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Online- käufe scheitern oft an der Zu- stellung: Shutl will das Problem lösen.
E-Commerce gilt als eine der großen Änderungen, die Internet hervorgebracht hat. Amazon, 1994 gegründet, begann als Buchhändler, handelt heute mit Waren aller Art und setzte im Vorjahr 34 Mrd. Dollar um. Aber Online-Handel hat eine Achillesferse: die Zustellung der Waren, für viele Kunden häufig Grund zur Frustration.
"Menschen kaufen online ein, seit es das textbasierende Yahoo-Seitenverzeichnis gibt"
"Menschen kaufen online ein, seit es das textbasierende Yahoo-Seitenverzeichnis gibt", sagt Tom Allason, Gründer und CEO des Start-ups Shutl, 70 Prozent der Briten würden inzwischen via Internet einkaufen. "Aber ein kritischer Teil des Onlineeinkaufs machte keinen Fortschritt: die Zustellung. Das ist die größte Herausforderung für E-Commerce", sagt Allason, "fehlgeschlagene Zustellversuche kosten in Großbritannien jährlich 790 Millionen bis eine Milliarde Pfund. Zwei Drittel der potenziellen Kunden, die bei der Bearbeitung ihrer Bestellung aussteigen, nennen Zustellung als Grund für den Abbruch. Und von denen, die online einkaufen, sind 90 Prozent trotzdem über den Zustellvorgang frustriert."
Ist niemand zu Hause, sind mehrere Versuche erforderlich, was Geld kostet und trotzdem oft in der Hinterlegung der Ware mündet. Hohe, womöglich bei der Bestellung nicht genau bekannte Kosten schrecken ab. Und viele sind zu ungeduldig, um auf die Zustellung zu warten und nehmen lieber gedrängte Geschäfte und lange Einkaufswege in Kauf.
Consolidator für örtliche Kurierdienste
"Shutl löst diese Probleme. Wir geben den Käufern die Alternative, ihre Ware innerhalb der nächsten 90 Minuten zu bekommen oder später in einem einstündigen Zeitfenster, das sie festlegen", sagt Allason. Dabei ist das in der Tech City London beheimatete Start-up kein Logistiker, der selbst Flugzeuge, Laster oder Fahrräder losschickt, sondern ein "Consolidator", eine Plattform, über die rund 3000 örtliche Kurierdienste gebucht werden.
Auf der anderen Seite, bei den Händlern, stehen nicht zentrale Lagerhäuser wie bei Amazon, sondern Handelsketten, die von der jeweils nächstgelegenen Filiale liefern. Das verkürzt die Wege zum Kunden und sorgt, zusammen mit dem via Datenbank optimal ausgewählten Zusteller, für die kurze Zustellzeit oder die Auswahl einer genehmen Zustellzeit. Nach Lieferung wird der Service bewertet, die Bewertung fließt in die Datenbank ein: Bessere Kurierdienste bekommen so mehr Aufträge.
"Paypal für Zustellung"
"Wir wollen das Paypal für Zustellung werden", beschreibt er die Ambition des Start-ups - in Analogie zu dem Ebay-Service, das Zahlen auf die Eingabe von Mailadresse und Passwort reduziert. "Shutl ist ein reines Datenbusiness, das macht es leicht, international zu expandieren. Der britische Onlinemarkt hat ein Volumen von 2,5 Milliarden Pfund, der weltweite ist 50 Milliarden."
Google-Pläne
Bei diesem Expansionsvorhaben wird das Start-up aber auch auf einen potenten Konkurrenten stoßen: Auch Google soll wie berichtet ein Service entwickeln, das eine Lieferung zu geringen Kosten am nächsten Tag garantieren will, berichten US-Medien. In diesem Bereich ist Amazon und sein "Prime"-Service dominant: Um 79 Dollar im Jahr erhalten US-Kunden ihre Amazon-Einkäufe express zugestellt, zusätzlich können Sie Filme, Bücher und Musik gratis ausleihen.
