Proteste gegen Minenprojekt

Perus Präsident rief Ausnahmezustand in Bergbauregion aus

5. Dezember 2011, 09:10

Demonstrationen seit elf Tagen

Lima - Der peruanische Präsident Ollanta Humala hat angesichts heftiger Proteste und Streiks in einer Bergbauregion im Norden des Landes den Ausnahmezustand ausgerufen. Er verhänge einen Ausnahmezustand in den Provinzen Cajamarca, Celendin, Hualgayoc und Contumaza, erklärte der linksgerichtete Politiker am Sonntag. Die Maßnahme werde um Mitternacht in Kraft treten und für 60 Tage gelten. Der Ausnahmezustand erlaubt den Einsatz der Armee zur Sicherung der Ordnung und schränkt das Demonstrationsrecht ein.

In der Provinz von Cajamarca demonstrieren seit elf Tagen Einwohner gegen das Bergbauprojekt von Conga des US-Minenkonzerns Newmont. Mit 4,8 Milliarden Dollar (3,55 Milliarden Euro) bis 2014 ist das Projekt zum Abbau von Gold und Kupfer derzeit die größte Investition im peruanischen Bergbausektor. Örtliche Umweltgruppen befürchten eine Verunreinigung des Grundwassers. Einer Delegation unter Führung von Ministerpräsident Salomon Lerner war es in fünf Tagen nicht gelungen, eine Einigung mit den örtlichen Protestführern zu erzielen. (APA)

BK W. Shoyssel
00
5.12.2011, 15:23
alles schon da gewesen (z.B. Schlesien 1844)

Das Elend in Schlesien
Hunger und Verzweiflung - Offizielle Abhilfe

www.heinrich-heine-gesamtschule.de/BILDER/me... fstand.jpg

NONE
01
5.12.2011, 11:27

Man kann eigentlich Demokratie jederzeit bequem ausschalten.

Ernst Guevara
00
5.12.2011, 11:08
wenn er so weitermacht, wird humala bald geschichte sein, denn dann kommt der "peruanische frühling"

"wenn die armee interveniert, würde dies das ende von humala für die ländlichen sektoren bedeuten, die ihn massenhaft unterstützt haben und das ende der strategie des dialogs und politischer lösungen, die die regierung befürwortet hat. das conga-projekt mit den methoden intensiver repression durchzusetzen würde heissen, die politik zu übernehmen, die dem land seit dem fujimori-regime aufgezwungen wurde. breite sektoren der gesellschaft würden humala als einen weiteren vertreter der wirtschaftlichen machthaber betrachten", so der NGO-analytiker Javier Azpur.
http://ipsnews.net/news.asp?... ews=106072

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