Steirische FPÖ

Tumult um blauen Expolitiker

5. Dezember 2011, 18:17
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    foto: dapd/zak

    Hat Probleme mit Rechtsextremen in der Landespartei: FP-Chef Kurzmann.

Zu rechts für die steirische FPÖ, aber ein Job im Büro des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf im Parlament

Graz - "Ich wollte einmal klar machen, dass wir uns keine Skinheads in die Partei holen", sagt der steirische FPÖ-Chef, Gerhard Kurzmann, dem Standard, "wir haben uns von diesen Leuten immer distanziert".

Deshalb sei er am Wochenende persönlich zum außerordentlichen Bezirksparteitag nach Tauplitz (Bezirk Liezen) gefahren. Der dortige Exbezirksobmann André Taschner habe "uns fünf Leute zur Aufnahme in die Partei vorgeschlagen, die durch eindeutige Symbole aufgefallen sind", empört sich Kurzmann. Dem Standard liegen Fotos eines der fünf vor: Er hat das Logo des Neonazi-Vereins "Blood and Honour" ("Honor" allerdings ohne u) tätowiert.

Dem 23-jährigen Taschner, der zwei Jahre Bezirksobmann in Liezen war, wurden diese Freundschaften und der Umstand, dass er eine Parallel-Organisation zum Ring Freiheitlicher Jugend in Liezen gründete, zum Verhängnis. Im Vereinsbüro kam es auch zu Hakenkreuzschmierereien. Am 7. November sprach ihm die Landes-FP ein einjähriges Funktionsverbot aus. Als Taschner trotzdem beim Parteitag, an dem sein Nachfolger, René Wilding - mit nur 60 Prozent der Stimmen - gewählt wurde, mit jungen Parteifreunden auftauchte, und reden wollte, kam es zu Tumulten. Kurzmann schloss ihn an Ort und Stelle aus der Partei aus. "Es gibt ein Notverordnungsrecht bei Gefahr in Verzug", so Kurzmann. Vom Parteistatut her sei es ein Fall wie der Ausschluss Werner Königshofers, der im Sommer von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ausgeschlossen wurde.

Taschner, der keine Stellungnahme abgeben will, gilt als Strache-Fan und hat noch einen Job: Als Referent im Büro von Martin Graf (FPÖ), wie das Büro Graf bestätigt. Warum er nicht für die Steirer-FP, aber für den Dritten Nationalratspräsidenten arbeiten darf? "Mit den Vorgängen hier hat der Präsident nichts zu tun", beeilt sich Kurzmann zu betonen. Die steirische FP-Nationalratsabgeordnete Susanne Winter versteht die Aufregung, wie schon bei Königshofer, nicht: "Mir ist André Taschner nie negativ aufgefallen." (Colette M. Schmidt, DER STANDARD, Printausgabe, 6.12.2011)

Kommentar posten
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Lord Lurch
12
9.12.2011, 12:01
André und René???

Was sollen diese undeutschen Namen des franzmännischen Erbfeindes!??!! Sofort umbenennen auf Arne und Rainer oder so!

Christian Eder
01
9.12.2011, 07:28
Komisch:

Die Nazis finden offenbar nur in der FPÖ Unterschlupf. Wieso das? Kann uns das vielleicht der "Kluge" erklären, Schopenhauer- Experte, der er ist? "Nur eines will ich noch- das Ende", sagt Wotan. Wagner war bekanntlich auch von Schopenhauer inspiriert. Aber das ist natürlich ein anderes Kapitel.

Joerg Haider
10
8.12.2011, 12:07
und hier

noch ein paar infos mehr zu den blaunen: http://rfjwatch.wordpress.com/

freiraumXi
00
8.12.2011, 01:16
("Honor" allerdings ohne u)

ohne worte

grosser cooler Bär
16
7.12.2011, 12:18
Nationalist

Arthur Schopenhauer
"Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen."

Der Kluge
22
7.12.2011, 16:01

Der nächste Linke, der nicht kapiert, um was es in diesem Zitat eigentlich geht und wer mit dem Pöbel gemeint ist.

Dass Schopenhauer natürlich ein reaktionärer Monarchist und Gegner der nationalen/demokratischen/republikanischen Arbeiteraufstände, der das gemeine Volk verachtete, war, das sollte man schon wissen. Aber wir beschäftigen uns nicht mit der Intention und Kontext, sondern kopieren einfach die typischen 0815 Zitate rein, gelt?

Harry Y.
 
