18 Stunden Verspätung - Geldstrafe und Flugverbot auf Flügen der Air Canada
Für einen Ausfall der ungewöhnlichen Art haben vergangene Woche zwei Mitarbeiter des Blackberry-Herstellers Research In Motion gesorgt. Wegen der beiden Männer musste ein Flugzeug der Air Canada am Weg von Toronto nach Peking einen ungeplanten Zwischenstopp in Vancouver einlegen. Grund: sie sollen sich nach übermäßigem Alkoholgenuss nicht mehr an die Bordregeln gehalten und in Streit mit der Crew geraten sein, berichtet der Toronto Star.
Umkehr
Die Boeing 777 mit 317 Passagieren an Bord habe sich bereits nördlich von Alaska befunden, als die Piloten die Entscheidung zur Umkehr getroffen haben. Die beiden Männer hätten von der Crew gebändigt werden müssen und seien in Vancouver der Polizei übergeben worden.
18 Stunden Verspätung
Für die Passagiere sei das besonders unangenehm gewesen, da die Flugzeit des eigentlich 13 Stunden dauernden durch die außerplanmäßige Landung über der aus Gesundheitsgründen zugelassenen Flugzeit gelegen wäre. Da keine Ersatzcrew zur Verfügung stand, hätten die Passagiere die Nacht in Vancouver verbringen müssen - mit 18 Stunden Verspätung
Geldstrafe und Flugverbot
Der Richmond Provincial Court habe die beiden zu einer jeweiligen Geldstrafe von 35.878 Kanadischen (etwa 26.250 Euro) und einem Jahr Bewährung verurteilt. Außerdem sei ihnen verboten worden mit der Airline zu fliegen oder Kontakt zur Crew aufzunehmen. RIM wolle den Vorfall noch näher untersuchen und habe die Mitarbeiter zunächst suspendiert, wie das Unternehmen in einem Statement bekannt gegeben hat. (red)