"Lilith 2003"

5. Juni 2003, 11:22
3 Postings

Kärntner Frauenförderungspreis wird erstmals vergeben - Rege Beteiligung zum Thema Berufsorientierung

Klagenfurt - 32 Teams mit insgesamt 120 Mädchen zwischen zehn und 19 Jahren von 17 Schulen aus ganz Kärnten haben sich zum Projektwettbewerb "Mein Traumberuf" des Landesfrauenreferates Kärnten angemeldet: Die Teilnehmerinnen haben ihren Berufswunsch unter den Aspekten Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Karrierechanchen, Einkommen, Zukunftsorientiertheit und Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf betrachten. Die besten Projekte werden bei einer Supershow mit Christina und Niddl aus "Starmania" mit der "Lilith" ausgezeichnet.

VertreterInnen von AMS Kärnten, Landesschulrat, Universität Klagenfurt und dem Kärntner Frauenreferat bilden die Jury und werden die eingereichten Werke – Computerpräsentationen, Filme, Theaterstück, Dokumentationen und Fotos – begutachten. Frauen-Landesrätin Gabriele Schaunig-Kandut wird die allerersten "Liliths" überreichen: eine "Lilith" geht an das beste Projekt, wo auf den Inhalt (Zukunftsorientiertheit, Recherche, Gender-Perspektive und Bruch mit Klischées) geachtet wird. Die zweite "Lilith" gibt es für die beste Präsentation nach den Kriterien Originalität, Klarheit und Darstellungsform. Außerdem gibt es einen Sonderpreis für jene Schule, die ihr Team bei der Projekterstellung besonders motiviert und unterstützt hat.

Mythos Lilith

Kärntens Frauenbeauftragte Helga Grafschafter: "Wir haben die Lilith als Symbolfigur gewählt, weil sie freiheitsdurstig, widerspenstig, eigenständig und stolz auf ihr Frausein war. Sie wehrte sich gegen Unterwerfungen und Demütigungen, hat dafür aber auch bitter bezahlt." Dieser erste Kärntner Frauenförderpreis des Frauenreferates des Landes Kärnten wird künftig jährlich für besondere Leistungen rund um das Thema Frauen verliehen.

Nach Überlieferungen aus jüdischen Quellen schuf Gott mit Lilith Adam eine Frau – und zwar aus Erde und dem Manne völlig gleich gestellt. Ihr Name bedeutet "aus Erde erschaffen, mit der Luft durch Flügel verbunden". Doch bald gerieten Adam und Lilith in Streit, weil Adam der Frau übergeordnet sein wollte. Da schwang sich Lilith in die Lüfte und entschwand. Der Allmächtige schickte daraufhin drei Engel aus, die sie zurück bringen sollten. Falls Lilith sich widersetzte, sollten täglich hundert ihrer Söhne sterben. Lilith lehnte ab – und von da an war sie an allem schuld . . . Lilith war plötzlich die Kinderfresserin, die Verführerin, das Verderben des Mannes. Doch sie hatte nur die Anerkennung ihrer Ebenbürtigkeit verlangt – nicht mehr und nicht weniger. Noch heute wird um Liliths Rolle und Bedeutung gestritten: Viele Frauen sehen sie als Vorkämpferin für die Gleichheit, Männer oft noch als Verführerin und Vampir. (red)

"Lilith 2003":
13. Juni 2003, 19.30 Uhr CineCity Klagenfurt
Platzkarten in den Raika-Filialen, Eintritt frei!

Die Gutscheine können am Tag der Veranstaltung ab 18 Uhr in der CineCity gegen Eintrittskarten eingetauscht werden. Nähere Infos zur Lilith: www.lilith.ch
  • Frauenbeauftragte Helga Grafschafter, Lilith und Frauen-Landesrätin Gabriele Schaunig-Kandut
    foto: in medias
    Frauenbeauftragte Helga Grafschafter, Lilith und Frauen-Landesrätin Gabriele Schaunig-Kandut
Share if you care.