Graf will in Hofburg weiter Rechtswalzer tanzen

4. Dezember 2011, 18:21
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    foto: apa/schlager

    Martin Graf spricht von einer "Wahnsinnsentscheidung"

Dass der WKR-Ball 2013 nicht mehr in der Hofburg stattfinden wird, stößt dem dritten Nationalratspräsidenten sauer auf

Wien - Der Dritte Nationalratspräsident und Burschenschafter Martin Graf wird in der Causa WKR-Ball selbst aktiv. Nachdem das Kongresszentrum Hofburg beschlossen hatte, den Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) ab 2013 nicht mehr in seinen Räumlichkeiten zuzulassen, übt der Freiheitliche heftige Kritik an der Entscheidung: Man habe politischem Druck von linker bzw. "linksextremer" Seite nachgegeben. Graf sucht nun das Gespräch mit den für die Hofburg Verantwortlichen.

"Es ist traurig festzustellen, dass die Eigentümervertreter der Betreiber, die allesamt zur feigen Bourgeoisie gehören, einem extremistischen Druck von links nachgeben und damit an sich geschäftliche Vorgänge politisch motiviert beeinflussen", schießt Graf in Richtung der Casinos Austria. Der Mitgesellschafter der Wiener Kongresszentrum Hofburg Betriebsges.m.b.H. hatte sich als erstes gegen weitere Bälle der Burschenschafter nach 2012 in der Hofburg ausgesprochen und damit argumentiert, "jede Form von Extremismus" entschieden abzulehnen.

"Wahnsinnsentscheidung"

Graf, der als Mitglied der Verbindung "Olympia" selbst zu den regelmäßigen Besuchern des WKR-Balls zählt, will das "persönlich nicht unkommentiert hinnehmen", die "Wahnsinnsentscheidung" sei "demokratiepolitisch bedenklich". "Ich bin froh, dass es in Österreich zu all diesen Mitwirkenden geschäftliche Alternativen gibt", meint er indirekt in Richtung der Casinos Austria. "Das wird immer wichtiger angesichts dieser untragbaren Entscheidung." Zu einem Boykott der Einrichtungen der Casinos Austria will er zwar nicht aufrufen, er meint nur so viel: "Es steht jedem frei, seine Geschäftsbeziehungen frei zu suchen."

Erst einmal will der Dritte Nationalratspräsident aber seinen "Einfluss geltend machen" und setzt auf Gespräche mit den Hofburg-Verantwortlichen. "Ich werde versuchen, im Rahmen meiner Möglichkeiten alles einzusetzen, um die Entscheidung rückgängig zu machen." Immerhin gebe es keine offizielle Begründung für den Beschluss in der Generalversammlung der Betreibergesellschaft vom Donnerstag.

Anderenfalls sieht Graf auch für andere Veranstaltungen - er nennt etwa den Jägerball und die Rudolfina Redoute - schwarz, sollte irgendjemand "aus ideologischen Gründen" nicht mit diesen einverstanden sein. "Solche Zeiten haben wir seit 1945 hinter uns geglaubt." (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 288
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Demokrit 007
13
12.1.2012, 07:52
Dieser (Martin) GRAF ...

.. ist die Schande der österreichischen Parteien, des österreichischen Parlaments und insgsamt uns aller, die unfähig sind ihn "zurückzutreten".

Karottensammler
35
14.12.2011, 16:15
Eigentlich zach

Solche Aussagen sollten für einen Mann in seiner Position Rücktritssgrund genug sein, von der Einmischung an sich und dem verdeckten Boykottaufruf ganz abgesehen...

des is mei extra
02
10.1.2012, 22:56

Stimmt...traurig wie hoch die Schmerzgrenze in diesem Land schon liegt...

rubbberduck
12
11.12.2011, 11:27

die hofburg soll in zukunft eine komplett rauchfreie veranstaltungslocation werden. damit wird sie als veranstaltungszentrum unattraktiv. die ballbetreiber sollten sich besser einen anderen besseren ort suchen.

bluebeard's 8th wife.
23
10.12.2011, 10:56
herr dr. iur. graf - wollen sie allen ernstes die casinos austria zum kontrahieren mit dem korporationsring zwingen?

und dafür das gewicht ihres amtes einsetzen?

haben sie und ihre gesinnungsgenossen noch nicht genug schlechte presse?

Petzi Tastenwähler
48
9.12.2011, 15:06

"Jeder kann sich seine Geschäftspartner aussuchen".

Richtig, Herr Graf. Vollkommen richtig. Und darum werden Sie auch nix daran ändern, dass sich die Casinos Austria (und mit ihnen die übrigen Hofburg-Verantwortlichen) enschieden haben, mit dem WKR jünftig KEINE Geschäftsbeziehungen mehr zu pflegen.

Ätsch.

##########
421
7.12.2011, 03:25
"Solche Zeiten haben wir seit 1945 hinter uns geglaubt."

ja das dachten wir auch. leider gibts euch immer noch.

GRohnePunkte
00
10.1.2012, 17:53
Er meinte damit nur 1941-1945 als die alliierten Bomben fielen

... denn vorher war eh alles gut und schön.

anton muffl
13
6.12.2011, 14:31

eine ots-aussendung zu weiteren firmen, die den WKR-Ball in den letzten Jahren unterstützen: http://www.ots.at/presseaus... r-ball-auf

Tanzschule Ellmayer
Frack und Co.

und noch einige mehr.
Orchester

Nikolaus Lackner
68
6.12.2011, 07:10
Niemals hätten die Burschis um Graf Strache

für möglich gehalten, dass man ihnen den Tanz auf den Nasen der Zivilgesellschaft irgendwann nicht mehr erlaubt. Der Schockstarre ist Weinerlichkeit gefolgt, geniessen wir also den leider viel zu selten gesehenen Anblick eines deutschnationalen Rückzugsgefechts auf verlorenem Posten.

