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Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek sprach von einem "respektablen Abschluss", GÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer von einem "sehr guten Abschluss"
vergrößern 500x398Die Gehaltsabschlüsse im Zeitverlauf
Die Beamten-Gehälter werden um 2,68 bis 3,36 Prozent angehoben. Im Schnitt bedeutet dies eine Erhöhung um die Inflationsrate von 2,95 Prozent. Darauf haben sich Regierung und Gewerkschaft am Sonntagabend nach fünfeinhalb Stunden in der vierten Verhandlungsrunde geeinigt. Wirksam wird der Abschluss nicht mit 1. Jänner, sondern erst mit 1. Februar.
Zudem wird die Jubiläumszulage für Frühpensionisten nach 35 Dienstjahren abgeschafft. Damit bleiben die Kosten für den Staat bei rund 280 Millionen Euro und damit im Bereich der von der Regierung ursprünglich angepeilten 277 Millionen Euro.
Der Abschluss von 2,95 Prozent im Schnitt hätte das Budget mit 328 Mio. Euro belastet. Durch das um einen Monat verspätete Inkrafttreten werden 28 Mio. eingespart. Die Ersparnis durch die Abschaffung der Jubiläumszulage nach 35 Dienstjahren bringt weitere 20 bis 35 Millionen Euro.
Beide Seiten zufrieden
Beide Seiten zeigten sich mit dem Abschluss zufrieden. Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger sprachen von einem "guten Ergebnis", Beamtenministerin Heinisch-Hosek von einem "respektablen Abschluss". Auch GÖD-Vorsitzender Neugebauer sah angesichts des wirtschaftlichen Umfeldes einen "sehr guten Abschluss".
Technisch gesehen wird die soziale Staffelung der Gehaltserhöhung dadurch erreicht, dass man für alle Einkommen eine Erhöhung von 2,56 Prozent plus zwölf Euro vereinbart hat. Das bedeutet für die kleinsten Einkommen eine Erhöhung um 3,36 Prozent, für die höchsten hingegen nur um 2,68 Prozent, im Schnitt 2,95 Prozent. Dadurch dass der Abschluss erst im Februar in Kraft tritt, liegt die durchschnittliche Erhöhung über das Jahr gerechnet nur bei 2,7 Prozent. Beschlossen wird die Gehaltserhöhung am Mittwoch im Nationalrat.
Die beschlossene Erhöhung gilt unmittelbar für rund 220.000 Beamte und Vertragsbedienstete beim Bund sowie die Beamten in den ausgegliederten Gesellschaften und die Landeslehrer. Inwieweit die Länder die Erhöhung für die Landes- und Gemeindebediensteten nachvollziehen ist noch nicht ganz klar. In den vergangenen Jahren war dies Usus, heuer hat die Steiermark bereits eine Nulllohnrunde angekündigt und Oberösterreich will einen Prozentpunkt unter dem Bundesabschluss bleiben.
Keine Jubiläumszuwendung nach 35 Jahren mehr
Eine Jubiläumszuwendung bekommen die öffentlich Bediensteten derzeit nach 25 Dienstjahren und dann 40 Jahren. Wer allerdings früher in Pension geht, bekommt die zweite Jubiläumszuwendung schon nach 35 Jahren. Dieser frühere Bezug nach 35 Dienstjahren wird nun ab 1. Jänner abgeschafft, um die Frühpensionen einzudämmen. Die Streichung dieser Golden Handshakes bringt 30 Millionen.
Bundeskanzler Werner Faymann lobte ausdrücklich das Verhandlungsklima. Er dankte allen Verhandlern und zollte den Beamten ausdrücklich Respekt. Die Gewerkschaft habe Verständnis dafür gezeigt, dass die Regierung nicht mehr ausgeben könne. Das Ergebnis empfindet Faymann auch deshalb als gut, weil die Schuldenbremse nur dann einen Sinn habe, wenn man sie auch mit Leben erfülle. Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek freute sich, dass man gemeinsam einen "respektablen Abschluss" geschafft habe. Mit der Abschaffung des Golden Handshakes werde ein deutliches Zeichen in Richtung nachhaltiger Reform gesetzt.
Respekt von Fekter
Auch Finanzministerin Maria Fekter zollte den Beamten Respekt und freute sich über die strukturellen Maßnahmen mit der Abschaffen der Jubiläumszuwendung für Frühpensionisten. Vizekanzler Michael Spindelegger würdigte ebenfalls, dass man in einem konstruktiven Klima und mit gegenseitigem Verständnis zu einem Ergebnis gekommen sei. Österreich gehe damit einen anderen Weg als viele andere Staaten.
GÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer sah in dem "sehr guten Abschluss" auch einen Erfolg der Sozialpartnerschaft. Er verwies darauf, dass man im Durchschnitt eine Abgeltung der Inflation erreicht habe. Dafür sei man der Bundesregierung mit dem späteren Inkrafttreten und beim Jubiläumsgeld entgegengekommen. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, Christian Meidlinger, sprach ebenfalls von einem "durchaus akzeptablen Ergebnis". Da viele Gemeindebedienstete nur kleine Einkommensbezieher sind, würden diese nicht nur die Inflation abgegolten sondern auch ein Stück vom Wirtschaftswachstum bekommen. (APA)
ganz sachlich: zur abwendung der drohenden insolvenz wäre es dringend geraten, die beamtengehälter in langsamen schritten ans niveau der privatwirtschaft heranzuführen. fangen wir nicht damit an, macht es der iwf in einem schritt (siehe griechenland)
das ist mein problem und ihr problem. mein problem, weil mein steuergeld mit vollen händen rausgeworfen wird. und ihr problem weil ihr beamtensalär sonst 2013 gleich um 30% gekürzt wird. und das wollen sie ja vermeiden, oder?
ps: rote stricherl von beamten sind weiterhin willkommen.
selbstverständlich sollte man niedrigverdienern nach den maßstäben der privatwirtschaft eine inflationsabgeltung gewähren.
durch die ständigen biennalsprünge und die latente überalterung im öffentlichen sektor wäre die budgetwirksamkeit dieser erhöhung aber ohnehin marginal.
Das sollte aber bitte bei dem permanenten Hingedresche auf die Beamten erwähnt werden. Die Gruppe, von der nämlich Sie da sprechen, ist imho nur ein relativ geringer Teil des gesamten öffentlichen Dienstes. Der Löwenanteil der öffentl. Bediensteten verdient genau so einen Schas wie der durchschnittliche Hackler in der Privatwirtschaft.
ein entscheidendes thema ist auch die produktivität im öffentlichen sektor. _dort_ rinnt das meiste geld aus dem system und dort entsteht die abgrundtiefe abneigung, die die nichtbeamtete bevölkerung mittlerweile relativ geschlossen mit sich herumträgt.
das haupthindernis zur beseitigung dieses missstandes ist die trägheit und faulheit. allerdings nicht beim kleinen beamten sondern bei neugebauer und seinen freunden. die sind die wahren verhinderer bei der sanierung dieser republik und sie werden mit den pensionistenvertretern ausschlaggebend sein für den griechischen weg unserer volkswirtschaft. der einfache beamte darf dann den blitzableiter geben.
... im öffentlichen Dienst hätten wahrscheinlich kein Problem damit, wenn die Entlohnung an die Privatwirtschaft angeglichen wird. Viele würden dann mehr verdienen. Allerdings sollten dann auch die Rahmenbedingungen ebenfalls die gleichen sein wie in der Privatwirtschaft (und bevor Sie was sagen: ich kenne etliche Beamte, die mit einer Aufhebung der Pragmatisierung kein Problem hätten).
Gleiches Recht für alle - nicht immer nur auf die Beamten hinhauen ...
Wenn damit alle Gehälter im öffentlichen Dienst gemeint sind, wäre ich mir nicht sicher, dass dabei eine Ersparnis für den Staat herausschaut.
Lt. Statistik Austria ist das Durchschnittsjahresgehalt von Vertragsbediensteten nahzu gleich dem von Angestellten. Und das dürfte, wie ebenfalls dokumentiert ist, nur darauf zurückzuführen sein, dass Frauen im öffentlichen Dienst besser bezahlt werden, als in der Privatwirtschaft.
Man hat dann natürlich mehr für:
die pragmatisierten Mindestbesicherten (von der Voksschule zur Sozialhilfe in drei Schritten)
die Förderungen von Parteien und Medien
die Milliarden, die die Banken brauchen, damit deren Aktionäre ordentliche Dividenden kassieren
die nettofkassierer im Bauernstand, die mehr Subentionen bekommen, als sie Steuern zahlen
usw. usf.
