Aufsichtsratssitze

Gefährlicher Flirt zwischen ÖIAG und Pecik

5. Dezember 2011, 21:07

Kooperation der Staatsholding mit Telekom-Aktionär könnte Pflichtangebot auslösen

Wien - Kaum hat die teilstaatliche Telekom Austria (TA) einen neuen Großaktionär, wird um Aufsichtsratssitze gefeilscht. Das ist für den bestimmenden TA-Aktionär ÖIAG unter Alleinvorstand Markus Beyrer gefährlich. Denn kommt die Staatsholding Neo-Aktionär Ronny Pecik (15,1 Prozent) zu sehr entgegen, könnte sie ein Übernahmeangebot auslösen.

Rechnerisch haben ÖIAG (28,42 Prozent) und Peciks Marathon Beteiligungs GmbH zusammen mehr als 40 Prozent und überschreiten die für ein Pflichtangebot relevante Schwelle von 30 Prozent. Um nicht den Eindruck eines Syndikats zu erwecken und eine Angebotspflicht auszulösen, gehen Rechtsexperten davon aus, dass die ÖIAG Pecik maximal einen Aufsichtsratssitz bieten kann. Dass sie eines ihrer acht Mandate abgibt, gilt in Regierungskreisen als unwahrscheinlich. Laut Corporate Governance ist eine Aufstockung auf zehn Kapitalvertreter möglich.

Als Kandidat gilt Boris Nemsic. Der Ex-TA-General unterhält seit dem gescheiterten Verkauf der TA an die ägyptische Orascom guten Draht zu deren Ex-Eigner Naguib Sawiris, der bei Pecik an Bord ist. Nemsic wollte sich dazu nicht äußern. Mit mehr als zehn Prozent kann Pecik die für Aufsichtsratsberufungen nötige Hauptversammlung erzwingen.

Der TA-Betriebsrat warnt vor Ausverkauf und der von Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) ventilierten Totalprivatisierung. "Fekter soll nicht von Privatisierungen träumen, sondern sicherstellen, dass die Telekom über die ÖIAG vernünftig geführt wird", so TA-Holding-Betriebsrat Alexander Sollak. Die ÖIAG sagt, sie habe keinen Verkaufsauftrag. (ung, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6.12.2011)

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1 2
Benno Berghammer1
00
6.12.2011, 13:16
Nun wird die Telekom zerlegt... Endlich - Teil 4

Wer gesehen hat wie die ÖIAG bei der Telekom ihre Eigentümerrolle wahrgenommen hat, kommt aus dem Schaudern nicht mehr heraus.

Michaelis (extrem arrogant, abhoben und ahnunglos),
Beyrer (netter aber völlig deplatzierter Ziehsohn von IV-Präsident Sorger),
diverse ÖVP-Finanzminister, die da zugeschaut haben,
eine Gewerkschaft und ein Betriebsrat, die sich wie immer strategisch ungeschickt verhält,
eine SPÖ, die vor lauter dogmatischen Festlegung sich nicht dazu bewegen lässt Unternehmen professionell zu führen und zu beaufsichtigen (Stichwort: ÖBB und die völlig überforderte Bures),

Wer profitiert davon wirklich:
Peczik und einige derzeit nicht genannte Ko-Investoren,
Nemsic kann sein verletztes Ego wieder aufpolieren,
der Rest verliert.

Benno Berghammer1
00
6.12.2011, 13:11
Nun wird die Telekom zerlegt... Endlich - Teil 3

Danach wird die SPÖ kleinlaut mit der ÖVP verhandeln, dass man was tun muss.

Rauskommen wird entweder folgendes:

Der Beamtenstatus der Angestellten wird wegverhandelt, natürlich gegen massiven Protest. So was macht die Gewerkschaft nie und nimmer.

oder

das Unternehmen wird an die Investorengruppe verkauft, die hinter Peczik an der Telekom interessiert sind. Falls das passiert wird die Telekom so zerlegt, dass nur mehr ein verschwindend geringer Teil der "Beamteten Telekom-Belegschaft"
übrig bleibt und damit ist aufgrund der Personalkostenstrukturen und der viel zu geringen Produktivität "Zitat Nemsic" der Wert des Unternehmens sowie so massiv gestiegen.

