Faymann und seine Murks-Brothers (und -Sisters)

4. Dezember 2011, 20:32

Was immer sie anpacken, sie versemmeln's

Es ist ja eigentlich nur eine Kleinigkeit, aber gerade deshalb ist sie so eine lehrreiche Kleinigkeit: Das peinliche Gemurks um Werner Faymanns Social-Media-Auftritt und seine falschen Facebook-Freunde. Das eigentlich Erschütternde daran ist ja: Dass da ein "Team Kanzler" in monatelanger Arbeit etwas aufsetzt, was jeder 18-Jährige in vier Stunden Bastelei viel besser könnte. Vielleicht ist die Orientierungslosigkeit und programmatische Dürre in der "großen Politik" auch nur der simplen Unfähigkeit der handelnden Akteure geschuldet. Ja, es ist wohl so: Es sind hier, unabhängig von politischen Überzeugungen, Leute am Werk, die es einfach nicht können. Die alles, was sie anpacken, vergeigen und versemmeln.

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lieber robert,

dem ist nichts hinzuzufügen!

btw: immer wieder ein vergügen, deine videocasts zu sehen! wahrscheinlich bin ich ja einer von der einfach gestrickten sorte, aber es ist fast immer ein genuss...

lg, ich

misik kannst dir das jahresticket nicht mehr leisten ? oder bekommst doch mehr für diese werbeeinschaltung ?

Dann ist ja schoen das Misik mit der OEBB wohl auch mit allen Annehmlichkeiten an die Brooklyn Bridge gereist ist....

Misik gegen Privatautonomie

Und wie von Zauberhand,

bietet ÖBB jetzt kostenloses wLan.
Weil Wettbewerb bewirkt nichts?

Übrigens, die Forderung von "Westbahn", ÖBB solle Preise erhöhen, war idiotisch. So geht ein fairer Wettbewerb nicht.

Fairer Wettbewerb?? mit der ÖBB??? ist nicht dein Ernst.

In diesen dämlichen Laden zahlen wir 10% des gesamten Bundesbudgets (freilich der Frühpensionistentzunami noch nicht mit eingerechnet). Wie bitte soll dabei ein fairer Wettbewerb entstehen? Die senken die Preise auf Kosten der Steuerzahler - und diese bluten wegen dieses Haufens aus.

Die Preise senken auf Kosten der Steuerzahler!

Furchtbar! Sofort abschaffen!

Sorry, das schwarze Loch

ÖBB hat nichts mit dem operativen Wettbewerb zu tun, so lange beide identische Benutzungskosten haben.

schaffte es heute bis minute eins

"fahren auf den schienen, welche wir alle finanziert haben" - ergo gibt es auch keine wirkliche konkurrenz im bus- und taxiunternehmesbereich, da die strassen auch aus öffentlichen geldern finanziert wurden.

die westbahn, wie jede das öffentliche schienennetz benutzende bahn zahlen dafür einen erheblichen obolus.

in österreich darf gleichsam der strasse auch das schienennetz benutzt werden: selbst das wiener strassenbahnnetz steht nicht unter dem monopol der wiener linien.

Pfiffiges, schlüssiges Argument, _ricko!

Murks is everywhere

Wo Fayman dabei ist ist außer Murks nix als Murks.

das argument mit dem "markt" und der "öbb" ist hinterfragenswürdig.

wohin die öbb ohne markt gereist ist, sehen wir an den jährlichen zuschüssen und den zuerst abgewirtschafteten, und dann stillgelegten nebenbahnen.

die westbahn darf auch nicht umsonst durchs land fahren, sondern bezahlt gesetzes konform ein "Infrastrukturbenutzungsentgelt", sagt der §10a eisenbahngesetz lt. wiki.

der "markt" ist also nicht das schienenbauen um die wette, sondern die passagierbeförderung und nutzung der vorhandenen infrastruktur.

wie anders ist zu erklären, daß auf einmal öbb tickets in den westen verschleudert werden, und WLAN im zug ist wohl auch keine innovation http://derstandard.at/1322872949833

Ein bissl spät dran, Herr Misik?

