Microsoft will bei Cloud Computing europäische Datenschutz-Vorgaben umsetzen

5. Dezember 2011, 17:48
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Musterverträge für Internet-Dienst Office 365 präsentiert

Microsoft will künftig bei seinem Angebot zum Cloud Computing die Anforderungen von Datenschützern in Deutschland und Europa in den Vertragsbestimmungen berücksichtigen. Der weltgrößte Softwarekonzern präsentierte am Montag in München Musterverträge für den Internet-Dienst Office 365, mit denen die Anwender ihrer rechtlichen Verpflichtung zum Datenschutz einfacher nachkommen könnten. "Microsoft übernimmt damit eine Vorreiterrolle beim Thema Datensicherheit und stellt sich einmal mehr seiner Verantwortung als Anbieter Cloud-basierter Lösungen", sagte Ralph Haupter, Geschäftsführer von Microsoft Deutschland.

Auslagerung

Die Auslagerung von Dienstleistungen zur Datenverarbeitung wie E-Mail, Datenspeicher oder Rechenkapazität in eine Rechnerwolke war bisher von den Datenschutz-Beauftragten in Deutschland kritisch beäugt worden. Sie befürchten, dass die Anwender von Cloud Computing nicht mehr in der Lage sind, die Verantwortung für die eigene Datenverarbeitung zu übernehmen.

Microsoft erklärte nun, man habe das Papier "Orientierungshilfe - Cloud Computing" eines Arbeitskreises der Datenschutzbeauftragten in Deutschland zum Maßstab genommen und in konkrete Vertragsbestimmungen für Office 365 umgesetzt. In den Musterverträgen seien auch die EU-Standardvertragsklauseln enthalten, die von der Europäischen Kommission vorgegeben worden seien.

"Safe Harbor"

Microsoft konkurriert beim Cloud Computing mit Anbietern wie Google und Amazon. Die Dominanz von US-Anbietern in diesem Segment führte in den vergangenen Jahren dazu, dass ein Großteil der Infrastruktur der Rechnerwolke im Internet in den USA aufgebaut wurde. Dies wirft in Europa allerdings rechtliche Probleme auf. Die führenden US-Anbieter beriefen sich bisher bei der Verarbeitung der Daten in den USA auf die Datenschutzvereinbarung "Safe Harbor" (Sicherer Hafen) zwischen der EU und den USA. Sie ermöglicht unter gewissen Rahmenbedingungen europäischen Unternehmen und Organisationen, legal personenbezogene Daten in die Vereinigten Staaten zu übermitteln und dort verarbeiten zu lassen. (APA)

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10 Postings
Microsoft übernimmt damit eine Vorreiterrolle beim Thema Datensicherheit

So wie die letzten 20 Jahre ?

Ich glaube der Typ haut sich schon in der Früh einen hinein, was für ein Schwachsinn.

Kann mir nichts schöneres vorstellen als meine Gesundheitsakte in der MS Cloud. Da kann ich diese ja gleich in Wien auf eine Plakat Wand kleben.

Vielleicht ein bisschen übertrieben, aber geldgierige Konzerne und Vertrauen passen nicht zusammen.

Microsoft will bei Cloud Computing europäische Datenschutz-Vorgaben umsetzen

zweifelt jemand daran?

Geht gar nicht ..

Patriot Act..

Das würde ich aber von Apple

mit ihrem iCloud Zeugs auch erwarten!!

Kein Patriot Act?

Dachte die müssen den umsetzen?

na immerhin

microsoft wird einfach nichts anderes übrig bleiben

ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, dass ein unternehmen daten in die wolke pumpt wenn sie weiß das diese daten jederzeit von den amerikanern angesehen werden können.

hier die beste lösung. bevor die daten in die cloud wandern sollten diese auf dem eigenem rechner verschlüsselt werden damit keiner was mit den daten anfangen kann. kann ja nicht so schwer sein oder?

eh nicht schwer

funktioniert aber nur für dumme datenstores a la icloud oder backup-lösungen, nicht für intelligente cloud-anwendungen. daten, die man nicht lesen kann, kann man auch nicht verarbeiten.

Papier fürs WC

Schöne Theorie, Papier ist geduldig. Wie in anderen Berichten erwähnt hat die EU mit den USA ebenfalls "Vereinbarungen" zur Weitergabe von Flugpassagierdaten. Nur kontrollieren was die USA damit macht kann (oder will) niemand. Und das soll bei Microsoft und US-Behörden anders sein? Den US-Behörden wird der Zettel von Microsoft sprichwörtlich am WC helfen Geschäfte zu verrichten.
Für MS gäbe es eine Lösung. Sollen sie ihre Firmenzentrale von Redmond nach Europa verlagern um kein US-Unternehmen mehr zu sein, dann können sich sie das Cloud-Papier sogar sparen = "Green company with paper in the cloud".

dann bleiben halt angebote wie office 360 von A1, das kostet halt deutlich mehr. muss jeder selber wissen was ihm das restrisiko wert ist.

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