Präsident erlaubt Demonstrationen

3. Dezember 2011, 18:52

Teilnahme an nicht genehmigtem Protest kann mit einem Jahr Haft bestraft werden

Rangun - Burmas Präsident Thein Sein hat am Samstag ein Gesetz unterzeichnet, das friedliche Demonstrationen erlaubt. Gemäß dem Gesetzestext müssen Proteste fünf Tage im Voraus angemeldet werden und dürfen den Verkehr nicht stören, berichtete die staatliche Zeitung "Myanmar Ahlin". Das Gesetz war vergangene Woche vom Parlament verabschiedet worden. Die Teilnahme an einer nicht genehmigten Demonstration kann demnach mit einem Jahr Haft bestraft werden, während die Störung einer friedlichen Kundgebung mit bis zu zwei Jahren Gefängnis geahndet werden kann.

Bisher gab es nur selten Demonstrationen in Burma. Massenproteste unter der Führung buddhistischer Mönche im September 2007 in Rangun wurden von der Militärjunta rücksichtslos unterdrückt. Es war die erste ernste Herausforderung der Macht des Militärs seit dem Volksaufstand 1988. Damals hatte die Junta den Demokratisierungsprozess abgebrochen, nachdem die Nationale Liga für Demokratie von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi die Parlamentswahlen gewonnen hatte.

Im November 2010 hielt die Militärjunta erstmals wieder Parlamentswahlen in dem südostasiatischen Land ab. Zwar wurden die Wahlen von der Nationalen Liga für Demokratie boykottiert und weithin als unfrei kritisiert, doch das Parlament und die neue Regierung unter Thein Sein überraschten Beobachter seither mit einer Reihe von Reformen. Am Donnerstag reiste US-Außenministerin Hillary Clinton zu einem historischen Besuch in die Hauptstadt Naypyidaw des jahrzehntelang isolierten Landes.(APA)

Kommentar posten
10 Postings
Fritz Meyer
00
5.12.2011, 08:27
Seit dem Clinton-Besuch haben's wohl Kreide gefressen?

Keine Angst, die Maske kommt schon bald wieder runter.

NONE
01
3.12.2011, 19:32

Kann wer erklären was hier geschieht?

Vor nicht allzulanger Zeit haben die zig Menschen ermordet. Ein japanischer Journalist wurde erschossen.

Warum geben die sich auf einmal so "weltoffen"?

M. P.4
 
10
4.12.2011, 23:23
Sie haben diesen Prozess seit vielen Jahren geplant,

es sollte ein geregelter Übergang zu mehr Offenheit und Freiheit werden (als Demokratie im westlichen Sinne würde ich es nicht verstehen, denn selbst Singapur und Thailand, große Vorbilder für die Regierung, sind nicht wirklich demokratisch). Sie haben ihre 7-steps-roadmap to a discipline- flourishing democracy seit Jahren befolgt und alles, was jetzt vorgeht, angekündigt (selbst die freilassung von ASK nach der Wahl war für Insider keine Überraschung). Da kamen die Mönche 2007 einfach zu früh und hätten die Machthaber bei ihren Plänen "gestört", deshalb die Reaktion. Diese fiel aber wesentlich sanfter als ´88, als noch Tausende starben. 2007 waren es je nach Quelle zw. 17 und 33. Das Tempo der Öffnung überrascht aber selbst die Skeptiker.

h 90
00
4.12.2011, 10:42

wann wie was?

Das scheue Reh
00
4.12.2011, 15:03
h 90
00
5.12.2011, 03:31

Da sehe ich gar nichts

Martin Müller10
 
02
3.12.2011, 22:23
Der einzige "Verbündete" ist China und der hat gesagt wo es

langgeht.

Jup posts
00
4.12.2011, 13:23

Burma scheint sich eben gerade aus der Umklammerung Chinas lösen zu wollen. Man kann nur hoffen das sich die Lage der Menschen verbessert.

Jup posts
01
4.12.2011, 13:21
Blödsinn

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.