Tomandl: "Nachhaltigkeit nicht gegeben"

5. Juni 2003, 12:55
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Pensionsexperte hält Nachjustierungen bei vorliegendem Enwurf zur Pensionsreform für notwendig

Wien - Der Pensionsexperte Theodor Tomandl sieht in der jetzt vorliegenden Pensionsreform die Nachhaltigkeit nicht gegeben. Wie er Mittwochabend in der ZiB 2 erklärte, werden Nachjustierungen notwendig sein. Bundeskanzler Schüssel wies in der ZiB 2 diese Kritik zurück. Die Reform sei der "richtige Mittelweg" mit längerfristigen Perspektiven.

Laut Schüssel entspreche die Anhebung des Pensionsantrittsalters um dreieinhalb Jahre auf 65 Jahre bis 2017 genau der Zunahme der Lebenserwartung in diesem Zeitraum. Falls sich sie die Rahmenbedingungen ändern sollten, müssten künftige Regierungen darauf reagieren.

"Ehrlich gerungen"

Die Einladung zum Runden Tisch durch Bundespräsident Thomas Klestil wurde von Schüssel als "sinnvoll" bezeichnet, weil dies die Notwendigkeit des Dialogs öffentlich gemacht habe. Mit den Sozialpartnern habe die Regierung um Lösungen "ehrlich gerungen".

Die Rückkehr des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider in die Bundespolitik kommentierte der Kanzler zurückhaltend: "ich nehme jeden Landeshauptmann ernst." (APA)

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    Pensionsexperte Tomandl ist nicht zufrieden.

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