Burgenland

Bildungs-Offensive für Roma nach Anschlag

4. Dezember 2011, 18:13

Lernhilfe und Schulbücher in Romanes

Oberwart/Erba - Überdurchschnittlich viele Roma-Kinder in Sonderschulen - das gab es auch in Österreich. Als im Februar 1995 eine Rohrbombe im burgenländischen Oberwart explodierte und vier junge Männer tötete, waren laut Landesregierung von den 35 schulpflichtigen Roma-Kindern der Gemeinde sechs in der Sonderschule.

Nach dem Anschlag wurden Programme wie die Lernbetreuung für Roma-Kinder forciert, denn die schlecht gebildete Elterngeneration konnte ihnen bei den Hausübungen oft nicht behilflich sein. Der überwiegende Anteil der Roma-Kinder geht mittlerweile in Regelschulen, die Noten werden besser, die Zahl der Klassenwiederholungen geht zurück. Für Erwachsene gibt es seit 1999 die Volkshochschule der Burgenländischen Roma.

Ende der 1990er-Jahre wurde auch damit begonnen, die vom Aussterben bedrohte Roma-Sprache Romanes an den Schulen zu unterrichten. Die bis dahin nur mündlich überlieferte Sprache wurde verschriftlicht, mittlerweile gibt es auch Schulbücher in Romanes. (red, DER STANDARD, Printausgabe, 5.12.2011)

freiraumXi
00
5.12.2011, 05:46
lol

kurz, bündig, gut.

schreib ich in 5 minuten :)

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