Qui bono?
Peczik und Investoren, Nemsic (über Optionen oder Prämien)
Investoren

Benno Berghammer1
00
6.12.2011, 12:46
Nun wird die Telekom zerlegt... Endlich - Teil 2

Danach kommen ÖIAG und Peczik darauf, dass da einiges schief läuft, der alte Vorstand wird von Peczik, Nemsic und Co quasi entmachtet. Um die Profitabilität der Telekom zu steigern wird die Politik dazu gebracht den Beamtenstatus per Gesetz zu ändern, ansonsten behauptet Peczik er hätte mit der ÖIAG eine Abmachung was ein verpflichtendes Angebot der Hauptaktionäre an die Streubesitzaktionäre auslösen würde. Da sich die ÖIAG und die Republik kaum dies antun würden, erklärten sie doch mal als Inseratekanzler Faymann
der SPÖ-Basis und den Funktionären, wieso sie jetzt viel Geld in die Hand nehmen müssen um so die Telekom vor ausländischen Zugriff zu schützen, wenn allen Leuten noch die Korruptionsaffären in den Knochen sitzen.

Benno Berghammer1
00
6.12.2011, 12:42
Nun wird die Telekom zerlegt... Endlich - Teil 1

Jetzt bekommt die Telekom bzw. der Mehrheitseigentümer der ÖIAG die Quittung für das jahrelange Missmanagement durch den Aufsichtsrat und den zum Teil korrupten Exvorstand.

Peczik hat mittlerweile 10 % und kann einen Aufsichtsrat fordern. Ist klar, dass dafür nur Boris Nemsic in Frage kommt, der der kennt die Telekom besser als der derzeitige Vorstand.

Nachdem die Telekom für ein Unternehmen der Telekombranche aus strategischer Sicht deutlich unterbewertet ist, kann da ein geschickter Investor jede Menge Kohle relativ locker machen.

Ich wette Peczik und Nemsic gehen in den Aufsichtsrat. Die ÖIAG bei dem Ex-Kammer- und Ex-IV-Funktionär Beyrer geht in die Knie und bestellt kurz danach Nemsic zum CEO. Fortsetzung folgt...

onlooker
00
6.12.2011, 13:46
beyrer ist ein teil dieses komplottes,

so wie es michaelis war, denn bei einigen firmen hätte der michaelis nein sagen müssen, zb, buwog hier wurde um eine milliarde zu billig verkauft,

Andreas W
05
6.12.2011, 09:56
Die Geister, die ich rief, werd ich nun nicht mehr los!

Wer jeden Reichen, ohne Rücksicht darauf, woher sein Vermögen stammt, in den Ar... kriecht, braucht sich nicht wundern, wenn ein Skandal den nächsten jagt.

Aber was soll's, die Menschheit hat's bisher noch nie geschafft, ein System zu erlangen, das stabil überdauert, weil es die Menschen einigermaßen gerecht behandelt, von Chancengleichheit ganz zu schweigen.

chrimu1
22
6.12.2011, 09:51
Wär vermutlich kein Fehler

wenn man das Firmengeflecht des Herrn Pecnik mal überprüfen würde.

Ich kann mir allerdings nicht wirklich vorstellen, dass Herr Nemsic sich derart peinlich benehmen und einen Aufsichtsratssitz annehmen würde. Das ist ja derart würdelos - da könnt er genauso gut nackt durch die Innenstadt laufen und schreien "ich bin der König der Welt". Andererseits, die heutigen Manager scheinen nicht besonders viel Selbstachtung zu haben.

V995
00
6.12.2011, 11:34
bei den freunden in der politik

muss er sich nicht fürchten

Andreas W
06
6.12.2011, 09:49
Solange die Allgemeinheit den Reichen alles durchgehen lässt

in der Hoffnung auch a bisserl was von deren Verbrechergeldern abzubekommen, wird ein Skandal den nächsten jagen.

Aber Rechtsschutz (va. für (Ex-)Politiker) und Verbrecherförderprogramme sorgen schon dafür, dass nur noch das Rücksichtsloseste und Niederträchtigste, das die Welt zu bieten hat, alles nachgeschoben wird und alle ehrlichen Menschen nur noch auf der Strecke bleiben.

Mehr Schaden als seine charakterlichen Brüder und Schwestern wird Pecik eh auch nicht anrichten.

