97 Prozent Zustimmung

Bauernbund-Chef Auer will keinen Harmoniepreis gewinnen

3. Dezember 2011, 15:39

Zum Nachfolger von Grillitsch gewählt - ÖVP demonstrierte bei Bundesbauernrat Einigkeit

Linz  - Nach dem überraschenden Rückzug von Fritz Grillitsch hat der ÖVP-Bauernbund am Samstag den oberösterreichischen Abgeordneten Jakob Auer mit 96,96 Prozent zum neuen Präsidenten gekürt. Bei einem außerordentlichen Bundesbauernrat in Gunskirchen (Wels-Land) demonstrierte die Volkspartei Einigkeit, Vertreter aller Teilorganisationen waren gekommen. Auer sicherte den Delegierten "hundertprozentigen Einsatz" zu und erklärte, dass man der ÖVP den Rücken stärken werde.

"Als ich mit 28 Bürgermeister (von Fischlham/Bezirk Wels-Land, Anm.) wurde, war ich allen zu jung", spielte Auer darauf an, dass er die neue Funktion nun im reifen Alter von 63 Jahren übernimmt. Sein Vater sei 65 gewesen, als die Familie von Tirol nach Oberösterreich übersiedelte. "Da wird diese Aufgabe auch zu bewältigen sein." Seine Mannschaft sei ausgezeichnet, er werde alle fordern, betonte der Präsident. Er könne, auch über die Parteigrenzen hinweg, durchaus ruhig und gelassen sein. "Ich trete aber nicht an, um einen Harmoniepreis zu gewinnen", sagte Auer und erklärte erneut, dass er kein Übergangskandidat sei. Grillitsch, zu dem er in den vergangenen Tagen mehrfach Kontakt gehabt habe, werde immer sein Freund und Kollege sein.

"Landwirtschaft in bäuerlicher Hand"

In seiner Ansprache pochte Auer auf "eine Landwirtschaft in bäuerlicher Hand", die einen Teil der Energie der Zukunft sicherstelle. Die Vorschläge der EU-Kommission zur Agrarreform seien zu hinterfragen. Es brauche eine produzierende und nicht eine stillgelegte Landwirtschaft, kritisierte der neue Bauernbund-Chef "bürokratische Greening-Maßnahmen". Er sprach sich gegen finanzielle Belastungen aus, den bäuerlichen Familien stehe auch ein Anteil an einer positiven Entwicklung zu.

Auer verlangte, in der seit Monaten mit Gesundheitsminister Alois Stöger schwelenden Diskussion um die umstrittenen Kastenstände beim Ferkelschutz nicht auf die Sicherheit der Landwirte zu vergessen. Der Präsident, der Rohstoffspekulationen ablehnt, will auf einen "verstärkten Dialog und Meinungsaustausch" mit allen ÖVP-Teilorganisationen und "Stabilität in schwierigen Zeiten" setzen.

Kein Amt mehr bei Raiffeisenverband Oberösterreich

Beim Bundesbauernrat gab Auer bekannt, dass er seine Funktion als Genossenschaftsanwalt beim Raiffeisenverband Oberösterreich zurücklegen wird, um das neue Amt "mit voller Kraft" betreiben zu können. Zuletzt war er als Ämter-Multi in die Schlagzeilen geraten, laut der Datenbank der zivilgesellschaftlichen Projektplattform "Respekt.net" ist der Politiker im Parlament die Nummer eins bei Nebenjobs. In den vergangenen Wochen hatten Sponsorgelder der Telekom Austria an die dem Bauernbund nahestehende Organisation Forum Land für Wirbel gesorgt. Auer erklärte, dass er sich das "genau ansehen" werde.

