Wiener Kindergärten: 270 Pädagogen fehlen

  • Nikolofest im Festsaal des Rathauses. Häupl posiert mit Kindern und Nikolo.
    apa-foto: helmut fohringer

    Nikolofest im Festsaal des Rathauses. Häupl posiert mit Kindern und Nikolo.

Pädagogische Assistenten helfen aus - Stadt will im kommenden Jahr 600 Millionen Euro in Kinderbetreuung stecken

Wien - In den Wiener Kindergärten herrscht nach wie vor Personalknappheit: Derzeit fehlen in der Bundeshauptstadt rund 270 Pädagogen, räumte Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ) am Dienstag in einem Pressegespräch mit Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) anlässlich des Nikolofestes im Rathaus ein: "Es ist nach wie vor eng." Der Mangel werde durch sogenannte pädagogische Assistenten ausgeglichen. Oxonitsch verwies allerdings darauf, dass sich momentan 782 Schüler in der städtischen Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (Bakip) befänden.

Außerdem sei es gelungen, seit der Einführung dieses Kollegs im Jahr 2008 die Zahl der angehenden Pädagogen zu verdoppeln, unterstrich der Ressortchef. Derzeit sind 3.323 Pädagogen und 2.829 Assistenten in den städtischen Kindergärten im Einsatz.

1.500 neue Plätze

Neben der Ausbildung will die Stadt weiterhin das Platzangebot erweitern. So sollen im nächsten Jahr mindestens 1.500 neue Plätze im städtischen und privaten Bereich geschaffen werden. Schließlich wolle man bei den Null- bis Dreijährigen noch in dieser Legislaturperiode (bis 2015, Anm.) über die 33-Prozent-Marke ("Barcelona-Ziel") kommen. Derzeit liegt hier der Versorgungsgrad bei rund 30 Prozent. Bei den Drei- bis Sechsjährigen herrsche bereits Vollversorgung, so der Bildungsstadtrat.

Allein für 2012 hat sich Wien vorgenommen, 600 Millionen Euro in die Kinderbetreuung zu investieren. Im heurigen Jahr waren es 590 Millionen Euro - laut Oxonitsch ein Rekordwert. (APA)

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