Im Detail

60 Prozent bekommen Inflation abgegolten

5. Dezember 2011, 13:10
  • Der öffentliche Dienst in Österreich, Daten 2011

Grenze liegt bei Bruttogehalt von 3.000 Euro

Wien - Der am Sonntagabend vereinbarte Gehaltsabschluss für die Beamten bedeutet, dass rund 60 Prozent der Bediensteten die Inflation abgegolten bekommen. Bezieher bis zu einem Bruttogehalt von rund 3.000 Euro erhalten zwischen 3,36 und 2,95 Prozent Lohnerhöhung. Wer mehr verdient muss einen Reallohnverlust hinnehmen, bis zum Sektionschef schmilzt die Erhöhung auf 2,68 Prozent zusammen.

Erreicht wird diese soziale Staffelung dadurch, dass man für alle Einkommen eine Erhöhung von 2,56 Prozent plus 11,10 Euro vereinbart hat. Das bedeutet für die kleinsten Einkommen eben eine Erhöhung um 3,36 Prozent, für die höchsten hingegen nur um 2,68 Prozent, im Schnitt genau die Inflationsrate von 2,95 Prozent. Weil der Abschluss erst im Februar in Kraft tritt, liegt die durchschnittliche Erhöhung über das Jahr gerechnet nur bei 2,7 Prozent.

Beispiel-Rechnungen

Die maximale Steigerung um 3,36 Prozent greift beispielsweise bei einem jungen Portier, dessen Gehalt von 1.388 auf 1.435 angehoben wird. Ein Polizist etwa mit einem bisherigen Gehalt von 2.306 Euro bekommt 3,12 Prozent und damit ab 1. Februar 2.378 Euro. Genau die Inflationsabgeltung von 2,95 Prozent erhält beispielsweise ein Pflichtschullehrer, der nun statt 2.811 künftig 2.894 Euro auf seinem Gehaltszettel vorfindet. Das Gehalt eines Sektionschefs wird um den kleinsten Prozentsatz von 2,68 Prozent von 9.594 auf 9.851 Euro angehoben.

Die Kosten des Abschlusses von durchschnittlich 2,95 Prozent gibt das Beamtenministerium mit 328 Millionen Euro an, die aber in dieser Höhe nicht zum Tragen kommen. Weil die Erhöhung erst mit 1. Februar wirksam wird, reduzieren sich die Kosten um 28 Mio. auf 300 Mio. Euro. Eine weitere Ersparnis von rund 30 Mio. Euro bringt die Streichung der Jubiläumszulage von vier Monatsgehältern für Frühpensionisten nach 35 Dienstjahren. Das Beamtenministerium gibt die Kosten des Abschlusses deshalb mir insgesamt rund 280 Millionen an.

Mit der Streichung der Jubiläumszuwendung nach 35 Jahren wird der sogenannte Golden Handshake für Frühpensionisten abgeschafft. Wer 40 Dienstjahre aufweist, bekommt die vier Monatsgehälter weiterhin, ebenso bleibt das Jubiläumsgeld nach 25 Jahren bestehen. (APA)

Kommentar posten
20 Postings
Gerhard Schwarz6
 
00
5.12.2011, 22:51
Johann Karl
00
5.12.2011, 18:41
Pisa und die GÖD

Man merkt deutlich, dass die GÖD vorwiegend eine Lehrergewerkschaft ist. Auf einen Gehaltsabschluss zwischen 2,68 und 3,36 Prozent zu verweisen, der aber nur 11 Mal ausbezahlt wird und somit bedeutend geringer ist, zeigt deutlich, dass unsere schlechten Pisa-Ergebnisse hausgemacht sind.

Tirol6020
00
5.12.2011, 17:27
Augenauswischerei?

Wieviel behält der Fiskus bitteschön bereits vorab von den 2,x % im Wege von Lohnsteuer und Pesnsionsbeiträgen ein?
Und wieviel bekommt er noch extra von den zusätzlichen Euros, die Länder und Gemeinden ihren Bediensteten mehr zahlen?
By the way: Wieviel sinkt der Zuschussbedarf der Sozialversicherungen infolge höherer Beiträge wegen der 2,x % mehr Gehalt?
Wenn schon, dann bitte beide Seiten der Medaille präsentieren, € 100,- mehr Gehalt sind beim Staat deutlich weniger als € 100,- an Aufwand, beim privaten Arbeitgeber ist es umgekehrt.

