Demonstrationen seit elf Tagen
Lima - Der peruanische Präsident Ollanta Humala hat
angesichts heftiger Proteste und Streiks in einer Bergbauregion im
Norden des Landes den Ausnahmezustand ausgerufen. Er verhänge einen
Ausnahmezustand in den Provinzen Cajamarca, Celendin, Hualgayoc und
Contumaza, erklärte der linksgerichtete Politiker am Sonntag. Die
Maßnahme werde um Mitternacht in Kraft treten und für 60 Tage gelten.
Der Ausnahmezustand erlaubt den Einsatz der Armee zur Sicherung der
Ordnung und schränkt das Demonstrationsrecht ein.
In der Provinz von Cajamarca demonstrieren seit elf Tagen
Einwohner gegen das Bergbauprojekt von Conga des US-Minenkonzerns
Newmont. Mit 4,8 Milliarden Dollar (3,55 Milliarden Euro) bis 2014
ist das Projekt zum Abbau von Gold und Kupfer derzeit die größte
Investition im peruanischen Bergbausektor. Örtliche Umweltgruppen
befürchten eine Verunreinigung des Grundwassers. Einer Delegation
unter Führung von Ministerpräsident Salomon Lerner war es in fünf
Tagen nicht gelungen, eine Einigung mit den örtlichen Protestführern
zu erzielen. (APA)