Google würde seine populäre Produktsuche mit den Angeboten von Händlern zu einem Einkaufsvorgang verschmelzen. Allerdings soll es noch keine konkreten Vereinbarungen geben. Google will damit der wachsenden Konkurrenz von Amazon bei vielen Onlinediensten begegnen - so wie es Facebook mit Google+ kontern soll. (Helmut Spudich aus London/ DER STANDARD Printausgabe, 6. Dezember 2011)
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Amazon ist manchmal sogar um einiges Teurer. Mittlerweise bieten Örtliche Kaufhäuser wie Schlecker Medienmärkte Spar etctetc auch Onlinekataloge an, da fällt auch oft die Zustellgebühr weg, da man die Dinge vor Ort abholen kann!
Preise vergleichen! Es lohnt sich! Und auch nicht nur einem Geizhals vertrauen, dort sind auch nicht alle vertreten.
Meiner durchaus großen Erfahrung nach hat Amazon seit vielen Jahren den besten Kundendienst, den man sich vorstellen kann.
"Zustellgebühr" gibts bei Amazon normalerweise ab 20,- Umsatz nicht.
Der billigste Anbieter braucht Amazon gar nicht zu sein - unterm Strich ist's aber meist der beste mir bekannte.
Bei den Amazon Partnershops sieht's manchmal anders aus, die nutze ich nicht mehr.
weil der Versandvorgang dafür optimal funktioniert. Erstens schicken die mit der Post, was mir unnötige Rennerei mit den Paketdiensten erspart. Das Postpaket wird nämlich, falls ich nicht daheim bin, im in Gehweite liegenden Postamt hinterlegt, das bis 19 Uhr und auch Samstag geöffnet hat. Bei Paketdiensten landet das Paket stattdessen *irgendwo*. Von Scherzen wie "am Flughafen" oder "Leobersdorf" habe ich die Nase voll.
Der selten genutze Rücksendevorgang ist dann bei Amazon auch immer problemlos. Einmal war ein Notebook bei Ankunft defekt - ein Anruf, ein portofreies Retourpaket und das Geld war 3 Tage später wieder zurückgebucht.
Das alles ist mir ein paar € Aufpreis wert.
... als der gottseibeuns post noch die pakete lieferte. schlimmstenfalls hatte man einen gelben zettel im briefkasten und holte sich das paket dann beim nahegelegenen (!!!) postamt ab.
dank dem segensreichen erscheinen der privaten zustelldienste darf man jetzt seine sachen im besten fall in irgendeinem paketshop was weiß ich wo, schlimmstenfalls im logistikzentrum in der pampa holen.
die privatisierung von infrastrukturdienstleistungen hat sich also für die konsumenten als echter segen erwiesen! aber auch für die mitarbeiter der paketdienste, die nun nicht mehr entwürdigende privilegien konsumieren müssen, sondern endlich für redliche €5,70 brutto die stunde arbeiten dürfen! weiter so!
so wie beim Telefon müsste die Post verpflichtet werden, gegen Gebühr auch Pakete von Paketdiensten in ihren Filialen aufzubewahren. Das würde einerseits diese Filialen (oder Postpartner) besser auslasten und die Hinterlegungsgebühr würde der Post helfen, die Infrastruktur besser zu finanzieren. Und die Paketdienste würden eben an der flächendeckenden Versorgung von Postfilialen mitzahlen.
Außerdem sollten die Zusteller einen ordentlichen Mindestlohn erhalten und die Anzahl der täglich zuzustellenden Pakete pro Zusteller sollte begrenzt werden.
das liegt an unserer schlechten post wobei die zusteller wenig dafür können denn die teilen das was sie bekommen am selben tag aus
wenn ich post von deutschland bekommen hab ich die schneller als wenn ich österreichische post bekomme (ich red von paketen)
welchen Anteil der 3,40€ für ein Paket draufgeht für (a) die Kosten des Transports nach Bregenz per LKW/Bahn
im Vergleich zu (b) Paketannahme, Steuern, Abholung vom Postamt, Verteilzentrum, Auslieferung, (Hinterlegung, weil du nicht zu Hause bist), Postoverhead (Verwaltung, Marketing etc)
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