Weltbank befürchtet Milliarden Menschen ohne Trinkwasser durch Klimawandel

5. Juni 2003, 09:39
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Vor allem die unterentwickelten Länder leiden unter den Auswirkungen

Washington - Die Auswirkungen des Klimawandels werden nach Befürchtung der Weltbank in den nächsten Jahrzehnten Milliarden von Menschen vom Zugang zu sauberem Trinkwasser abschneiden. Wegen Dürreperioden und Überschwemmungen als Folge der Erderwärmung könnten im Jahr 2025 weltweit mehr als fünf Milliarden Menschen in armen Ländern ohne ausreichende Wasserversorgung sein, heißt es in einer am Mittwoch in Washington verbreiteten Erklärung der Weltbank.

Derzeit hätten eine Milliarde Menschen keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Wasser. 2,4 Milliarden Menschen müssten ohne angemessene sanitäre Einrichtungen auskommen. Die Weltbank machte darauf aufmerksam, dass vor allem die unterentwickelten Länder unter den Auswirkungen des Klimawandels zu leiden hätten. 96 Prozent der Menschen, die in jüngster Zeit bei Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Dürreperioden ums Leben kamen, hätten in armen Ländern gelebt.

Der gesicherte Zugang zu sauberem Wasser sei eine wichtige Vorbedingung für Entwicklung, erklärte die internationale Behörde. "Wir müssen Mechanismen entwickeln, die die Folgen des Klimawandels in die Programme zur wirtschaftlichen Entwicklung integriert", forderte die Umweltdirektorin der Weltbank, Kristalina Georgieva.

Umwelttag

Seit 1972 wird am 5. Juni der Weltumwelttag begangen. Mit dem diesjährigen Thema "Wasser" will man das allgemeine Bewusstsein auf das kostbare Nass fokussieren und die Politik zum Handeln bewegen. In ganz Österreich werden rund 90 Einzel-Aktivitäten stattfinden, die sich dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit widmen. (APA)

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