Unmittelbar nach der Wahl Auers standen die Gratulanten in der ÖVP schon Schlange: Parteichef Michael Spindelegger, Generalsekretär Hannes Rauch, Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich, Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner und Frauenchefin Dorothea Schittenhelm gratulierten dem neuen Bauernbund-Präsidenten jeweils in eigenen Aussendungen. Als einziger Kritiker meldete sich BZÖ-Bündniskoordinator Markus Fauland, der Auer vorhielt, nun zu "seinem elften Nebenerwerb" zu kommen. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 115
1 2 3
videoopa
00
23.3.2012, 16:12
Achtung wichtig für alle denkenden Bauern....

http://www.youtube.com/watch?v=nS21Vuitibc

sonne-licht
 
00
7.12.2011, 08:17
postenschacher

und alle stimmen zu bei der övp!

damit zeigens jeden tag ihre wahre solidarität zum volk!

schade das alle parteien so agieren, sonst hättest noch eine wahl des geringeren übels!

nrg422
00
5.12.2011, 21:09
Ein echter...

Nebenerwerbsbauer

barney
11
5.12.2011, 06:35
Wahlausgänge

Fast 97 Prozent??? Man stelle sich vor, in Russland, im Iran, oder in Nordkorea ginge eine Wahl so aus!Was würden wir dann im Standard lesen?

Salz Burger
01
5.12.2011, 08:32

Überall gehen Wahlen so aus, wenn nur ein Kandidat zur Verfügung steht. Eben auch bei uns, in jedem Verein, wenn es keine sogenannte Kampfabstimmung gibt.

barney
01
5.12.2011, 12:19
Vorstellung

Man stelle sich vor, in Russland, im Iran oder in Nordkora stünde nur ein Kandidat zur Verügung! Was würden wir dann im Standard lesen?

Salz Burger
00
5.12.2011, 12:48

Ich bin sicher, dass in den genannten Ländern meistens Parteivorsitzende ähnlich gewählt werden, wie bei uns. Also mit einem Kandidaten, der dann bestätigt wird, was naturgemäß auf fast 100% der Stimmen hinaus läuft.

walter helfmann
00
5.12.2011, 00:36
bruhahaha: "Landwirtschaft in bäuerlicher Hand"

luigi monettis ziehkind lässt geist spriessen.

berger940
12
4.12.2011, 17:20
Überprüfung

Wurde der Schweinemastbetrieb von Auer schon von einer unabhängigen Kommission überprüft? Die Überprüfung soll feststellen, der Betrieb ist frei von jeglicher Tierquälerei. Das ist die erste Hürde für Auer, es soll kein Zweifel vorliegen, und dann kann er gewählt werden, für was immer auch!

yotix
 
00
5.12.2011, 12:09

Ich hätt lieber einen schlauen Tierquäler als Bauernbundchef als ein naives Balluch-Sektenopfer.

Salz Burger
00
5.12.2011, 00:11

Ob er gewählt werden kann oder wird, entscheiden nur die Mitglieder des Bauernbundes.

berger940
00
5.12.2011, 17:14
weil anständig

alpentiger
07
4.12.2011, 12:21
Ein Wahnwitzträger jagt den anderen ...

Die Landwirtschaftsfunktionärskaste ruiniert die eigene Klientel, weil ...

... ein vollkommen falsches Förderwesen die Großen (z.B. Schweinemäster Auer) die Falschen (Raiffeisenklüngel) und zuviel (machen die kleinen Bauern kaputt) mit allen MItteln verteidigt wird ...

... nach wie vor Quantiät statt Qualität den Bauernalltag prägt ...

... mit Berlakovic sowieso der vom Bauernklüngel gewünschte "kleinste gemeinsame Nenner" und das in allen Interpretationen nicht Macht des Klüngels sicher will ...

... die ÖVP-Bünde der Niedergang des Partei als ganzes ebenso mit den Multifunktions-Bonzen Auer auch die gesamte politische Moral in Ö. in den Müll gekippt wird....

erxxich
02
4.12.2011, 20:07
Es gehören

* Förderungen nur für Berg- und Kleinbauern !! dies maximal mit € 10.000,-
* Steuerfreibeträge bzw. Pauschalen auch nur für Berg- und Kleinbauern !!! dies maximal mit € 20.000,-
* Keinerlei Förderungen für Großindustrie
* Halbwegs realistische Grundsteuern !!

