelernten Putzhilfen der Kindergartentanten natürlich auch bezeichnen.

es gibt keine kindergartentanten

Schon komisch die rechten Poster!

Erst jammern sie, dass der Nikolo in den Kindergärten verboten wird.
Jetzt zeigt Häupl stolz, dass der Nikolo wieder da ist - doch keiner der Jammerer freut sich darüber.

Anscheinend geht es den Rechten nur gut, wenn sie sich überfremdet fühlen können.

Zwar bin ich alles andere als ein "rechter Poster" und

habe ja auch meiner tief empfundenen Freude darüber Ausdruck verliehen, dass Wiener Kinder jetzt eventuell doch einen traditionellen Nikolaus zu Gesicht bekommen und nicht nur die Coca-Cola-Version.

Trotzdem verstehe ich Ihre Forderung nicht: Muss es einen Nichtwiener freuen, wenn die Stadt Wien darauf verzichtet, einen Blödsinn wie das Hausverbot für Nikoläuse weiterzubetreiben?

Natürlich ist es erfreulich, wenn Vernunft ihre vorwitzigen Fühler sogar in die Tiefen der Wiener Rathausfraktion streckt, aber muss man da gleich losjubeln?

es ist ja keine Forderung sondern eine Feststellung:

die Rechten haben eine riesige Freude wenn sie die Islamisierung Österreichs aufzeigen können,

und melden sich überhaupt nicht zu Wort, wenn ein Ereignis nicht in dieses Schema passt.

Die "österreichischen Werte und Traditionen" sind diesen Leuten doch nur ein Vorwand.

Gerade der Nikolaus ist da ein gaaanz schlechtes Beispiel.

Der Islam ist ziemlich tolerant, was den Umgang mit christlichen Heiligen betrifft.

Die türkischen Mitbürger/innen schätzen den Bischof von Myra besonders, da er auf dem Gebiet der heutigen Türkei gelebt und gewirkt hat, und betrachten den Nikolaustag eher als ein Kompliment, denn als eine Beeinträchtigung.

Der von der rathäuslichen Kindergartenchefin vorgeschobene Grund für das "Hausverbot", nämlich der Schutz (???) religiöser und nationaler Minderheiten (Wovor?) war ja an sich schon reine Blödmacherei.

NIKOLAUS WAR BISCHOF IN DER HEUTIGEN TÜRKEI!!! Haben die rechten Recken wohl übersehen ;-)

Nikolaus war nicht Bischof in der heutigen Türkei

Nikolaus war Bischof im Römischen Reich in Myra (in Lykien).

Myra lag im südwestlichen Kleinasien, also auf dem Gebiet der heutigen Türkei. Der Ort heißt heute Demre (in Antalya).

Wenn das in der Mitte der Nikolo ist, wer ist dann der dunkle Typ am rechten Bildrand? Wie heißt noch schnell der Begleiter von St. Niklas?

Wir wollen Bildungsqualität, aber...

Es ist zwar schön, dass es die neue Ausbildungsoffensive gibt, nur leider setzt man auf Quantität statt Qualität. Vielen angehenden Kolleginnen mangelt es beträchtlich an guten Deutschkenntnis - in anbetracht des Tatsache, dass wir sprachliche Vorbilder sind, sehr bedenklich. Ich habe auch schon sehr unfähige Leute erlebt, denen das Gespür a) für die Kinder und/oder b) dafür, was es heißt, Bildungsarbeit im Kindergarten zu leisten, erheblich fehlt.

270 pädagogen fehlen....

...gut, das es noch genug pädagoginnen gibt ;-))

Da können noch so viele junge Menschen diese Ausbildung machen - so lange die Rahmenbedingungen und das Gehalt sich nicht ändern, werden diese jungen Menschen diese Ausbildung als Sprungbrett für weitere Ausbildungen nützen - und pädagogisch unqualifizierte Menschen auf die jüngsten Mitbürger losgelassen! Für die Konsequenzen haben wir ja dann TIMMS, IGLU und PISA. Aber v. a. haben wir ein veraltertes System das neben Malta, europaweit seinesgleichen sucht!!!!

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beabsichtigen laut mehreren BAKIP AbsolventInnen nach Abschluß dieser Ausbildung auch tatsächlich als KindergartenpädagoGin zu arbeiten.

... und von den 2, bleibt höchstens eine Päd. übrig, weil die andere ziemlich rasch erkennt, dass sie noch eine andere Áusbildung machen will!!!!!

Irgendwie fehlt da der Krampus.

Der steht doch auf der rechten Seite! ;)

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