Ich beziehe meinen Strom vom Anbieter X aus dem Netz der Wienstrom.
Ich beziehe mein Gas von Anbieter Y aus den Leitungen der Wiengas.
Ich telefonierte (bevor ich mein Festnetz abmeldete) über den Anbieter Z in Leitungen der Telekom.
Ich fahre (vielleicht irgendwann) in Waggons des Herrn Haselsteiner auf Gleisen der ÖBB.

Was ist da jetzt plötzlich so verwerflich? Und wenn Ihrer Ansicht nach doch, hätten Sie sich schon vor 10 oder mehr Jahren aufregen müssen.

kann dem nur zustimmen

lieber robert, sehr direkt, dieses mal, sehr direkt, aber es pfeifen die spatzen auch schon seit langem von den dächern, muss zur spö nix mehr sagen, wurde in dem beitrag schon alles erwähnt

zur öbb, der schienenverkehr ist ein natürliches monopol, daher nicht marktwirtschaftlich in sinne von mehreren mitbewerbern zu betreiben....
gilt nur für die infrastruktur der schiene selbst, dies gilt weder für den personen- noch für den güterverkehr selbst!

ich habe nix gegen den öbb personenverkehr, fahre gerne damit, dennoch belebt konkurrenz das geschäft! die öbb kriegen ein konkurrenzmodel, dürfen sich was dazu überlegen, sollten über die eigenen kosten nachdenken, etc..... ich sehe in keinster weise ein nachteil

Toll Herr Misik! Das ist Kommunismus pur!

Es gibt ein Produkt - Personentransport auf der Schiene, betrieben von den ÖBB. Das hat zu reichen.
Denken Sie irgendwann über das nach, was Sie reden?

Zu kompliziert für Sie?

Es geht um die Infrastruktur, die die Steuerzahler finanziert haben.
Oder glauben Sie, dass Haselsteiner Geleise legen lassen würde um seine Züge fahren lassen zu können?

Es gibt mehr Alternativen in der heutigen Welt als nur Kommunismus oder Faschismus. Willkommen im 21. Jahrhundert.

das müssen sie jenen eintrichtern,

welche ihre denkweisen und methoden für eine arbeiterbewegung seit der industriellen revolution nicht um einen deut weiterentwickelt haben und daher von sozialistischen gleichheitsphantasien fiebern

In Österreich muss ich es wohl eher jenen eintrichtern, die noch immer die alten Lieder singen in den Kellern ...

aber natürlich, die sind überall unter uns

Warum muss Misik auf seinen Fotos immer wie ein Grenzdebiler dreinschauen? Glaubwürdiger wird er dadurch für mich jedenfalls nicht.

Österreich hatte in seiner ganzen Geschichte noch nie einen geistig so engen und kleinkarierten Bundeskanzler wie Faymann.
Die „Höhepunkte“ seines bisherigen Lebens, bevor er durch untergriffige Winkelzüge ins Kanzleramt kam: kein Studium, nur Versorgungsposten der Partei, Mietervereinigung, Rathaus, Kronenzeitung: Das ist Gemeindebau-Mief aus der untersten Lade, der geistig kaum über die Wiener Stadtgrenze, geschweige denn die Republiksgrenzen hinauszublicken imstande ist.

Fr. Rudas...

...als Chefideologin... damit ist alles erklärt & gelaufen

kann dem wirklich zu 100 % zustimmen...frau rudas, hr. sternfeld und herr pelinka jr. sind die totengräber der sozialdemokratie in österreich.....jung, dynamisch und völlig unfähig politik zu machen

Mehr scheinen wollen, als sein,

heisst immer im Innersten nicht mehr sein wollen.
Sozialdemokratie als Dünnschichtfilm.

p.s. ich hätte mir gewünscht, Sie hätten sich das Bahnbeispiel verkniffen. Herr M. Gleich Leistung zum halben Preis (Vorteilscardpreis ohne Vorteilscard), bei gleichen Infrastrukturkosten.
Eine Watschn für die ÖBB.
Kapitalismus mit Steuergeld funktioniert eben nicht.

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