Atomprogramm

Der iranische Albtraum

Kommentar der anderen | 2. Dezember 2011, 19:20

An der Absicht des Regimes in Teheran, Nuklearwaffen zu bauen, kann es keinen vernünftigen Zweifel geben - Von Joschka Fischer

Während Europa sich vor allem mit seiner eigenen Krise beschäftigt und die anderen Weltmächte gebannt das bizarre Schauspiel der Europäer um die Rettung des Euro und damit auch um die Zukunft des globalen Finanzsystems beobachten, ziehen sich jenseits von Euphrat und Tigris, über dem Iran, erneut drohende Kriegswolken zusammen.

Der Iran verfolgt seit Jahren ein Atomprogramm plus dem Bau von weit reichenden Trägersystemen, das nur einen Schluss zulässt: Das Land möchte militärische Nuklearmacht werden oder zumindest, unter dem Geltungsbereich des Atomwaffensperrvertrags, technologisch so weit kommen, dass es dann nur noch einer einzigen politischen Entscheidung seiner Führung bedarf, um eine Nuklearwaffe tatsächlich zu bauen.

An dieser Absicht der iranischen Führung kann es meines Erachtens keinen vernünftigen Zweifel geben, denn ansonsten machte das iranische Nuklear- und Raketenprogramm keinen Sinn, sondern wäre nur sinnlose Geldverschwendung.

Iran braucht keine Anreicherungstechnologie, denn es verfügt nur über einen einzigen zivilen Reaktor, der zudem von Russland mit Brennelementen beschickt wird. Die iranische Technologie lässt sich darin nicht verwenden. Die Urananreicherung macht aber jeden Sinn, wenn man eine Nuklearwaffe will, denn dafür ist sie unverzichtbar. Zudem baut der Iran einen Schwerwasserreaktor, angeblich für Forschungszwecke, der aber auch für eine Plutoniumbombe unverzichtbar ist.

Iran hat, entgegen dem Sperrvertrag, dem das Land angehört, wesentliche Teile dieses Programms verborgen, und zudem hat das Land für viele Millionen Dollar sich bei dem pakistanischen Nuklearschwarzhändler. A.Q. Khan, dem "Vater der pakistanischen Bombe," illegal Anreicherungstechnologie und das Design einer Nuklearwaffe gekauft und auch diese Tatsache verborgen. Der Iran flog auf, als Libyen mit dem Westen zu kooperieren begann und das illegale Netzwerk aus Pakistan offenbarte. Viele weitere schwere Verdachtsmomente ließen sich noch anführen.

Ein Iran mit Nuklearwaffen oder auch nur eine politische Entscheidung davon entfernt würde die strategischen Gewichte im Nahen und Mittleren Osten massiv verschieben.

Hinzu kommt, dass der Iran seit 1979 eine revolutionäre, gegen den Status quo in der Region zielende Außenpolitik betreibt, von der sich zahlreiche Nachbarn bedroht fühlen.

Die Verbindung dieser revolutionären Außenpolitik mit Nuklearwaffen und Raketen macht den Albtraum nicht nur von Israel aus, das jedoch über Zweitschlagskapazitäten verfügt, sondern vor allem der nichtnuklearen arabischen Nachbarn am Persischen Golf und auch in der Türkei. Gerade die Golfstaaten unter Einschluss von Saudi-Arabien fühlen sich durch diese Entwicklung noch mehr und existenzieller bedroht als Israel. Und auch die europäische Sicherheitslage würde sich durch einen nuklear gerüsteten Iran mit Sprengköpfen und Raketen dramatisch verändern.

Alle Verhandlungsversuche haben sich als Sackgasse erwiesen, und zugleich reichert der Iran sein Uran weiter an und versucht seine Technologie zu verbessern. Sanktionen nützen, wirken aber nur sehr langfristig, und Änderungen der Machtverhältnisse von innen heraus sind ebenfalls kurzfristig nicht absehbar. Es ist also nur eine Frage der nicht mehr sehr langen Zeit, bis sich die Alternative stellt: Akzeptiert die Welt und die Region eine Nuklearmacht Iran oder wird diese Gefahr vorher zum Krieg führen?

Präsident Obama hat bereits seit längerem klargemacht, dass die USA unter keinen Umständen eine Nuklearmacht Iran akzeptieren werden, dasselbe gilt für Israel und die arabischen Nachbarn des Landes am Persischen Golf.