Zu bewundern übrigens auch Ende Jänner, wenn die Zivilgesellschaft auch noch den allerletzten WKRTanz auf den Gräbern der Opfer verhindern wird.

Tanzts doch irgendwo auf einem Schiff in internationalen Gewässern, und lasst´s uns ein für alle mal in Ruh mit eurem Spuk.

erlich
414
5.12.2011, 17:45
... "Solche Zeiten haben wir seit 1945 hinter uns geglaubt." ...

... mit verlaub, wenn dem so wäre - säße kein herr graf als 3.nr präsident, und keine f-fraktion in dieser stärke im parlament - es ist und bleibt eine SCHANDE!

1116er
512
5.12.2011, 17:00
wenn ihr burschis nicht mehr in die hofburg dürft

dann könnt ihr euch wenigstens eine location suchen, wo ihr euch vor den so gefährlichen antinazi-demonstranten nicht mehr fürchten müsst.

wie wär es mit dem kessel von kursk?

suboptimal
 
29
5.12.2011, 21:05
die romantische Seegrotte

tät auch schon genügen. Da könnten sie dann gleich auch noch im Wald eh-schon-wissen spielen gehen.

al ha
 
00
19.1.2012, 21:33
dort gehen sie nicht hin, denn

dort haben ja (jüdische) zwangsarbeiter flugzeugmotoren zusammengebaut

Kalvarienberg
13
5.12.2011, 15:49
Hab ne adäquate Ersatz-Location gefunden:

http://funk-partner.ch/webyep-sy... y-9960.jpg

Bertl Redford
26
5.12.2011, 14:52
2 fliegen ...

... Mit einem Schlag. Keine Burschenschafter mehr in der Hofburg, und in die Casinos wollen's selber nimmer. Das hat schmiss

odrr
11
5.12.2011, 14:50
"Ich werde versuchen, im Rahmen meiner Möglichkeiten alles einzusetzen, um die Entscheidung rückgängig zu machen."

.
das kann ja was werden.......

Petzi Tastenwähler
22
9.12.2011, 15:07

Wenn er für ein persönliches Anliegen (und dass es ein solches ist, hat er laut und deutlich gesagt) seine amtsbezogenen Verbindungen einsetzt, seh ich die Anzeige wegen Amtsmissbrauch schon vor mir.

odrr
01
9.12.2011, 19:03

kann ich mir durchaus vorstellen.
schauen wir mal wie rezeptiv die hofburgbetreiber reagieren. die hofburg besitzt ein hohes prestige und dafuer wird er anscheinend einiges in bewegung setzen.

tramezzino
38
5.12.2011, 14:49
es steht jedem frei, seine geschäftsbeziehungen frei zu suchen...

nichts anderes haben die betreiber der hofburg-sääle gemacht.

rosa parks
23
5.12.2011, 14:37
realitätsverlust ist auch noch zu konstatieren...

Erst einmal will der Dritte Nationalratspräsident aber seinen "Einfluss geltend machen" ....

Bonnie Prince Charlie
130
5.12.2011, 13:55
Graf

Also ich bin mir ja eigentlich sicher, dass viele FPÖ-Funktionäre richtige Werte und Ideale besitzen und es im Grunde mit uns und unserem Land in Ansätzen gut meinen...aber der ist doch wirklich ein N°azi !?!

Kontrahent1
64
5.12.2011, 14:04
Verklagen Sie in doch.-

Es gibt in Österreich sehr wirksame Gesetze gegen Wiederbetätigung z.B. Im übrigen verstehe ich das nicht - bin ich irgendwo nicht gut gelitten, gehe ich nicht hin. Egal ob Türlsteher oder Hofburg Bertiebs GmbH. Es gibt so viele festliche historische Räume in Österreich, da ist die Hofburg nur einer davon. Zugegeben, ein besonderer, aber wenn man mein Geld nicht will....

Père Jules
16
5.12.2011, 14:36

es gibt aber leider gerade in jenen kreisen, in denen zb ein herr graf sich bewegt, personen, die in höchstem maße immun gegen diese gesetze sind. was ist denn zb mit den beiden mitarbeitern grafs passiert, die im internet fleißig n@zi-modeartikel bestellt haben? statt direkt vor den kadi gehts da eben vom parlament in die "privatwirtschaft", und die sache gilt als bereinigt. da muss ich die wirksamkeit der entsprechen gesetze hinterfragen, wenn die judikatur sie dann nur so auffallend selektiv anwendet. gesetzlich belangt werden nämlich zumeist nur unbedeutende protektionslose idioten - hier zb ein jüngerer fall: http://derstandard.at/132253150... ft-bedingt

Kontrahent1
61
6.12.2011, 12:27
Bei 'diesen Kreisen'

kann man nur hoffen, daß Sie nicht einmal auf dem Operationstisch liegen, wenn eine Kapazität aus 'diesen Kreisen' der Operateur ist. Oder der Chef einer Bank, bei welcher Sie einen Kredit brauchen usw. Ein Großteil 'dieser Kreise' ist nach in kürzester Zeit abgeschlossenem Studium in maßgeblichen Positionen weltweit anzutreffen. (Was man von den Demonstranten vor dem Veranstaltungsort nicht so unbedingt behaupten kann;-)

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