Wegfahrsperre im Wohnzimmer

5. Dezember 2011, 16:32
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Der Epico electric ist der erste zweisitzige Elektroroller mit herausnehmbaren Akku

Gleich eine ganze Batterie von neuen Modellen stellte Generic heuer bei der EICMA in Mailand aus. Wer? Ja, genau: Generic, wie Explorer ein Teil der KSR Group, mit Sitz in Krems - wo primär neue Produkte entwickelt werden, aber auch der Verkauf und das Marketing für Österreich, Deutschland und Italien sitzt. Produziert werden die Motorräder in China und Taiwan. Das Design kommt von Kiska, der ja für einen anderen heimischen Motorradhersteller, KTM, ebenfalls zeichnet.

"Unser stärkstes Produkt ist derzeit die 50er Trigger", sagt Pressesprecher Stephan Schmatz, "die quer durch die Länder zu den beliebtesten Supermotos zählt." Und da haben wir es schon: Von den rund 180.000 Fahrzeugen, welche die KSR Group seit ihrer Gründung 2004 absetzen konnte, hatte der Großteil 50 Kubikzentimeter. Und rund 80 Prozent der Fahrzeuge wurden exportiert - Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien und der Ferne Osten zählen zu den Märkten. "2012 erwarten wir in Österreich und Deutschland ein Wachstum der Marke durch die neuen Modelle. International wollen wir mit Nordafrika und dem Nahen Osten neue Märkte erobern", sagt Stephan Schmatz und plant für 2012 allein in Österreich einen Absatz von 60.000 bis 80.000 Fahrzeugen.

Erster selbst entwickelter Einspritz-Motor

"Das auf der EICMA erstmals gezeigte Underbone-Motorrad Inox 125 zielt vor allem auf die aufstrebenden Schwellenländer Südamerikas, Nordafrikas und des Nahen Ostens ab. Mit dem Klassik-Scooter Vertigo und dem Sportroller Sirion präsentierte Generic gleich zwei Neuheiten im Segment der 50- und 125-Kubik-Roller. Die neue Code ergänzt das Generic-Sortiment im Bereich der Naked Bikes. Zu unseren Highlights zählen vor allem die TR 125 SM, das erste Modell mit dem von Generic im Kremser Entwicklungszentrum selbst entwickelten 125 cm³-Einspritzmotor, sowie die zusammen mit E-Ton entwickelte Generic Epico electric - der weltweit erste zweisitzige Elektromotorroller mit herausnehmbaren Akku."

50 Kilometer Reichweite

Eine Reichweite von bis zu 50 Kilometer verspricht der Epico electric mit einer Ladung. Geladen ist der Lithium-Ionen-Akku in fünf Stunden. „Das Haupteinsatzgebiet für den Epico ist ganz klar die Stadt", sagt Stephan Schmatz. „Dort gibt es oft Probleme mit dem Laden, weil es weder Ladestationen auf der Straße, noch in der Garage gibt. Darum haben wir uns der Herausforderung des herausnehmbaren Akkus gestellt."

Der Epico tritt gegen 50er-Roller an. 125er-Gegner werden bereits bei Generic entwickelt, allerdings ist die Herausforderung, den stärkeren Akku ebenfalls im Wohnzimmer laden zu können, noch nicht ganz geschafft. Hoffentlich wird das bald was, denn das ist ja die perfekte Wegfahrsperre, wenn der Tank in der Wohnung liegt.

10-Zoll-Räder

Angetrieben wird der Epico electric von einem bürstenlosen 48 Volt-Motor, der 2 kW leistet und in der hinteren Radnabe sitzt. Vorne verzögert eine Scheibenbremse mit einem Durchmesser von 160 Millimeter, hinten eine Trommelbremse. Die Räder sind aber noch nicht, wie es jetzt wegen der besseren Fahreigenschaften modern ist, groß, sondern messen lediglich 10 Zoll.

Ob wir den Epico electric testen werden dürfen – er wird Mitte 2012 bei den Händlern stehen und soll unter 3000 Euro kosten – werden wir sehen, nachdem vor drei Jahren die Anfrage nach einem Testride mit einem anderen Generic-Produkt abgelehnt wurde. Und zwar mit den Worten: "Du verreißt ihn eh nur als China-Kracher."

  • Code S 125
    foto: ksr group

    Code S 125

  • epico Electric
    foto: ksr group

    epico Electric

  • Sirion
    foto: ksr group

    Sirion

  • TR 125
    foto: ksr group

    TR 125

  • Vertigo
Informationen: KSR Group
    foto: ksr group

    Vertigo

    Informationen: KSR Group

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