Das Jahr 2012 verspricht in der Causa Iran daher sehr kritisch zu werden. Die israelische Regierung sprach jüngst von neun Monaten, die noch verblieben, bis der Iran die nukleare Schwelle erreicht, und zudem finden Ende 2012 in den USA Wahlen statt. Der Iran könnte ein zentrales Thema werden. Darüber hinaus ist es nur sehr schwer vorstellbar, das der israelische Ministerpräsident und seine Regierung tatenlos zuschauen, wie der Iran zur Nuklearmacht wird oder in deren Nähe kommt.

Andererseits ist es recht einfach, von einer Militäraktion zu sprechen, die nach Lage der Dinge im Wesentlichen auf Luftschläge hinausliefe. Es muss nachdrücklich bezweifelt werden, dass sich das iranische Nuklearprogramm aus der Luft ausschalten lässt, ja, ein Angriff könnte sogar den beschleunigten und direkten Weg zur iranischen Bombe eröffnen, und zwar mit der Billigung weiter Teile der Weltöffentlichkeit.

Man mag sich den Nahen Osten nach einer solchen Konfrontation besser nicht vorstellen. Der arabische Frühling wäre wohl zu Ende und würde durch eine massiv antiwestliche Solidaritätswelle mit dem Iran abgelöst werden. Die Region würde in Gewalt und Terror zurückgestoßen, statt sich weiter von unten her zu transformieren.

Die Opposition im Iran wäre wohl das erste Opfer einer solchen Aktion, und die gesamte Region würde wahrscheinlich in eine Lage geraten, die von niemand mehr zu kontrollieren wäre. Von den humanitären Folgen im Iran und außerhalb ganz zu schweigen.

Die Chancen für eine diplomatische Lösung in letzter Sekunde sind nicht sehr vielversprechend, da die Nuklearfrage im Machtkampf innerhalb der iranischen Führung eine entscheidende Rolle spielt. Wer dort versucht nachzugeben, der dürfte wohl verloren haben. Zudem scheint die Führung in Teheran davon auszugehen, dass der Iran zu groß und zu stark ist, um durch Sanktionen oder auch einen Luftkrieg in die Knie gezwungen werden zu können.

Schaut man in die Geschichtsbücher, so war der Weg in die Katastrophe in der Regel mit guten Absichten und gravierenden Fehleinschätzungen gepflastert. 2012 droht eine Wiederholung dieses Stücks.

Krieg oder Nuklearmacht Iran? Oder eine durchaus realistische andere Variante: Krieg und dann Nuklearmacht Iran? Auf diese schlechten Alternativen scheint sich die Lage im Nahen Osten im kommenden Jahr zuzuspitzen, wenn es nicht doch noch zu einer diplomatischen Lösung oder zumindest zu diplomatisch erreichtem Zeitgewinn kommt. Dazu bedarf es der äußersten diplomatischen Anstrengung, auch und gerade von Europa und Deutschland. (Joschka Fischer, DER STANDARD, Printausgabe 3./4.12.2011)

JOSCHKA FISCHER war von 1998 bis 2005 deutscher Außenminister und Vizekanzler.

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cheap thrills
01
6.12.2011, 17:14
oh!

da fehlt der copyright-vermerk aus der printausgabe - institut für die wissenschaften vom menschen. der vatikan lässt grüßen.

DieBo
01
6.12.2011, 10:16
Herr Fischer ist so voreingenommen und einseitig dass mir Angst und bange wird. Wen habe ich da damals nur gewählt. Ich habe mich wohl von Turnschuhen blenden lassen.

Seine Sicht ist 100% einseitig. Mit keinem Wort erwähnt er die Gründe die der Iran haben könnte so zu agieren wie er es gerade tut. Einer der Ursachen müsste doch angesprochen werden! Von Saddam über Afghanistan bis Milosevitch und Gaddhafi waren sie alle zum einlenken bereit. Es hat ihnen am Ende aber nichts genützt. Das gibt doch jedem Staat zu denken der ins Visier der Nato gerät. Die Resolution gegen Jugoslawien zb an der Fischer mitwirkte enthielt einen Absatz dem es der Umnik erlaubte die Kontrolle in Jugoslawien zu übernehmen. Kein Politiker der Welt der es ehrlich mit seinem Land und die Menschen meint die ihn gewählt haben würde sich darauf einlassen. Joschka Fischer spricht mit gespaltener Zunge würden Indianer sagen.

Richtig2
01
5.12.2011, 11:32

Herr Fischer ist - nach meiner Meinung - der schlimmste Kriegshetzer den Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg gesehen hat. Gleich zwei Angriffskriege wurden auf sein Verlangen hin gestartet. Zum Glück konnte Kanzler Schröder verhindern, dass dieser Kriegstreiber Deutschland in den Irakkrieg drängen wollte. Da wundert es nicht, dass dieser Kriegslüsterne ex-Außenminister nun auch noch Propaganda für einen Krieg gegen den Iran macht.