00
9.12.2011, 09:39

Ach wissen Sie, wenn manche es aussprechen, dass sie die Gemeinheit eines Volkes verachten, so sollten sie dafür direkt geehrt werden. Denn wer traut sich noch heutzutag' darüber? Warum sollte ich die Gemeinheit eines Volkes (in seiner Gesamtheit; meine Verachtung ist nie persönlich gemeint) nicht verachten? Witzig wird's aber, wenn der Kurzmann so anfängt. Die ehrenhaften Herren Akademiker, pipifein, charmant, in der Sprache elegant, Kavaliere alter Schule, die schon allein durch die Erlangung des Titels Akademiker alles Unehrenhafte für alle Zeiten von sich gewiesen, erstehen nun empört gegen pöbelhafte einschlägig Tätowierte und schließen diese aus, quasi mit der Aufforderung: "Beflecken Sie gefälligst meine braune Weste nicht!"

Harry Y.
 
00
9.12.2011, 09:49

.......Neonazis all, die (Achtung: streng geheim!) einander nötig brauchen, zur gegenseitigen Anfeuerung, Unterstützung und Orientierung, zur Umbildung der Völksgemeinschaft zur Völksfront, und um sich dem potentiellen Wähler gegenüber deutlich von der ÖVP,der BZÖ und der SPÖ zu unterscheiden.

grosser cooler Bär
01
7.12.2011, 17:04
Logo?

Wenn das Zitat anders zu verstehen ist UND Sie es als typisch abstempeln, dann mein lieber Freund sind sie doch nicht so klug wie Sie selbst meinen. Sie widersprechen sich. Und ich bin weder Links noch Rechts. Ich bin Mensch.

Der Kluge
00
7.12.2011, 17:54

So geht das Zitat weiter:

Daher wird man z. B. unter fünfzig Engländern kaum mehr als Einen finden, welcher miteinstimmt,
wenn man von der stupiden und degradirenden
Bigotterie seiner Nation mit gebührender Verachtung
spricht: der Eine aber pflegt ein Mann von Kopf zu sein.
—Die Deutschen sind frei von Nationalstolz und legen
hiedurch einen Beweis der ihnen nachgerühmten Ehrlichkeit ab; vom Gegentheil aber Die unter ihnen, welche einen solchen vorgeben und lächerlicher Weise affektiren; wie Dies zumeist die "deutschen Brüder" und Demokraten
thun, die dem Volke schmeicheln, um es zu verführen.

grosser cooler Bär
00
14.12.2011, 09:23
thun ?

lol, sie sind mir aber ein echter Germane :) Lächerlich einfach.

Harry Y.
 
00
9.12.2011, 09:04
Und?

Schwarz-Blaun ist die Haselnuss....
00
7.12.2011, 08:22
Keine Skinhead

Geh mach dich nicht lächerlich!
hahahahhahahahaha

Und die NeoNazis wählen dann wen?

flohimpelz
16
6.12.2011, 15:38
Der Graf und sein Personal

welche Leute wir im und um das Parlament durchfüttern. In den 60iger Jahren haben sie bei uns solche Figuren noch aus dem Wirtshaus geprügelt, wenn sie ihre Pappen nicht halten konnten.

Schwarz-Blaun ist die Haselnuss....
00
7.12.2011, 08:23
Das kostet und der kleine muss sparen!

V995
16
6.12.2011, 14:44
wo bleibt eigentlich heute der protest der fpö

der Nikolaus kommt ursprünglich aus der türkei

Vayav indrasca
00
6.12.2011, 20:21

ja, aber das war damals nicht "die Türkei", die Türken eroberten erst 1453 Istanbul

omar
00
9.12.2011, 04:53
1453

da war aber kleinasien fast schon seit 100 jahren osmanisch!

Than gorodrim
44
6.12.2011, 16:33
Geschichte

Eine gaaanz bescheidene Frage ... Sie wissen schon, wann Nikolaus von Myra gelebt hat? Nein? Im 2. und 3. nachchristlichen Jahrhundert. Seine Lebenszeit fiel in die Zeit der römischen Herrschaft in Kleinasien. Und ob Sie das glauben oder nicht, damals waren dort noch keine Türken. Erst 1453 gelang es den Türken, Konstantinopel - das antike Byzanz - einzunehmen.
Somit kommt der Nikolaus ursprünglich - natürlich nicht - aus der Türkei.

wildkater
00
7.12.2011, 16:34
Trotzdem Ausländer, der Nikolaus ;)

Auch wenn die Effen sowas nicht gerne hören...

Than gorodrim
00
8.12.2011, 22:12
Ausländer

Naja, die FPÖ sieht das differenziert ... manche Ausländer mögen die durchaus, und damit meine ich nicht nur Deutsche.

yotix
 
12
6.12.2011, 17:06

Die braunen Kampfposter behaupten doch ständig, dass die Türkei geographisch Asien sei, deshalb völlig fremdartig und unpackbar.

... dass dann Nikolaus "Asiate" wäre, Alexander der Große ebenso "Asiat" gewesen wäre oder die Demokratie in Asien erfunden, ist denen wurscht, die holen sich dann lieber auf das Märchen von den ethnisch reinen Germanenvölker einen runter :-(

omar
01
9.12.2011, 04:54
mazedonien

liegt aber nicht in asien

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