Nach Selbstanzündungen

Chinesischer Minister besuchte tibetisches Kloster

3. Dezember 2011, 11:04

Free Tibet publiziert Fotos von Tibetern mit Schildern um Hals

Peking - Nach einer Reihe von Selbstanzündungen buddhistischer Mönche in den tibetischen Regionen im Südwesten Chinas hat der chinesische Minister für öffentliche Sicherheit das Gebiet besucht. Meng Jianzhu habe bei seinem Besuch im tibetischen Kirti-Kloster den "historischen Beitrag des tibetischen Buddhismus für die Einheit des Landes und die Solidarität zwischen den unterschiedlichen Ethnien" betont, teilte das Ministerium in Peking am Samstag mit. Die Reise des Ministers war Teil einer Inspektionstour durch die Provinz Sichuan Ende November.

Verhaftete Tibeter mit Schilder um Hals

Die in London ansässige Organisation Free Tibet veröffentlichte am Samstag Fotos von verhafteten Tibetern in China, die mit Schildern um den Hals vorgeführt werden, auf denen ihre Namen und die ihnen vorgeworfenen Vergehen zu lesen sind. Das Datum und der genaue Ort der Aufnahmen waren zunächst unklar. Die regierungskritische chinesische Webseite Boxun.com berichtete jedoch am Freitag, dass die Aufnahmen aus den autonomen tibetischen Regionen Gandze (chinesisch Ganzi) und Ngaba (chinesisch Aba) in der Provinz Sichuan stammen.

China hat Tibet im Jahr 1951 besetzt und kontrolliert die autonome Region sowie die anliegenden Provinzen, in denen zahlreiche Tibeter leben, mit harter Hand. Der geistliche Führer der Tibeter, der Dalai Lama, lebt seit 50 Jahren im Exil. Aus Protest gegen religiöse Unterdrückung hatten sich zahlreiche buddhistische Mönche und Nonnen in diesem Jahr selbst angezündet, mindestens sieben kamen dabei ums Leben. (APA)

Carlito336
42
3.12.2011, 19:50
Wenn sich Mönche selbst anzünden,

liegt das kaum an Glaubenszweifeln.
sie werden zwar mit ihrem aufoktoierten Lebensstil nicht glücklich sein, aber zum Suizid ist das kein Grund.

Oder ist es vielleicht die Trauer darüber, dass ihre alte Feudaldespotie für immer futsch ist?

best 29091964
22
3.12.2011, 23:05
Feudaldespotie!

dieses Denken ist rückwärts gewandt. Sicher sehnen sich die Menschen in Tibet nicht nach der Feudalherrschaft zurück. Aber was wurde ihnen für ein Ersatz geboten? Religionsverbot, Meinungsunfreiheit, Gefangene im eigenen Land. Sicherlich gab es auch Verbesserungen was ärztliche Versorgung und Infrastruktur anbelangt. Aber der Preis dafür war und ist unbedingt zu hoch. Die Freiheit des Menschen ist - im 21. Jahrhundert - das absolut höchste Gut. Feudalherrschaft ist Mittelalter das überwunden ist.

best 29091964
33
3.12.2011, 16:54
China muss endlich einlenken!

die inzwischen weltweite Solidarität mit den jünsten Selbstverbrennungsopfern sollte dem chinesischem Regime zu denken geben. Ansonsten werden die Reformversprechungen Chinas in Sachen Menschenrechte sehr unglaubwürdig.

der schalldämpfer
11
3.12.2011, 14:27

"historischen Beitrag des tibetischen Buddhismus für die Einheit des Landes und die Solidarität zwischen den unterschiedlichen Ethnien"

sind ja ganz neue töne. hoffentlich nicht die übliche farce…

"Able Danger"
05
3.12.2011, 13:42
Wo sind die Fotos?

franz vonasek
 
01
5.12.2011, 21:59

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