Misshandlung beginnt mit schlechter Pflege

Gabriela Poller-Hartig, 6. Dezember 2011, 10:23
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    foto: apa/hermann j. knippertz

    Die Spannbreite der Misshandlungen zieht sich von körperlicher Gewalt über psychische, emotionale Formen wie Drohungen, Isolation oder Abschottung durch die Angehörigen, bis zu Vernachlässigung, rüden Umgangsformen oder grober Pflege.

Häusliche Gewalt gegen ältere Menschen ist ein Tabu - Die Auswirkungen des Schweigens spüren Pflegebedürftige täglich

Genau genommen ist Gewalt gegen ältere Menschen allgegenwärtig. Sie beginnt bei der Sprache. Eigenschaften wie „überaltet" und „vergreist" kennzeichnen wenig schmeichelhaft die demographische Zukunft. Die Überalterung gilt als finanzielles, soziales oder im Pflegefall beinahe unlösbares Problem. „Das Altern an und für sich ist in unserer Gesellschaft historisch negativ behaftet. Die Diskriminierung älterer Menschen gilt in der Fachliteratur als Vorstufe der Gewalt. Nichtbeachten und soziale Isolation sind dann die Fortsetzung", sagt Charlotte Strümpel, Autorin der Studie "Breaking the Taboo (pdf)". 

Die europaweite Untersuchung beschäftigt sich mit häuslicher Gewalt gegen ältere, pflegebedürftige Menschen. In Finnland, Italien, Polen, Belgien, Frankreich, Portugal und Österreich haben die Projektpartner insbesondere die Versorgung älterer Frauen erforscht, die von Angehörigen und ambulanten Diensten betreut werden. Ein Ergebnis des internationalen Projektes sind praktische Materialien zur Bewusstseinsbildung und Schulung von Mitarbeitern. „Gewalt in der Familie ist ein Tabuthema. Betrifft sie Frauen und Kinder, gewinnt diese inzwischen schon mehr Öffentlichkeit. Es gibt Angebote wie Frauenhäuser und Hotlines", erklärt Strümpel, die für das Rote Kreuz die Projektleitung des österreichischen Studienteils innehatte. „Richtet sich die innerfamiliäre Gewalt gegen ältere, pflegebedürftige Menschen dringt sie dagegen kaum nach außen."

Doppelte Dunkelziffer

Über das Älterwerden und Sterben wird ungern gesprochen, in Verbindung mit Misshandlung wird es lieber ganz totgeschwiegen. Dass die Leiden der Älteren in der öffentlichen Wahrnehmung untergehen, zeigen auch die fehlenden Angebote. „Bis jetzt gibt es in Österreich keine Einrichtung, die sich speziell an ältere Gewaltopfer wendet. Und das in einer Gesellschaft, die immer älter wird", wundert sich Charlotte Strümpel.

Auch die Statistik schweigt. Für Österreich gibt es kaum repräsentative Daten über häusliche Gewalt gegen ältere Menschen, was von Expertin Strümpel als „doppelte Dunkelziffer" bezeichnet wird. „Die Privatsphäre in der Familie ist eine Barriere, ebenso wie der eingeschränkte Zugang zu den Betroffenen. Das führt dazu, dass Misshandlungen nur sehr selten registriert werden." Eine deutsche Umfrage hat ergeben, dass etwa 55 Prozent der befragten Sozialarbeiter und Pflegefachkräfte emotionale Misshandlungen beobachtet haben. Etwa 48 Prozent können über Fälle von Nichtbeachtung berichten. „Laut internationalen Studien gehen wir davon aus, dass etwa zehn Prozent aller älteren Menschen Gewalt und Misshandlung in ihrer nächsten sozialen Umgebung erfahren", schreiben die Autorinnen in ihrem Report. 

Die Spannbreite der Misshandlungen zieht sich von körperlicher Gewalt über psychische, emotionale Formen wie Drohungen, Isolation oder Abschottung durch die Angehörigen, bis zu Vernachlässigung, rüden Umgangsformen oder grober Pflege. „Dann gibt es noch sexuelle Gewalt, die gerade im Pflegebereich und bei älteren Menschen sehr tabuisiert ist. Wir kennen Fälle von älteren Frauen, die vergewaltigt wurden. In Abhängigkeitsverhältnissen wie der Betreuung und Pflege kommt auch finanzielle Ausbeutung dazu, bei der die Pension oder das Pflegegeld einfach verschwinden. Was immer wieder vergessen wird, aber im Pflegekontext besonders wichtig ist, ist die Verwahrlosung", schildert die Expertin. 

