Abfahrt II

Vonn doppelt gleich nach

3. Dezember 2011, 22:33
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    foto: dapd/gunn

    Lindsey Vonn ist in Lake Louise nicht zu schlagen.

US-Amerikanerin findet zu alter Stärke und gewinnt auch die zweite Abfahrt in Lake Louise in souveräner Manier - Elisbabeth Görgl auf Platz drei

Lake Louise - Das zehnte Mal hat Lindsey Vonn ein Weltcuprennen in Lake Louise gewonnen und am Samstag das Abfahrts-Double fixiert. Die US-Amerikanerin setzte sich am Samstag mit 1,68 Sekunden Vorsprung auf die Französin Marie Marchand-Arvier und 1,91 auf die Steirerin Elisabeth Görgl durch. Für die 27-jährige Vonn war es der 44. Weltcupsieg, der 23. in der Abfahrt. In der laufenden Saison hat sie damit bereits drei Rennen gewonnen, neben den zwei Abfahrten auch den Auftakt-Riesentorlauf in Sölden. Vonn führt damit im Gesamtweltcup.

Mit zehn Siegen in Lake Louise zog Vonn mit der steirischen Rekord-Speedpilotin Renate Götschl gleich, die in Cortina zehnmal gewonnen hat. "Mein Ziel ist nur, Spaß zu haben, und jeden Tag so schnell wie möglich zu fahren, die Rekorde kommen danach. Ich denke nicht viel über die Rekorde nach", erklärte Vonn, die auch im Super-G am Sonntag zu favorisieren ist. Zu ihrem zweiten Abfahrts-Erfolg en suite meinte Vonn: "Ich habe versucht, gleich wie gestern zu fahren. Ich habe heute ein paar Fehler mehr gemacht als gestern, weil die Sicht war nicht so gut. Trotzdem war es ein guter Lauf, ich bin ganz happy, dass ich noch einmal gewonnen habe."

Görgl zeigt auf

Das konnte sie laut sagen, denn der Vorsprung lag auch am Samstag deutlich über eineinhalb Sekunden, am Freitag hatte sie überhaupt 1,95 auf die zweitplatzierte Liechtensteinerin Tina Weirather gehabt, die in ihrer zweiten Abfahrt nach der Verletzungspause als Zehnte erneut aufzeigte. "Gestern war ein bisserl Glück dabei. Heute war die Sicht sehr schlecht, für mich ist das eine Katastrophe seit den Verletzungen, da bin ich ängstlich und passiv. Ich habe mich wirklich gut überwunden", erzählte Weirather. Die deutsche Gesamtweltcupsiegerin Maria Höfl-Riesch landete an der sechsten Stelle und zeigte sich gegenüber dem Vortag verbessert (9.).

Nach ihrem Trainingssturz am Donnerstag und einer verhaltenen Fahrt am Freitag (20.), raste Görgl am Samstag als Dritte auf das Podest. "Gestern war für mich auch wichtig, dass ich gefahren bin nach dem Sturz. Ich habe heute mit mir gekämpft und mich selbst bezwungen. Es ist mir nicht gut gegangen. Ich bin froh, dass es so gut ausgegangen ist", sagte die Weltmeisterin, die sich mit Kopfweh als Folge der leichten Gehirnerschütterung plagte und sich gleich nach dem Rennen wieder hinlegen und ausrasten wollte.

Und der Rest...

Die weiteren Österreicherinnen lagen weit zurück, Anna Fenninger wurde Zwölfte (+2,28): "In der Phase, wo ich bisher am stärksten war, habe ich heute zu viel wollen. Ich habe versucht, fein zu fahren, bin dann aber nach hinten gekommen. Ich muss auch sagen, dass ich heute schon ein bisschen müde war. Ich habe versucht, alles rauszuholen, dafür war die Leistung schon gut", sagte die Salzburgerin.

Andrea Fischbacher, am Freitag als 13. zweitbeste Österreicherin, war mit 2,67 Sekunden Rückstand auf verlorenem Posten (17.). "Ich bin böse auf mich selbst, ich hatte es selbst in der Hand. Manchmal riskiert man ein bisschen zu viel. Ich bin zu gerade auf ein Tor hingekommen und musste schauen, dass ich im Lauf bleibe." Im Super-G rechnet sie sich gute Chancen aus, weil sich gezeigt hatte, das sie in den Kurven schnell sei. Ein persönliches Erfolgserlebnis verbuchte Nicole Hosp, die Tirolerin fuhrt mit Startnummer 58 noch an die 20. Stelle.

Sturz von Ross

Das Rennen war nach dem Sturz der US-Amerikanerin Laurenne Ross für längere Zeit unterbrochen, die Läuferin war schreiend im Netz gelegen. Nach Erstversorgung wurde Ross mit dem Helikopter abtransportiert. Vonn hatte über Funk erfahren, dass der Sturz ihrer Landsfrau glimpflich verlaufen ist. "Ich habe gehört, sie hat ein Cut im Gesicht erlitten, da war viel Blut, aber die Knie und alles andere sind gut. Sie muss jetzt noch einen Check bei den Ärzten machen, im Moment schaut es gut aus."(APA)

matador1
11
4.12.2011, 17:25

Die Vonn-Mania nervt, dass man gar nicht mehr zusehen will!

gabren
00
5.12.2011, 11:41

Ja, ich hab's auch schon ziemlich über, aber was soll man machen.

Die Weisheit
01
4.12.2011, 09:49

Vonn in der Abfahrt wie Schild im Slalom. Diese Überathleten sind es, die den Sport so faszinierend gestalten.

Ein Zungenschnalzen für uns Skisportfans!

danny wild
00
4.12.2011, 00:08

warum fährt die weiratherin für liechtenstein?

Sägnüt
 
01
4.12.2011, 19:37

Sie hatte mit 18 die Wahl zwischen Österreich und Liechtenstein, den Ausschlag für Liechtenstein gab, soweit ich mich erinnern kann, wohl das dortige kleinere Team.

the barbapapa
00
4.12.2011, 01:28

weil sie die tochter von hanni wenzel ist. :-)

danny wild
20
4.12.2011, 09:29

und die kommt aus lie?

Easter
00
4.12.2011, 17:33

Ich kanns zwar nicht glauben, dass du die nicht kennst, aber bitte:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hanni_Wenzel

living reef
20
4.12.2011, 08:48
was...die hat auch eine mutter?

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