Sie haben Blut an ihren Händen, Herr Fischer!

buntstift
 
00
4.12.2011, 21:10

ich sag es immer wieder, und ich sag es noch einmal: der krankhafte antiamerikanismus in diesem forum ist nicht zu fassen.

DieBo
00
6.12.2011, 13:24
ich erkenne vor allem zwanghaften Antiiranismus...

manto bamminger
01
4.12.2011, 23:20
eigentlich bin ich nicht antiamerikanisch

anti angelsächsisch,...vielleicht
ich bin gegen das 1 %, das diesen krieg will,...ja und ein paar hunderttausen wahnsinniger schießwütiger wird sich wohl finden lassen. Das ist das männliche naturell, vorallem wenn man unzufrieden ist. Aufgabe des klerus und der stammesältesten wäre es die hitzköpfige jugend im zaun zu halten, und nicht sie auf die schützengräben zutreiben. Daran können wir erkennen worum es unseren führern tatsächlich geht.

chrilly donninger1
00
4.12.2011, 18:58
Das ist die Lehre aus dem Angriff auf den Irak

Saddams Problem war, dass er keine Massenvernichtungsmittel hatte. Sonst wär er noch immer am Ruder. Also wird sich jedes von der US bedrohtes Regime so schnell wie möglich solche zulegen.

rari
01
4.12.2011, 18:58
wo bleibt der 68er ?

der unbequeme Aussagen gemacht hat ? Wird man so, wenn man jeden Tag den Meinungseinheitsbrei mitzuverantworten hat ? Sind nicht schon bei Entscheidungen. daß Deutschland die NATO-Handlungen am Balkan billigte, auch gefälschte oder falsche Daten Grundlage für solche Entscheidungen gewesen ? Der amerikanische Sprecher: "Wir haben das so dramatisch schildern müssen, sonst hätte niemand unsere Einsätze gebilligt oder sich gar daran beteiligt". Stehen wir heute wieder vor so einem Konflikt aufgrund von Halbwahrheiten, bei denen im Hintergrund die Profite das Sagen haben ?
Die Grünen sind seriös geworden - schade !

chrilly donninger1
00
4.12.2011, 19:01
Ein schönes Beispiel

was beim Gang durch die Institutionen herausgekommen ist. Ein ausgefressener Typ im Nadelstreif.

marillensuppe
01
4.12.2011, 18:07
ich kann die aggressive außenpolitik des iran nicht erkennen.

sobald der iran auch atombomben besitzt,
werden so manche führer westlicher staaten ihn plötzlich annähernd so höflich behandeln wie nordkorea.

es geht bloß um eine art gleichgewicht.

und um den möglichen zugraff aufs iranische öl.

aber das weißt du ja, joschka.

und, joschka,
ich hab irgendwann einmal echt viel von dir gehalten.

Auch Briefträger brauchen Liebe..
00
5.12.2011, 08:34

N.Korea und höflich - Manson und delikat

Es gibt kein Gleichgewicht zwischen Gut und Böse,
nachdem Sie da-zwischen nicht unterscheiden können, bzw. den Westen oder die USA mit schlecht gleichsetzen

gebdensenfdazu
01
4.12.2011, 17:35

immer weiter so, bis es bumm macht, das wollen wir doch alle oder?, lasst uns einfach die menschheit auslöschen, verdient hat sie es ja, ICH hab die große Kanone und du nicht! ich habe aber die Grössere Kanone ... "ich lösche dich aus" ... und ich lösche dich aus!

Franz Klug
35
4.12.2011, 16:35
Wo Fischer falsch liegt:(

Fischer behauptet, dass der Iran seit 1979 eine revolutionäre Außenpolitik betreibt und daher eine Gefahr für die ganze Region ist.

Die Fakten schauen so aus:

1.) Hat der Irak, damals der gute Hussein, mit Hilfe des Westens den Iran angegriffen um die Mullahs loszuwerden.

2.) Wäre weder der Einsatz in der jetzigen Form in Afghanistan möglich noch der Zustand im Irak so friedlich, wenn es wirklich stimmen würde was bei uns immer und jetzt auch von Fischer herbeigelogen wird, dass der Iran eine revolutionäre Außenpolitik betreiben würde.

3.) Israel hat 200 Atomrakten, Pakistan etc. hab Atomraketen, dagegen unternimmt der Westen nichts, das weiss jeder Araber und daher ist die westl. Anti-Iran-Atompolitik zu recht unglaubwürdig.

