Verhandlungen über zentrales Patent im Herbst 2010 belegt - Ursache für Abbruch unklar
Das Verhältnis zwischen Apple und Samsung kann man wohl getrost als zwiespältig bezeichnen: Während Samsung einen bedeutenden Teil der Komponenten für das iPhone liefert, bekämpfen sich die Konzerne an anderer Stelle erbittert. Apple wirft Samsung dabei vor, das iPhone - und iOS - für seine Android-Gerätschaften kopiert zu haben, und überzieht den Konkurrenten - zum Teil durchaus mit Erfolg - weltweit mit Klagen.
Aufgespürt
Im Versuch etwas Licht in die Hintergründe dieser Auseinandersetzung zu bringen, hat man bei "The Verge" nun ein weiteres Puzzlestück ausgegraben: Wie ein Blick auf die Gerichtsakten rund um den - vorerst gescheiterten - Versuch Apples, die Auslieferung der Geräte der Galaxy-Reihe in den USA zu unterbinden, zeigt, gab es im November 2010 Patentverhandlungen zwischen den beiden Unternehmen.
Patent
Konkret soll dabei zumindest über das US-Patent mit der Nummer #7,469,381 gesprochen worden sein. Dieses beschreibt das "Scrollback"-Verhalten bei iOS, also den Umstand, dass beim Erreichen des Endes einer Seite leicht darüber hinaus gescrollt wird, um dann "zurückzufedern". Während Nokia und IBM entsprechende Patentabkommen getroffen haben, scheint Samsung dies abgelehnt zu haben.
Offene Fragen
Vollkommen unklar ist allerdings der Grund für das Scheitern der Gespräche. Also etwas ob Apple überzogene Preise verlangt hat, oder ob Samsung prinzipiell davon ausgeht, dass die betreffenden Patente nicht valide sind. (red, derStandard.at, 05.11.12)