„Der Übergang zwischen schlechter Pflege und Misshandlung ist fließend", sagt Charlotte Strümpel, die sich beim Roten Kreuz auch mit der Ausbildung von Pflege- und Betreuungskräften beschäftigt. Laut Definition beginnt die Misshandlung mit dem „Unterlassen von Handlungen, die situationsadäquat wären". Dazu gehört beispielsweise ein Wasserglas so hinzustellen, dass es der ältere Mensch nicht erreichen kann. Oder beim Füttern zu heiße Speisen zu verabreichen.

Schweigen aus Angst

Von den Betroffenen selbst sei kein lauter Hilferuf zu erwarten, ergab die Recherche der Rotkreuz-Expertinnen: „Die Angst älterer Menschen ist groß, die eigenen Verwandten zu verraten. Charakteristisch ist, dass es zwischen Opfer und Täter ein sehr enges Abhängigkeitsverhältnis gibt. Aufgrund kultureller Einstellungen werden gewisse Dinge wiederum gar nicht als Gewalt empfunden. Dazu kommt, dass eine Demenz die Kommunikation mit älteren Menschen erschweren bis unmöglich machen kann."

Den Schlüssel zu Prävention und Hilfe für alle Betroffenen halten die Pflege- und Betreuungskräfte in der Hand. Deshalb setzt zum Beispiel das Rote Kreuz stark auf Bewusstseinsbildung bei den Pflege- und Betreuungskräften und auf Entlastung für pflegende Angehörige.
Die Pflege eines Angehörigen ist ein 24-Stunden-Knochenjob. „Wenn man fünf Jahre lang keine Nacht durchgeschlafen hat, ist es auch verständlich, dass das zur Überforderung führt", sagt Strümpel. In Österreich wird der Großteil der Pflegegeldbezieher zuhause betreut, die Familie gilt als der größte informelle Pflegedienst des Landes. 79 Prozent der Pflegenden sind weiblich. 

Prävention in Kinderschuhen

Die Überforderung der Angehörigen kann zu problematischen Situationen führen. Wenn der Patient durch einen Schlaganfall oder durch Demenz sein Verhalten ändert und selber sehr „schwierig" wird, sollte der Betreuende Handlungsalternativen kennen oder sich Hilfe holen. „Die Pflege- und Betreuungsdienste des Roten Kreuzes sind auch für die Angehörigen da. Es gibt viele unterstützende Angebote, die es ermöglichen, Urlaub zu machen oder kurzfristig weg zu gehen", betont Strümpel.

Prävention ist also möglich, steckt aber noch in den Kinderschuhen. Ähnlich unterentwickelt sieht es mit der gesetzlichen Hilfe für pflegebedürftige Gewaltopfer. „Im Fall häuslicher Gewalt greift die Wegweisungsregelung, die besagt, dass der Täter für eine bestimmte Zeit seine eigene Wohnung nicht betreten darf", erklärt Charlotte Strümpel. Dieses österreichische Gesetz gilt im internationalen Kontext als beispielhaft, im Pflegefall ist es aber schwierig umzusetzen. Ist die Pflegeperson nämlich der Täter, dann ist in weiterer Folge auch die Pflege nicht mehr gesichert. Die Experten fordern daher gute außerhäusliche Optionen. „Denn um einen älteren Menschen aus einer Gewaltsituation zu befreien, kann die einzige Alternative keine Pflegeinstitution sein, der die Expertise im Umgang mit älteren Gewaltopfern fehlt", ergänzt Strümpel abschließend. (derStandard.at, 06.12.2011)

Webtipps:

Pro Senectute: Beratungsstelle und Fortbildungsinsitution für Pfelgepersonal in der Altenhilfe

IPA - Interessengemeinschaft Pflegender Angehöriger

Gewaltinfo.at

Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie

Gewaltschutzzentren und Interventionsstellen in Österreich

Broschüre - Häusliche Gewalt gegen ältere Menschen. An wen kann ich mich in Wien wenden?

