Verhandlungen

Serbien dementiert Einigung im Grenzkonflikt

3. Dezember 2011, 08:25

EU spricht von Verhandlungserfolg und Lösung - Belgrader Unterhändler: "Es fehlt noch der Punkt auf dem i"

Brüssel - Im Grenzstreit zwischen Serbien und dem Kosovo haben beide Seiten nach Angaben der Europäischen Union eine Einigung erzielt. Vertreter Serbiens und des Kosovo hätten sich auf einen von Brüssel ausgearbeiteten Lösungsvorschlag geeinigt, erklärte EU-Vermittler Robert Cooper am Freitagabend. Danach soll ein System zur gemeinsamen Verwaltung der umstrittenen Posten eingerichtet werden. Auch die kosovarische Vize-Ministerpräsidentin Edita Tahiri bestätigte die Einigung.

Serben dementieren aber bereit für weitere Gespräche

Der Chef des serbischen Verhandlungsteams, Borislav Stefanovic, dementierte die Angaben der EU jedoch. Es habe keine Einigung gegeben und er sei bereit, die Gespräche am morgigen Samstag fortzusetzen, zitierte die Belgrader Nachrichtenagentur Tanjug den Spitzendiplomaten. "Trotz aller Bemühungen wurde heute keine Übereinkunft erzielt. Wir haben unsere Standpunkte zwar deutlich angenähert, aber es fehlt noch der Punkt auf dem i", sagte Stefanovic nach dem Ende der Gesprächsrunde am späten Freitagabend. Es gehe insbesondere darum, wie der serbischen Bevölkerung im Nordkosovo die Bewegungsfreiheit "im Einklang mit der UNO-Resolution 1244 und der serbischen Verfassung" garantiert werden solle, sagte der Diplomat mit Blick auf den Rechtsstandpunkt Belgrads, wonach der Kosovo Teil des serbischen Staatsgebiets ist.

EULEX soll überwachen

Laut der EU-Mitteilung wurde ein Grenzkontrollsystem vereinbart, das von der EU-Polizei-und Justizmission (EULEX) überwacht werden soll. Der Norden des Kosovo an der Grenze zu Serbien ist seit Monaten Schauplatz von Feindseligkeiten zwischen Kosovo-Albanern und -Serben. Hintergrund der Vorfälle ist ein Handelsstreit zwischen Serbien und der einstigen südserbischen Provinz. Zuletzt protestierten Serben nahe der umstrittenen Grenzübergänge Jarinje und Brnjak mit Straßensperren gegen die Präsenz kosovo-albanischer Polizisten und Beamter. Erst am Montag hatten serbische Demonstranten Soldaten der NATO-geführten Kosovotruppe KFOR mit Steinen, Flaschen und Sprengkörpern attackiert, als diese eine Straßensperre räumten. Dabei wurden rund 50 Soldaten verletzt, darunter zahlreiche Österreicher und Deutsche. (APA)

Ich bin klug
01
3.12.2011, 15:37
Hier ist der fehlende Punkt:

.

Aca Rankovic
00
3.12.2011, 17:03

ich möchte ergänzend die hier vorschlagen: i-!

Gustav Gans der Wahre
25
3.12.2011, 11:42
"einstig " ist die südserbische Provinz nur für eine Minderheit

der Staaten dieser Welt. Eine Minderheit allerdings, die glaubt, die Welt zu beherrschen. Wenn eine Minderheit die Mehrheit beherrschen will ist das gemeinhin ein undemokratischer Haufen, auch Diktatur genannt.

Aca Rankovic
10
3.12.2011, 17:34

... und ihre Repression wird sicher nicht geringer werden. Wie immer wenn man sich delegitimiert...

kroate061
12
3.12.2011, 11:38
Thema Grenzkonflikt

Kosovo zu Albanien
R.Srbska zu Serbien und der fisch ist geputzt
alles andere ist kokolores und zum scheitern verurteilt

lala
00
3.12.2011, 11:24
Was ist wohl das Pünktchen ?

Trollblume
42
3.12.2011, 12:22

Vielleicht der serbischen Bevölkerung freien Personen- und Warenverkehr + Schikanen für die Albaner, oder so ...

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