Dieses Beamtenbashing erinnert mich ein wenig an Aussendungen der FPÖ - nur dass man dort halt Beamte mit Ausländer ersetzt. Andererseits - ein guter Lernprozess für öffentlich Bedienstete: So erfahren diese, wie man in der Öffentlichkeit stigmatisiert wird.
Der Tschusch des Jahres 2011 = Der Beamte
Bin heute eine halbe Stunde im Stau gestanden, weil die Beamten in Linz im größten Arbeitsverkehr die Nibelungenbrücke blockiert haben. Die Genehmigung dafür stellten wer? natürlich Beamte aus. Habe dafür überhaupt kein Verständnis, mir ist auch die Höhe des Abschlusses ein Rätsel. Beamten-Bashing? Nein!!
Realistische Einschätzung der österreichischen/europäischen Wirtschaftsentwicklung wäre gefordert. Neugebauer, du Relikt alter Zeiten, pfiat Di!!
korrekt.
dennoch darf man nach dem (völlig sinnlosen) stauverursacher fragen (und hinterfragen). Und das ist nicht der PKW sondern (in diesem Fall) der Beamtenstand. Und ich entschuldige mich nicht, daß ich als selbständiger Unternehmer einen PKW benutze.
Der Stau ist Neugebauer, sic!
und was genau davon habe ich geschrieben bzw. gemeint?
Ich weiß sehr wohl, wer unter den KV für Beamte fällt, das Thema Nichtstuer ist wohl nicht größer als in jeder anderen Berufsgruppe. Daß wir hier von einem systematischen Problem sprechen, ist mir auch klar.
Dennoch verstehe ich den Abschluß nicht.
Das sind nun mal tausende Menschen, die finanziell sehr sehr wenig Spielraum haben, aber eine unglaublich wichtige Arbeit machen sollen.
Seien Sie lieber froh, dass viele davon Beamte sind. Wenn man das alles den Gesetzen des Markts (Angebot und Nachfrage) überließe, würden grade Sie ganz schön bestürzt aus der Wäsche schaun. Ein Beispiel: In vielen Teilen der Welt kommt die Feuerwehr nicht weils brennt, sondern erst wenn der Hausbesitzer eine genügend große Vorauszahlung an die Feuerwehrleute gezahlt hat.
Sie hingegen regen sich schon auf, wenn die Strasse mal einen halben Vormittag lang nicht (für sie) frei ist.
Was würden Sie dann sagen, wenn Sie für alle öffentlichen Leistungen marktgerechte Preise zahlen müßten?
hätte auch gerne eine 38,5h Woche. Fakt ist, daß die dümmste Regierung aller Zeiten unseren Kindern und uns selbst irreparable Schäden beibringt. Es wird nichts gegen die Urache getan. Warum wohl muß in der Priv. Wirtschaft viel länge gearbeitet werden ? Weil einfach die qualifizierten leute fehlen. Da sind dann halt 60h normale Wochenarbeitszeit, und die wird dann auch noch extrem besteuert. Pervers. Mehr ist dazu nicht zu sagen. der aufgefleischte Neugebauer sollte ein bischen leiser treten, und der Realität ins Auge sehen. Gerne lade ich die Steuerfresser ein, eine Woche zu schnuppern, und dann reden wir weiter.
Es gibt ja nur ganz wenige Hersteller, welche die Hologramme für die Euro-Noten drucken und dort fährt man derzeit auch am Samstag und Sonntag Dreierschicht (Entweder wegen Inflation oder weil Leute Bargeld statt Buchgeld holen und man die Banken versorgen will um keine Panik aufkommen zu lassen).
Für Pessimisten:
2012: 5-10% Inflation
2013: 10-15% Inflation
2014: Crash durch Euroaustritt (FPÖ wird in Österreich 35% bekommen)
Für Leute die kein Geld haben eh wurscht, jener Teil, der auf ein Haus/Eigentumswohnung seit 10 Jahren spart hat Pech gehabt. Gott sei Dank sind diese Leute mobil :).
Wenn ich die Postings so verfolge ist es eigentlich nicht der einzelne Beamte den der Unmut des Volkes trifft sondern vielmehr die Regierung die es seit Jahrzehnten verabsäumt eine Verwaltungsreform durchzuführen und entsprechend Personal und somit Kosten einzusparen. Der Beamte oder Vertragsbedienstete tut auch nur seine Arbeit indem er die Gesetze vollzieht und solange die nicht geändert werden wird sich auch am System nichts ändern - gefordert ist also der Gesetzgeber.
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