Projekthomepage: Breaking the Taboo

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 74
1 2
silvia herz
00
11.12.2011, 08:49

häusliche pflege von alten familienmitgliedern ist immer ein gegenseitiges geben und nehmen - da sind die alten nicht ausgenommen. die kommen oft schwer damit zurecht plötzlich wieder wie kinder behandelt zu werden (was veständlich ist) und lassen sich auch oft gehen, weil sie keinen lebensmut mehr haben, aber diese familien wo es schwierig ist sollten vielleicht ab und zu professionellen rat zuziehen um konflikte besser bewältigen zu können.

Fritz Meyer
02
8.12.2011, 08:35
Ach?

Und das Sparen und "Rationalisieren" im Pflegebereich, sowie die Anschaffung von Pflegemaschinen (statt Menschen zu beschäftigen) ist KEINE Misshandlung und menschenunwürdig?

Erwin Wolfram
00
8.12.2011, 01:02
...

ja eh zuahsue ist die pflege schlecht und im heim fliegens so lange aus dem bett bis tod sind, das ist dann gut (in der meinung, in der statistik, im foto, in der arbeitsaufstellung, sonst natuerlich nicht in "wahrheit" nicht). nur wahrheit gibt es keine mehr und das nenn ich eben krieg und nazi. nicht dass ich frei davon waere, aber gerne.

H. Tscherenkow
01
7.12.2011, 11:00
Respektlose Vorwürfe an pflegende Angehörige

In den „Sparzeiten“ und den inkompetenten Strukturen in der mobilen Altenbetreuung wird versucht möglich alles auf die Angehörigen abzuschieben. Viele pflegende Angehörige werden zum Hobby-Geriatrie-Pfleger dadurch genötigt, natürlich ohne kompetente Unterstützung von außen. Menschen mit nur einer körperlichen Behinderung sind eher leicht zu pflegen, bis Demenz und BPSD (Behavioral and Psychological Symptoms of Dementia) dazukommt. BPSD wird zusätzlich von den Ärzten durch den leichten Zugang zu Schlafmitteln und Morphin als Schmerzmittel gefördert. Zum Schluss werden die Angehörige mit einem behinderten, depressiven, demenzkranken Rauschgiftler, im schlimmsten Fall mit Wahnvorstellungen und Aggression alleine gelassen und spielen Hobby-P

Erwin Wolfram
21
7.12.2011, 00:10
...

LOL zuhause ist es so und im heim ist es noch viel schlimmer, aber darf man es schreiben? und wieso nicht? har har har

grauekatze
15
6.12.2011, 21:10
ich persönlich bekomm ja jedesmal einen grant

wenn jemand seufzend erklärt,dass er wie der gute gute arno geiger seinen alten könig im exil gepflegt hat und sich so ur berreichert hat...
das ist NICHT pflege! das sind monatliche besuche mit viel raum zum atmen für die angehörigen.
pflegebedürftige angehörige bedeuten ein karusell an emotionalen pokerpartien, überforderung und meistens verzweiflung auf beiden seiten.

Jehane
00
7.12.2011, 12:22

Wie um alles in der Welt kann man sich durch die Pflege eines Angehörigen bereichern - also materiell? Es geht doch irrsinnig viel Geld für die Pflege drauf, wurscht ob man das jetzt daheim macht oder den Angehörigen im Heim pflegen lässt.

anders and
 
19
6.12.2011, 16:20
bei der Pflege von Angehörigen kommt viel zurück

was der Gepflegte der Pflegenden ein Leben lang geboten hat: Liebe und Verantwortung genauso wie Verachtung und Gewalt.

Nach meinen bescheidenen Erfahrungen werden Alkoholiker von ihren pflegenden Frauen häufig geschlagen - ich denke nicht, dass sich das so einfach abstellen lässt. Da wird eine kurze Schulung oder ein wenig Unterstützung von außen wenig ausrichten.

theWatcher14
00
6.12.2011, 16:43
anders

Also ist die Welt doch gerecht?

anders and
 
12
6.12.2011, 16:55

Ich bin nicht die richtige Instanz um zu beurteilen ob die Welt gerecht ist.

