Anno 2070: "Fantastische Genralüberholung" des Strategie-Hits
Zsolt Wilhelm, 4. Dezember 2011, 18:24
foto: ubisoft
Anno 2070 ist für PC erschienen
Kritiker finden Gefallen an der zunehmenden Komplexität - Kritik gibt es für die Kampagne
Die Vergangenheit ist Geschichte. Erstmals versetzen die Entwickler der Spielserie "Anno" mausklickende Hobby-Strategen in die Zukunft. "Anno 2070" ist, wie der Titel schon sagt, sechs Jahrzehnte vom Status Quo entfernt, als der Klimawandel die Menschen
dazu zwingt sich dem erhöhten Wasserspiegel anzupassen, der weite
Strecken eines einst fruchtbaren Landes unbewohnbar gemacht hat. Was nach einem gewagten "Zeitensprung" klingt, loben die Kritiker derweil tatsächlich als Besinnung und Steigerung bekannter Stärken. Denn das Aufbaustrategiespiel sei trotz gehörigem Facelift zeitraubender denn je zuvor.
Alles bleibt neu
Anno 2070 baut auf den Fundamenten der Serie auf. Spieler wählen zu Beginn zwischen zwei Fraktionen und müssen sich für eine industrielle, effiziente Spielrichtung (Tycoons-Fraktion) oder eine nachhaltige, umweltbewusste Spielrichtung entscheiden (Eco-Fraktion). Wie gehabt gilt es Landstücke zu besiedeln, eine Stadt von den ersten wackeligen Fundamenten bis zur architektonischen Spitze auszubauen und dabei seine Bürger mit allen Rohstoffen, Nahrungsmitteln zu beliefern. Durch 13 Zivilisationsstufen führt dieses Mal der der Lauf der Produktionskette und zwingt einen laufend zur Optimierung. Den grundlegenden Unterschied macht die thematische Ausrichtung. Völker werden nicht mehr durch Religionen oder Politik begrenzt, sondern vor allem von der Erzeugung lebensnotwendiger Energie. Dabei kommt es zur gefinkelten Konfliktschere zwischen Effizienz und Umweltverträglichkeit.
Zukunftsentscheidungen
Eine Vorgabe, die auf Perfektionierung mit Weitblick drängt. So bestimmt man einerseits nicht allein, welche Technologien und Leistungen künftig erforscht werden, sondern untersteht den demokratisch herbeigeführten Entscheidungen der Weltpolitiker. Zum anderen gilt es die Fortschritte in die Freischaltung der dritten, unabhängigen Fraktion (Tech) zu investieren. Nur mit Hilfe der durch eine künstliche Intelligenz angeführte Partei können große Technologiesprünge vollzogen und auch die Unterwasserwelt erschlossen werden.
Spielerisch macht sich vor allem die Vergrößerung des Spielfeldes auf zwei Ebenen und die daraus erschwerte Maximierung bemerkbar. Zudem dürfen Spieler nicht nur online gegeneinander sondern auch gemeinsam im Koop-Modus an der Welt von morgen basteln. Das kriegerische Element wurde ebenso auf Flugzeuge und U-Boote erweitert.
Das beste Anno bisher?
"Wenngleich es neue Spieler mit seiner schieren Komplexität verwirren wird, ist es Anno 2070 gelungen, der zehn Jahre alten Serie eine fantastische Genralüberholung zu verpassen", meint etwa Destructoid. Kritik hagelt es für die oberflächliche Kampagne, die mehr als Tutorial zu werten sei. Das "faszinierende Endlosspiel" stünde nach wie vor im Fokus. "Falls Sie aber Wert auf eine komplexe, extrem ausgefeilte Spielmechanik mit Langzeitmotivation legen, riesige Städte, Warenketten und Flotten hochziehen wollen und gerne indirekt mit anderen Spielern zusammenarbeiten, dann sind Sie hier goldrichtig.", schreibt Gamestar.de. "Unübersichtlichkeit" durch "schwer auseinander zu haltende Gebäude" und keine dauerhafte Trennung von Fraktionen, stört das Konkurrenzblatt PC Games. Unter dem Strich sei "das neue Anno moderner, schöner und komplexer als die Vorgänger."