Der sich den Wolf tanzt
00
5.12.2011, 16:54
den reallohnverlust von 257€ hätte ich auch gerne ;-)

STiAT
00
5.12.2011, 16:09

Hmh, in der IT Branche habe ich die Inflation noch nie abgeglichen bekommen .. oder schon, mit 1 % ;-).

Michael Haider7778
20
5.12.2011, 13:50
Inflation abgegolten???

Wenn ich die 3,36 % hernehme und davon 40 % Lohnsteuer und Sozialabgaben abziehe, verbleiben netto ca 2,02% Gehaltsaufbesserung. Ist damit wirklich die Inflation abgefangen???

Martin Blechbichl
 
21
5.12.2011, 17:00
ganz ruhig: hier ein beispiel

Brutto: 100 € + 4% = 104 € - 50% abzug: 52€
Netto: nach 50% abzug: 50€ + 4% = 52€
man staune: 52€ = 52€ (gilt auch für andere %).

alles nur unter der voraussetzung, daß keine zusätzliche progression entsteht.

das ist da schöne an % (zumindest für die, die es verstehen).

Taschmahal
00
6.12.2011, 20:26

Bei doppelten Betrag wird die "Steuer" aber ein bischen höher ausfallen =)

heimo0508
10
5.12.2011, 14:51
kleiner denkfehler....

es werden aber auch die bruttogehälter und nicht die nettogehälter erhöht - daher bleibt netto (falls man nicht in andere lohnsteuerstufen gerät) nach abzug aller abgaben exakt die relative erhöhtung. in deinem rechenbeispiel ziehst du die abgaben ja doppelt ab....

Michael Haider7778
00
5.12.2011, 15:13
???

Die Gehaltsaufbesserung ist brutto - also muss ich ja wohl die Steuern usw. abziehen um auf netto zu kommen. Übrigens es gibt keine Lohnsteuerstufen.

fizcaraldo
11
5.12.2011, 14:51

Sie haben jetzt nicht ernsthaft 40% von einem Prozentbetrag abgezogen, oder? Wenn ja dann sollte man Ihnen gar keine Erhöhung geben sondern Sie wieder zurück in die Pflichtschule schicken.

Michael Haider7778
00
5.12.2011, 15:14
????

Gehaltsaufbesserung ist brutto - wie soll ich Ihrer Meinung nach auf netto kommen???

unterwegs in Österreich
13
5.12.2011, 15:49
Auf bmg.gv.at gibt es einen Gehaltsrechner

gebens den alten und den neuen Bruttobezug ein, lassen sie sich den Nettobezug ausrechnen und dann rechnens nach, wieviel Erhöhung der neue Bruttobezug auf Basis des alten ergibt.

Wenns Probleme mit dem Prozentrechnen haben:

NNB (neuer Nettobezug)
ANB (alter Nettobezug)

% Erhöhung ist (NNB-ANB)*100/ANB

Michael Haider7778
30
5.12.2011, 16:15
????

du nix aufpassen - du reden brutto ich aber wollen wissen netto weil brutto komplett uninteressant - nur netto in Hosensack.
Hostas jetzt kapiert oda kaunst ned lesn

Michael Haider7778
20
5.12.2011, 16:27
Zuasotz

Waun de Erhöhung brutto is und i waas, dass i ungefäa viazg Prozent Belostung drauf hob daun kumm i mit meina Rechnung schnölla auf netto wia mit deina kompliziatn Berechnung ausn BMF-net. bist vielleicht a kompliziada Beaumta??

never stop hoping
 
10
5.12.2011, 17:08
an 'unterwegs in Ö':

ihr bemühen ist umsonst, 'michael h.' hat leider ein prozentrechnungsverständnisproblem, das wird so nix :) nicht bös sein lieber michael h, aber unterwegs in Ö hat recht ....

Michael Haider7778
00
5.12.2011, 19:13
soso

neuer netto = 1855,93
alter netto = 1816,44
es sind also 2,17 % netto mehr nach eurer Rechnung
ich bin mit weniger rechnerei aufs fast gleiche Ergebnis gekommen ihr Gscheiterln

und damit basta

nanonaso
00
5.12.2011, 20:14
liab

9zehn73
05
5.12.2011, 13:40
prozentuell weniger

aber wenn man dann sieht, um wie viel so ein sektionschef dann mehr hat als ein portier frag ich mich, wers denn nötiger hätte. die prozentrechnung is echt a hund!

Graf Bobby
02
5.12.2011, 17:05

Die Frage ist: wer ist nötiger (und nicht wer hat's nötiger)?

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