Ich beobachte nur, dass man häufig das zurückbekommt was man selber austeilt, bezweifle aber, dass sich das wirklich die Waage hält.

ermelinde
 
13
6.12.2011, 14:21
Respekt vor dem Alter

"Mund weit aufmachen! Ahh!",sollte man meinen, dass eine Mutter zu seinem Kind sagt, das gerade Sitzen erlernt hat.
Diese Situation kann im vorang. Kreisenalter für bedürftigte Pat. mit Pfleger/in wieder zurückkehren.
Mag sein, dass viele Pat. in ihrem Handeln eingeschrenkt sind, wie ein hilfsbedürftiges Kind, dennoch haben diese Personen schon ihr Stück Geschichte geschrieben, oft erfolgreich eine Familie aufgebaut, vielleicht hatten sie sogar einen Job den man selber nie erstreben kann.. und dann kommt ihnen ein Pflegepersonal ins Haus, das sie wie Zurückgebliebene behandelt.. Auch wenn der Pat. von Außen nicht aufnahmefähig, abwesend oder ähnlich wirkt kennen wir sein Inneres nicht.. Er ist trotzdem mit Recht ein erwachsener Mensch!

the only dexter
 
02
6.12.2011, 16:42
absolut richtig...

jedoch ist laut mehreren Pflegewissenschaftlern der alterungsprozess, insbesondere bei demenz Erkrankten mit einer Regression in das Kindesalter zu vergleichen....daher ist es sehr individuell zu sehen. Grundsätzlich sind jene alten Menschen natürlich Erwachsene und mit Respekt zu behandeln, man behandelt sie jedoch oft mit Methoden die der behandlung mit Kindern gleicht um einen Zugang zu Ihnen zu erhalten....es ist hier oft sehr schwierig die Grenzen der Moral und Ethik zu sehen...

isai
01
18.2.2012, 17:53
Kinder befinden sich im Gegensatz zu alternden dementen Menschen ...

... im Wachstum, in der Entwicklung --> es geht vor/aufwärts,
wogegen alte Menschen wieder abbauen und es eher "abwärts" geht.
Kindern begegnet man üblicherweise mit sehr viel Liebe Geduld und Freude - wäre ideal, wenn alte, pflegebedüftige Menschen ebenso behandelt werden.
Leider funktioniert es nicht immer so.

anders and
 
31
6.12.2011, 17:06
wie behandeln Sie eigentlich Kinder?

Ohne Respekt und im Glauben das seien Wesen ohne Charakter, ohne Fähigkeit andere zu verstehen und ohne eigenen Willen?

the only dexter
 
02
6.12.2011, 20:57
das habe ich doch gar nicht gesagt....

aber vielleicht lesen sie sich mein Kommentar nochmal genauer durch bevor sie persönlich werden...

anders and
 
12
6.12.2011, 22:08

"Grundsätzlich sind jene alten Menschen natürlich Erwachsene und mit Respekt zu behandeln, man behandelt sie jedoch oft mit Methoden die der behandlung mit Kindern gleicht"

Erwachsene - Respekt
Kinder - kein Respekt

Sie wollen Sich Ihre eigene Hltung nicht eingestehen.

Wobei meine Kritik nicht persönlich gemeint ist; die meisten Menschen sehen das so.

the only dexter
 
00
7.12.2011, 18:36

Zugegeben, vielleicht ein wenig unglücklich formuliert aber die Kernaussage ist doch, dass Kinder anders behandelt werden als Erwachsene (auf Grund ihrer kognitiven und emotionalen Fähigkeiten bzw. Stabilität). Wenn sie einen nicht Demenzerkrankten streicheln, besonders liebevoll zureden etc. wird er sich allemal ein wenig befremdet fühlen. Nicht so bei einem Demenz Kranken. In vielen Fällen kommt es hier zu eben solchen Methoden,welche meines Erachtens nach, wenn sie richtig angewandt werden, nicht respektlos sind. Jedoch schafft man es so sehr oft einem alten Menschen, dass Gefühl von Sicherheit zu geben...wenn es sie selbt interessiert, dann lesen sie sich mal durch, was beispielsweise die Pflegewissenschaftlerin Naomi Feil hierzu meint

helm.helm
03
6.12.2011, 22:47
trugschluss.