ALLE MACHT DEM KAPITAL - NIEDER MIT DEN MENSCHEN!!!

miles a head
10
6.12.2011, 09:41
Zum Speiben

onlooker
11
6.12.2011, 09:36
sollten sich die dinge in die falsche richtung gehen,

müsste die spö neuwahlen einfordern, denn was hier passiert ist ja ungeheuerlich, unter der nase der spö wird ein weiteres stück österreich verkauft, die rolle des öiag chefs ist immer eine sehr dubiose gewesen, gerade die privatisierungen unter dem arroganten michaelis, sollten überprüft werden, und jetzt ist eine mann am ruder der kein interesse an österreichs zukunfthat, sondern alle melkkühe werden der jagdgesellschaft zu geschoben, unsere identität wird an das grosskapital verschleudert, aber leute wie pecik interessiert Ö. nicht, solange er mehr an macht und einfluss gewinnt, menschlichkeit ist diesen leuten unbekannt

lästermaul
16
6.12.2011, 00:35
mögliche schlagzeile im nächsten jahr:

korruptionsskandal aufgedeckt!

lästermaul
07
6.12.2011, 00:39
Als Kandidat gilt Boris Nemsic.....und warum wäre zu fragen?

weil in der telekom zeit von Boris Nemsic einiges ungereimtes passiert ist, was hoffentlich bereits den staatsanwalt beschäftigt.
und dann holt man ihn zurück! wollen ihn die russen nimmer?

miles a head
01
6.12.2011, 09:42
Die Russen

Haben ihn schon vor einiger zeit gefeuert

pardon!
01
6.12.2011, 00:15
pecik

tja, eine regierung in agonie verdient nichts besseres. nur sind regierungen und deren repräsentanten im gegensatz zum volk nicht lernfähig, sie haben ein ablaufdatum. ob schuldenbremse oder telekom, asylpolitik oder was auch immer - wenn es eines beweises bedurft hätte, dass dieses land von ahnungslosen geführt wird, jetzt ist er erbracht. die telekom einem raider mit mehrfacher konkurserfahrung kampflos zu überlassen, ist ein armutszeugnis ohne beispiel.

Daniel Dillinger
 
00
6.12.2011, 08:25

Und weil das Volk so lernfähig ist, wählt es das Selbe Pack immer wieder und wieder.
Haben Sie noch andere Märchen zu erzählen?

pardon!
00
6.12.2011, 12:29

darauf würde zumindest ich keine wetten mehr abschließen. wobei mir bei den sich bietenden alternativen leider auch schlecht wird.

falconeye
00
5.12.2011, 23:42
Mir fallen da so einige ein, die Interesse an den Telekommunikationsschaltknoten haben

über die der Traffic Dutzender internationaler Organisationen und diplomatischer Drehscheiben läuft. Schaut nach einem weiteren Abverkaufsschnäppchen für "internationale Investoren und Anleger" aus, angesichts des aktuellen Preises. Der ist ja Dank Telekomaffaire und einiger weiterer "ungünstiger Rahmenbedingungen" ziemlich im Keller.

RAGE
00
6.12.2011, 09:07

der kurs ist auch deswegen im keller, weil sich die politik (allen voran die finanzminister) in den letzten jahren so aufgeführt haben als wären sie der
alleineigentümer der telekom austria.

im vergleich zu den 1,4 mrd. euro die drei für orange
zahlen will ist die telekom schon fast geschenkt. gerade mit den internationalen kunden paßt die
telekom austria doch recht gut zu drei. mfg

Max Kahlenberg
02
5.12.2011, 23:28
Österreich trennt sich seit "längerer Zeit" (ab 2001) gerade von allem. Irgendwann von sich selbst !!!!!

Reich sein muss sich lohnen!
318
5.12.2011, 20:19
Natürlich sollte man die TA jetzt privatisieren

wo doch die Kurse grad so hoch sind.

Und außerdem hat man als TA-Aktionär ja bloß eine Dividenden-Rendite von >7%.

Da macht es natürlich Sinn, sich von den TA-Aktien zu trennen um damit Staatsschulden zu bezahlen für die man ~3.5% Zinsen bezahlt.

Die ÖVP, allen voran unsere Finanzministerin Fekter, haben eben noch Wirtschaftskompetenz...

exilkaerntner
61
5.12.2011, 21:03
na jo! hoch ist wohl relativ!

TKA AV <Equity> 20 euro im jahre 2007
heute grad mal 8.7

Ja, dürfen's denn das ?
23
5.12.2011, 21:13
Sie haben die Ironie ...

... nicht ganz bemerkt, oder ?

exilkaerntner
70
5.12.2011, 21:27
ironie??

eher ein verunfallter versuch intelligent zu wirken!
aber einer ging ihm schon mal augenscheinlich auf den leim!

exilkaerntner
00
6.12.2011, 16:39
korrektur:

bis dato 7 (sprich Sieben) ;)

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