Zürcher Forscher

Risikoanalyse für Leber-Transplantation entwickelt

5. Dezember 2011, 11:50

Daten von mehr als 37.000 Patienten untersucht

Zürich - Forscher des Universitätsspitals Zürich haben ein Punktesystem entwickelt, mit dem sich das Risiko einer Leber-Transplantation einfacher und besser als bisher abschätzen lässt. Die Forscher um Pierre-Alain Clavien fanden sechs Faktoren, die maßgeblich für den Erfolg einer Lebertransplantation sind, teilte das Zürcher Universitätsspital am Montag mit. Wichtig sind zum Beispiel die Schwere der Erkrankung, das Alter von Empfänger und Spender und ob der Empfänger schon frühere Transplantationen hatte.

Risikofaktoren

Das Risiko hängt aber auch davon ab, wie lange das Spenderorgan gekühlt transportiert werden muss - und von der Frage, ob der Empfänger vor der Transplantation lebenserhaltende Maßnahmen benötigte. Die Forscher fanden diese Faktoren bei der Analyse der Daten von mehr als 37.000 Patienten, die in den USA eine Spenderleber erhalten hatten.

Wie die Wissenschafter im Fachmagazin "Annals of Surgery" berichten, entwickelten sie ein einfaches Punktesystem und überprüften dieses bei 233 Patienten am Zürcher Unispital. Es zeigte sich, dass sich die Überlebenschancen eines Empfängers mit der neuen Methode besser abschätzen lassen als bisher. (APA)

Transalpin2
01
5.12.2011, 14:56
wichtige Details ....

Die Zürcher Autoren geben eine Prognose, wie gut eine Leber eines Spenders zu einem Empfänger passt. Das dient (nach Aussage des Artikels) auch dazu, zu entscheiden, WELCHER Empfänger eine Spenderleber denn erhalten soll.
Allerdings haben sie - und das wurde schon bei der Konferenz der Erstvorsellung (Eur.Surg.Ass.) kritisiert ! - die Überlebenszeit lediglich NACH ERFOLGTER Transplantation berechnet. Inwieweit jemand vorher gewartet hat, und seine Chancen dadurch beschädigt wurden, mit einem anderen Organ zu überleben, blieb aussen vor. Die ethischen Implilkationen eines solchen Modells sind mir zu wenig durchdacht.

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