USA, China, Indien, Pakistan, der Iran, Nordkorea, Israel, und Ägypten haben Vertrag weiterhin nicht unterzeichnet
Wien - Indonesien hat am Dienstag den Atomteststoppvertrag (CTBT) ratifiziert. Der Exekutivsekretär der Vertragsorganisation (CTBTO), Tibor Toth, begrüßte ebenso wie Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger (V) die Entscheidung des Parlaments in Jakarta. Der CTBT habe damit einen entscheidenden Schritt vorwärts gemacht, so Toth in einer ersten Reaktion. Spindelegger betonte in einer Aussendung, Indonesien habe „einen Meilenstein in den internationalen Bemühungen für eine Welt ohne Atomwaffen gesetzt".
Mit dieser Entscheidung werde „ein starkes politisches Signal an jene weiteren acht Staaten gesendet, deren Ratifikation für das Inkrafttreten des CTBT erforderlich ist.“
Der CTBT von 1996 verbietet sämtliche Atomtestexplosionen auf der ganzen Erde. Um in Kraft treten zu können, braucht der Teststoppvertrag aber die Ratifizierung durch alle im Annex II genannten 44 Staaten; das sind im wesentlichen Länder, die über Atomwaffen oder Schwerwasserreaktoren verfügen oder nukleare Forschung betreiben. Mit Indonesien haben nun 36 dieser 44 Länder den CTBT ratifiziert.
Die anderen acht haben den Appell der internationalen Gemeinschaft bisher ignoriert. Es sind die USA, China, Indien, Pakistan, der Iran, Nordkorea, Israel, und Ägypten. Indonesien verfügt über drei Forschungsreaktoren.
Spindelegger betonte, die Überwachungsorganisation CTBTO mit ihrem Sitz in Wien habe „seit ihrer Gründung nachweisen können, dass ihr System an hochspezialisierten Überwachungsstationen funktioniert. Das war sicher auch ein Grund für den positiven Entschluss in Indonesien. Wir sind dankbar für die Entscheidung und hoffen, dass die restlichen Länder folgen.“ (APA)