OeBS-Affäre

Generalrat stellt sich hinter Nationalbankdirektoren

3. Dezember 2011, 10:21

Banknotendruckerei OeBS wollte 2007 auch Irak beliefern

Wien - Der Generalrat der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) hat sich nach einer Sondersitzung zur Affäre um die OeBS (Banknoten- und Sicherheitsdruck) hinter jene drei Nationalbankdirektoren gestellt, die im Aufsichtsrat der Gelddrucktochter des Hauses sitzen. "Das OeNB-Präsidium und die Mitglieder des Generalrats betonen, dass aus heutiger Sicht keine Gründe für eine Abberufung vorliegen", heißt es in einer dürren Erklärung am Freitagabend. Nationalbank-Präsident Claus Raidl war nach der Sitzung nicht erreichbar.

Bei dem Treffen, das wegen des Berlin-Flugs von Gouverneur Ewald Nowotny verspätet begonnen hatte, hat das Präsidium unter dem früheren Böhler Uddeholm-Chef über die Einleitung eines Strafverfahrens gegen drei Mitglieder des Nationalbankdirektoriums berichtet. Im OeBS-Aufsichtsrat sitzen: Nowotny, sein Stellvertreter Wolfgang Duchatczek und Peter Zöllner. Der Generalrat, der dem Aufsichtsrat entspricht, hat den Bericht seines Präsidiums "zur Kenntnis genommen", wie es in der Aussendung heißt. Der Generalrat sei an einer raschen und lückenlosen Aufklärung interessiert.

Über Beschlüsse des Gremiums wird in der Aussendung nichts berichtet. Damit blieben auch Fragen wie beispielsweise, ob Aussagen für den Finanzausschuss des Parlaments am Montag besprochen wurden, unbeantwortet.

Am vergangenen Montag hatte die Justiz in der mutmaßlichen Bestechungsaffäre um die Gelddrucktochter die Strafverfahren auf den gesamten OeBS-Aufsichtsrat ausgedehnt - aus Formalgründen, wie die Notenbank betonte. Der Vorwurf der Justiz lautet auf "Kenntnis von Bestechung ausländischer Amtsträger im Zuge der Akquisition von Banknotendruckaufträgen". Die OeBS-Aufsichtsräte wiesen die Vorwürfe gegen sich wiederholt entschieden zurück.

Wie bekannt, geht es in der Affäre um mögliche Provisionszahlungen von 16 Mio. Euro für Druckaufträge ins Ausland. Die Beschuldigten auf der operativen Ebene (OeBS-Management, Anwälte) sind mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Nach jüngsten Zeitungsberichten soll auch die OeBS-Schwester Münze Österreich Provisionen gezahlt haben. Für alle Verdächtigten gilt die Unschuldsvermutung. 

Plan irakische Zentralbank zu beliefern

Die OeBS erwog im Jahr 2007, Banknoten für die Irakische Zentralbank zu drucken. Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, sollten bis zu 260 Millionen Stück irakischer Dinar nach Bagdad geliefert werden, wobei die OeBS allerdings nicht direkt in Erscheinung treten wollte. Das Geschäft sollte laut einem Aufsichtsratsprotokoll vom 10. Dezember 2007 über einen Subauftrag in der Ukraine abgewickelt werden. Tatsächlich wurde dieser Plan vor dem Hintergrund der Sicherheitslage schließlich ersatzlos verworfen.

Wie "profil" laut Vorabmeldung vom Samstag weiters berichtet, wurde im OeBS-Aufsichtsrat noch im Juni 2011 eine Vertiefung der umstrittenen Geschäftsbeziehungen mit Syrien diskutiert. Zu einem Zeitpunkt, da Präsident Bashar al-Assad bereits auf das eigene Volk schießen ließ, wollte die OeBS sich um die Erlangung eines neuen Auftrags aus Damaskus im Volumen von 400 bis 500 Millionen syrische Pfund-Banknoten bemühen.

Der OeBS wird vorgeworfen, "Provisionszahlungen" ohne Gegenleistung gezahlt zu haben, um in Ländern wie Syrien und Aserbaidschan Aufträge zu erhalten. Die Staatsanwaltschaft hat deshalb gegen die Kapitalvertreter des Aufsichtsrats ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Kenntnis von Bestechung ausländischer Amtsträger im Zuge der Akquisition von Banknotendruckaufträgen eingeleitet. Dem Aufsichtsrat der Notenbanktochter gehören auch Gouverneur Ewald Nowotny, Vize-Gouverneur Wolfgang Duchatczek sowie Peter Zöllner an.(APA)

Ravenspower
00
4.12.2011, 22:13
ACHTUNG: Brennan tats guat

"wo is des geld des was überall fehlt ja hat denn koana an genierer wieso kemman allweil de viara de liagn, de die wahrheit verbieg'n und wanns nit kriagn was woll'n dann wird's g'stohln, de falotten soll der teufel hol'n"

text: hubert von goisern

sehr sehr sehr passend!

HerrderRinge
00
4.12.2011, 14:42
Generalrat bemüht sich um lückenlose Aufklärung der Vorfälle!!

Sowie bei den Mitarbeitervergiftungen durch BENZOL!
Da hat man sich auch erfolgreich bemüht!

ZUM VERTUSCHEN!

Lügen und Betrügen ist der Leitsatz von OEBS/OENB!!!

locken
01
3.12.2011, 15:49
Zudecken,Abstreiten,Vertuschen und warten bis es verjährt echt österreichisch !

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