Österreichische Verbrecher Partei!
07
4.12.2011, 11:11
1986 - 2011 25 Jahre ÖVP = Lüge in der Regierung :`(

Die Österreichische Verbrecher Partei feiert Jubilliäum neue Lage 670 Tage ;-)) bis zur Abwahl

25 Jahre Mafia in der Regierung sind genug!

25 Jahre wurde ein Anti Korruptions- Gesetz verhindert

25 Jahre wurde Transparenz bei den Politikerzusatz- und Parteigünstlings Einkommen verhindert

25 Jahre wurde eine Offenlegung der Parteispenden verhindert

25 Jahre Schutzschirm für Korruption

25 Jahre " wos woa mei Leistung?"

25 Jahre Unschuldsvermutung

25 Jahre Wahlversprechen gebrochen !

Egal wo man bei diesen halbseidenen Typen der Verbrecher Partei hinein sticht, schon kurz nach dem Lack kommt die Korruptions- Jauche zum Vorschein.

Milliardenförderungen für die Millionärs- Bauern ! Ein Kleiner bekommt NIX

Toto Wien
04
4.12.2011, 14:29
Da haben sie nicht ganz unrecht, auch wenn man dazu sagen muss,

dass die SPÖ und die FPÖ immer bereitwillig mitgespielt haben und auch nichts gegen Korruption und Freunderlwirtschaft unternommen haben! Wenn ÖVP und SPÖ Österreich nicht bis 2013 auf westliches Niveau im Bereich Parteispenden, Korruption und Freunderlwirtschaft bringen, wird die Wahl ein Fiasko werden!

erxxich
01
4.12.2011, 20:08
Ja wenn

alle Parteien an den Futtertrögen satt werden werden sie nichts unternehmen !!!

alpentiger
31
4.12.2011, 12:24
Nach dem Dein Copy&Paste-Forumsumtrieb immer wieder Ihre Einäugigkeit unterstreicht ....

Sage ich Ihnen nochmals, dass nur das 25-Jahre Erinnerungsvermögen nicht stimmt. Es sind 40 Jahre, und Kreisky war der Wegbereiter für alle diese Ausuferungen und dem Vorenthalten der Zukunft für die Jugend durch die Schuldenpolitik, die uns heute auf den Kopf fällt.

Wenn Sie nur bereit sind, mit einem Auge zu sehen, wäre eine totale Erblindung eine sinnvolle Alternative.

Österreichische Verbrecher Partei!
12
4.12.2011, 20:14
lernen sie Geschichte ! ;-)

alpentiger
22
4.12.2011, 20:37
Gehn Sie ins Archiv ...

Den Geschichtssager hat Kreisky erst im 10. Jahr seiner Regierung zu einem Journalisten gesagt. Ob er sich zuvor selbst dem Grundsatz gefügt hat, bleibt noch unbeantwortet. Denn da hat der Kreisky alles zugelassen, was mit Populismus Mehrheiten gebracht hat.

Aber wahrscheinlich bringt das wohl auch nichts bei Ihnen. "Bleiben Sie so wie Sie sind!" rufe ich Ihnen zu, denn größere Ansprüche möchte ich nicht stellen.

Spinntda Peppi
02
4.12.2011, 09:12
die familie auer

ist in ischlham als sehr nedig bekannt. wie jemand, der in seiner heimat nicht besonders beliebt ist, bundesobmann werden kann, ist mir ein rätsel.

Salz Burger
00
5.12.2011, 00:12

vermutlich sind die Neider in der Nachbarschaft das eigentliche Problem. Das ist häufig so, bei erfolgreichen Leuten.

Spinntda Peppi
00
4.12.2011, 09:49
bei mir

hängen einige tasten. darum fehlen ein paar buchstaben.....

AlliGator
00
4.12.2011, 10:59

Ihr "i" scheint doch zu funktionieren. Sind Sie sicher, daß es nicht um Tassen und Schränke geht statt um Tasten und Buchstaben?

Toto Wien
01
3.12.2011, 21:28
Der Bauernbund muss mal im 21.Jahrhundert ankommen, von der

Geisteshaltung sind die noch mehr im 19.Jhd. zB Thema Kastenstand! Solange sich die ÖVP von solch rückständigen Ideologien leiten lässt, wird sie für jeden zivilisierten Menschen unwählbar sein!

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 115
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.