Haftstrafe kino.to-Mitarbeiter

3. Dezember 2011, 08:52
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Richter: "Es ging bei kino.to rein darum, Geld zu machen" - zu zweieinhalb Jahren verurteilt

Für die Mitarbeit am Internet-Filmportal kino.to ist ein 33 Jahre alter Mann zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Amtsgericht Leipzig sprach ihn am Freitag der gewerbsmäßigen unerlaubten Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke in mehr als 1,1 Millionen Fällen schuldig. 

Geständnis abgelegt

Der 33-Jährige ist der erste, der im Zusammenhang mit den Ermittlungen verurteilt wurde. Das Urteil ist rechtskräftig. Der Mann hatte ein Geständnis abgelegt. 

"Es ging bei kino.to rein darum, Geld zu machen"

"Es ging bei kino.to rein darum, Geld zu machen", sagte der Richter in seiner Urteilsbegründung. Die Betreiber hatten Millionen-Umsätze mit Online-Werbung erzielt. Die Behörden hatten kino.to im Sommer gestoppt. Auf der Plattform fanden sich nach früheren Angaben mehr als eine Million Links zu Filmen und Fernsehen-Sendungen. Im Juni waren bei einer europaweiten Razzia zwölf Beschuldigte festgenommen worden, die als Betreiber der illegalen Plattform gelten. Auf Konten fanden die Ermittler rund 2,5 Millionen Euro. Das Geld wurde beschlagnahmt. Insgesamt gab es 13 Festnahmen.

Nachfolger

Wenige Wochen nach der Abschaltung des Filmportals war eine Kopie online. Die Website kinox.to hat augenscheinlich das gleiche Layout und verlinkt wie der Vorgänger zu aktuellen Filmen und Dokumentationen, die auf anderen Servern liegen und per Stream angesehen werden können.

Sperre

Nach einer Klage des Vereins für Antipiraterie (VAP) musste der österreichische Provider UPC den den Zugang zu kino.to sperren. (Red/APA/dPA)

  • Kino-Vorhang bleibt für den Filmpiraten verschlossen
    foto: standard/newald

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