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also ich verbuche den kauf von anno 2070 als lehrgeld.
- elendig lange installation (ich brauch natürlich französische, polnische und ähnliche sprachpakete).
- beim start md5sum checks von bereits geprüften daten
- auf der packung ist meine alte grafikkarte unter den unterstützten gelistet. das war so nicht und ich durfte grafikkarte kaufen gehen. sehr ärgerlich
- viele einschränkungen und keine forschung im offline modus (gestern waren öfter die ubisoft server down) -> langzeitmotivation adee
- nicht verkäuflichkeit, .....
+ eigentlich ein grandioses, fesselndes spiel, doch
- ein spiel kann noch so grandios und fesselnd sein, solche ärgerlichkeiten sind es nicht wert
Was hier die wenigsten wohl wissen, ist der Umstand, daß man kein Spiel wirklich körperlich besitzen kann, weil ein Computerspiel per se eine virtuelle Ware darstellt - wie jede andere Software auch!
Man kauft schließlich nur die Nutzungsrechte, weil Besitzer der Software bleibt weiterhin der Hersteller selber!!
Lest euch mal endlich die EULA (End User License Agreement - Endbenutzer-Lizenzvertrag) durch ;-)
Das ist so falsch. Du besitzt den Datenträger und damit ist das Nutzungsrecht der Software darauf wieder eingeschränkt. Ich mach mit der Software innerhalb der Vervielfältigungsrechte was ich will.
Kauf ich mir einen neuen Computer dann kann ich das Spiel in den Locus schmeißen.
Da hab ich dann nicht mal mehr Nutzungsrechte.
Es geht vor allem darum, dass man als zahlender Kunde immer mehr eingeschränkt wird.
Wenn mir danach ist möchte ich auch die alten Spiele nach Jahren noch zocken können und nicht sagen müssen:"Anno 2070 wär jetzt interessant zum zocken, aber ich hab ja nur die Nutzungsrechte für den PC der schon seit Jahren auf dem Müll gelandet ist."
Ich habs gespielt.
Ein sehr gutes ANNO kein Zweifel nur Die KI im Endlossiel nervt mich.
In 1404 hatte man das Gefühl das die Mitspieler wirklich eine KI haben in 2070 sind es "expandierende Parteien" und aufgrund der Tatsache das es verschiedene Fraktionen gibt sieht das ganze nicht so chaotisch gewachsen und ähnlich wie die eigene Stadt aus so sieht man beim Öltycoon zb nur Olplatformen und Kohlebergewerke und keine Bevölkerung , Bei den Jorgensens (ja die sind wieder dabei ;-D) sieht man wiederum nur gebäude und keine produktion (auser Reis und Tee)
Naja, sie kommunizieren gerade mit einer angehenden Althistorikerin, da kann es nie genug Antike geben.
Ich persönliche hätte ja gerne so was wie Sims in Antik.
Ich glaub Teil II davon hab ich kurz gespielt, aber wirklich fesseln konnte es mich nicht, in meiner Erinnerung ist das von Siedler III und Caesar III verdrängt worden.
Also wenn Sie Aufbauspiele mit antikem Setting mögen, kann ich Ihnen CivCity: Rom empfehlen, das find ich persönlich noch besser als Caesar III :) Ansonsten: Herrscher des Olymp - Zeus bzw. Pharao. Beide Spiele sind aus demselben "Stall" wie Caesar III und vom Spielprinzip her ähnlich aufgebaut, bei Herrscher des Olymp gurken außerdem griechische Götter und Helden durch Ihre Stadt :)
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