ihre gleichungen basieren auf einer falschen grundannahme und führen daher zu einem falschen ergebnis. richtig lauten sie:

erwachsene erwachsenengemäß = respekt
kind kindergemäß = respekt
erwachsene wie kind = inadäquat und daher respektlos.

wollen sie, dass jemand mit ihnen redet, wie mit einem dreijährigen? eben. und dennoch ist genau diese sprache gegenüber einem dreijährigen absolut angemessen und respektvoll. ist doch nicht so schwierig, oder?

anders and
 
20
6.12.2011, 22:52
es geht um demente Menschen -

wenn Sie die etwas konkretes fragen, etwas "wo wohnt Ihre Tochter" dann ist das respektlos.

Ich empfinde nicht, dass Dreijährige respektvoll behandelt werden, Kinder werden in unserer Gesellschaft nicht ernst genommen und ihre Fähigkeiten werden unterschätzt.

helm.helm
04
6.12.2011, 23:08
entschuldigung, aber sie projezieren...

ihre persönliche weltsicht ("die gesellschaft" behandelt dreijährige respektlos) in etwas hinein, wo es nicht hingehört.

meiner erfahrung nach sind die zeiten, in denen kinder pauschal als dumme tschapperln behandelt wurden, längst vorbei. derzeit kämpfen wir eher damit, dass das pendel gerade ins andere extrem ausschlägt. sie sehen, so unterschiedlich kann man diese dinge sehen...

anders and
 
20
7.12.2011, 09:21

Können Sie mir erklären wodurch sich die respektvolle Behandlung eines dementen Achtzigjährigen von der respektvollen Behandlung eines Dreijähhrigen unterscheidet?
Ich kann da keinen Unterschied formulieren.

Dass in einer Welt, die alles kindgerecht gestalten will, die Fähigkeit der Kinder sich in der Erwachsenenwelt zurecht zu finden besonders hoch eingeschätzt halte ich für ausgeschlossen. Ich weiß nicht, wie Sie zu Ihrer Einschätzung (die selbstverständlich objektiv und angemessen ist) kommen.

Igor Gassner
85
6.12.2011, 13:24
Das ist einArtkel die den großen

Fischzug der Pflegedienste Vorbereiten soll. Man will abcashen. Wenn immer etwas vorberreitet werden soll wo das große geld winkt erscheinen bald entsprechende Studien udn Artikeln.

ich habe bei meiner Mutter gesehen was die Pflegedienste leisten " nichts" mit ein wenig Katzenwäsche und abkassieren.

das heißt manwird an der hauptsächlichen Betreuung durch verwandte nicht herum kommen. Selbsthilfegruppen unterschiedlich Alter wäre vieleicht auch eine gute Idee.

die rote baronin
04
7.12.2011, 13:37
Ja, ja - die Verwandten.

Grade Männer reden da sehr leicht, da sie meist annehmen dürfen, dass sie Angehörige nie (alleine) pflegen müssen. Von den pflegenden Frauen wird dann angenommen, dass sie das schon schaffen ... liegt wohl in der Natur der Frau oder so. Viele pflegende Frauen zerbrechen aber nahezu daran.
Menschen die dies beruflich ausüben haben Urlaub, Feierabend, geregelte Arbeitszeiten, geregelte Bezahlung, Kündigungsrecht, eine angemessene Ausbildung, usw. Pflegende Angehörige haben all das grundsätzlich nicht. Ich kann nur jeden empfehlen, der in eine solche Situation kommt, sich Hilfe zu suchen (da gibt es ja unterschiedliche Modelle).

helm.helm
07
6.12.2011, 22:51

...jederzeit den pflegedienst zu wechseln, wenn sie damit nicht zufrieden sind. es gibt genügend anbieter. ich habe selbst als heimhelfer gearbeitet, und finde diese pauschalisierungen daher nur ärgerlich. und auch meine mutter hätte es ohne kompetente mobile dienste unmöglich geschafft, meinen vater bis zuletzt daheim zu pflegen.

helm.helm
00
6.12.2011, 22:48
es steht ihnen frei...

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