As cool as it gets: Hubert Sumlin bei einem Auftritt im New Yorker Cutting Room im Jahr 2008.
Der langjährige Gitarrist von Howlin' Wolf beeinflusste mit seinem unberechenbaren Spiel unzählige Musiker
Schnalzende, unberechenbare Licks und ein knarzender, staubtrockener Sound. Mit seinem quecksilbrigen Gitarrenspiel prägte Hubert Sumlin den Sound seines langjährigen Arbeitgebers, der Chicago-Blues-Ikone Howlin' Wolf. Jimi Hendrix zeigte sich von dem 1931 in Greenwood, Mississippi, geborenen Gitarristen ebenso beeinflusst wie seine britischen Generationskollegen Jeff Beck und Eric Clapton, der Sumlin bis zuletzt wiederholt zu seinem Crossoads Guitar Festival einlud. Dort teilte sich Sumlin auch die Bühne mit B.B. King, zu dessen süßlich-singender Eleganz er mit seinen erfrischend räudigen Gitarrensalven stets einen Gegenpol darstellen sollte.
Nach seiner Übersiedlung nach Chicago fungierte Sumlin ab 1954 über zwei Jahrzehnte als Lead-Gitarrist von Howlin' Wolf und steuerte zu Blues-Klassikern wie "Three Hundred Pounds of Joy", "Killing Floor" oder "Hidden Charms" prägnante Licks und Soli bei. Ein Gastspiel bei Wolfs großem Rivalen Muddy Waters im Jahr 1956 blieb ein kurzes Intermezzo. Echos von Sumlins ökonomischem Spiel finden sich bei Country-Gitarrist James Burton (Stichwort: "Suzie Q"-Lick) ebenso wie bei Robbie Robertson (The Band), Freddy Koella (Dylan, Willy DeVille) oder Gitarrenabenteurer Marc Ribot.
Mit mehreren Solo-Alben und einer regen Konzerttätigkeit, die Sumlin wiederholt nach Europa führte, blieb Sumlin auch nach dem Tod von Wolf musikalisch aktiv. Für Sumlins 2003 veröffentlichtes Album "About Them Shoes" fanden sich prominente Kollegen von Rolling Stone Keith Richards und Sänger/Drummer Levon Helm bis zu Muddy Waters einstigem Gitarristen Bob Margolin im Studio ein, um noch einmal Blues-Klassiker wie "I'm Ready" oder "Still a Fool" gemeinsam mit einer der letzten lebenden Größen der Gründungsgeneration des Chicago Blues einzuspielen. Am Sonntag ist Sumlin wenige Wochen nach seinem 80. Geburtstag in einem Spital in New Jersey an Herzversagen verstorben. (glicka, derStandard.at, 5. Dezember 2011)
Schweden mit Rekordsieg, Anke Engelke richtet schöne Grüße aus. Und dann ist da noch die Sache mit der Meinungs- und Pressefreiheit. In einem sehr gastfreundlichen und schönen Land.
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