Arafat dankt Bush für "persönliches Engagement"

5. Juni 2003, 11:33
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Abbas kritisiert amerikanische Isolationspolitik gegenüber Arafat: "Er ist immer noch der von den Palästinensern gewählte Präsident"

Ramallah - Der palästinensische Ministerpräsident Mahmud Abbas (Abu Mazen) informiert am Donnerstag in Ramallah Präsident Yasser Arafat über den Dreiergipfel mit US-Präsident George W. Bush und Israels Regierungschef Ariel Sharon in der jordanischen Hafenstadt Akaba vom Vortag. Wie Arafats politischer Sonderberater Nabil Abu Rudeina in Ramallah mitteilte, hat der Präsident seinen Dank und seine Anerkennung für das persönliche Engagement von Bush zur Verwirklichung des Friedens-Fahrplans (Roadmap) für den Nahen Osten ausgedrückt.

Arafat darf von USA nicht isoliert werden

Abbas hatte in einem Interview mit dem US-Fernsehsender ABC erklärt, es könne auf palästinensischer Seite nicht hingenommen werden, dass Arafat von den USA systematisch isoliert werde. Arafat sei für die palästinensische Bevölkerung nach wie vor ein Symbol, er sei ihr gewählter Präsident. "Ihn so zu behandeln, ist nicht zulässig", sagte der Premier. Die Schaffung des Amts eines palästinensischen Ministerpräsidenten war von den USA erzwungen worden, weil die israelische Führung Arafat nicht mehr als Verhandlungspartner akzeptiert.

Bei dem amerikanisch-arabischen Gipfel in Sharm el Sheikh am Dienstag hatten der ägyptische Präsident Hosni Mubarak und die anderen anwesenden arabischen Staatsoberhäupter gegenüber Bush betont, dass Arafat nach wie vor der legitime Repräsentant des palästinensischen Volkes sei. Abbas hatte unmittelbar danach Arafat Bericht erstattet. (APA/AFP/AP)

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