Auch Briefträger brauchen Liebe..
00
4.12.2011, 18:46

Klug, falsch. Mit Hilfe des Westens ist relativ. Irgendwo wird es immer eine Präferenz des Westens für eine der agierenden Parteien eben, agiert haben der Irak - und der Iran.

Noch einmal: der Westen war höchst - unbeteiligt an den Massakern, die einmal der Irak und das andere mal der Iran mit seinen Heerscharen junger Kriegsdiener verursachten.

Zweitens widersprechen sie damit nicht den Sätzen Fischers

Besonders 3. Satz ist wieder einmal so eine verschwommene Antithese zu westlichem Denken, man hat sehr wohl versucht die Aktivitäten Pakistans zu unterbinden, wenn dieswer nicht ebendso verswhworen und geheimnisumwittert gehandelt hätte. Damals.

Sie scheinen ein kurzes Gedächtnis zu haben,
und einige Leser werden dann das noch glauben

Franz Klug
11
4.12.2011, 21:31
Sie scheinen noch sehr jung zu sein, wenn Sie

nicht wissen, dass hier sogar Österreich indirekt blutig mitmischte indem es illegal die GHN-45 Noricum Geschütze, mit großer Reichweite, zuerst an den Irak und dann dem Iran lieferten.
Natürlich befahl der Westen keine Massaker, aber es gab Berichte, dass Hussein auch vom Westen bei seinem unnötigen Angriffsplan auf den Iran unterstützt und dann massiv mit modernen Waffen versorgt wurde.
Israel fühlt sich vom Iran und von der arabischen Bevölkerungsmasse bedroht. Der Iran und die Araber fühlen sich von den israelischen Atombomben bedroht. Was die Region sofort braucht wäre ein reg. Dialogforum (Politik/NGOs) der Nahoststaaten inkl. Iran, wo alle laufend die Probleme diskutieren.
Fischers Kriegsträume sind hier kontraproduktiv

Auch Briefträger brauchen Liebe..
00
5.12.2011, 06:52

auch so ein Unfug: .. Iran fühlt sich von den israelischen Atombomben bedroht..
üben Sie sich jetzt in transnationaler Psychoanalyse?
Ist das ihr geübtes Verstehen nationaler Befindlichkeiten..?

Auch Briefträger brauchen Liebe..
00
5.12.2011, 06:24

Koorigiere:

Nicht der "Angriffsplan" wurde unterstützt, sondern es wurfde im späteren Verlauf der Auseinandersetzung logistische (aufklärerisch) Hilfe geleistet.

Das ist der Unterschied zwischen genauen und ungenauen Hinweisen

Auch Briefträger brauchen Liebe..
00
5.12.2011, 06:16

Wenn sie "klug" wären, dann hätten Sie Fischers Beitrag verstanden. Sie können ihn nicht sinnvollerweise rezitieren.

Auch Briefträger brauchen Liebe..
00
5.12.2011, 06:14

Österreich lieferte nicht, Herr Klug, die Voesttochter Noricum handelte österreichischen Gesetzen zuwider. Soll ich´s für Sie wiederholen?

Aber sie dürfen weiter lautmalen, was ohnehin als Märchen bekannt ist.

Die "Berichte", daß der Westen logistisch unterstützte stimmen, unabhängig davon ob der Irak sinnvolel oder weniger sinnvolle Streitigkeiten vomZaun brach.

Hingegen ist ihr weiter gebrachtes Argument der modernen Waffenlieferung an den Irak nächster Nonsens!..

Ich sagte doch ..

Ihre Fischer´schen Attitüden sind sowenig friedbringend wie des Iran Bombenpläne!

Georg Schütt
00
4.12.2011, 17:53
Die Punkte 1) und 3) widerlegen Fischer natürlich nicht einmal ansatzweise.

Zu 2) Gerade im Irak hat der Iran massiv shiitische Milizen unterstützt. Die Saadr-Milizen sind finanziell und personell durch die Revolutionsgarden unterstützt worden, Saadr selbst lebte lange im Iran.
Dass diese Miliz schließlich militärisch zerschlagen wurde in Basra und in Bagdad selbst), ist kein Verdienst des Iran.

Zu 1) Die Unterstützung der Hisbollah ist natürlich ein Zeichen für den Revolutionsexport. Im Libanon-Krieg 1982 kämpften Pasdaran im Libanon gegen Israel, etliche wurden getötet, die Leichname mittlerweile auch zurückgegeben.

Franz Klug
00
4.12.2011, 20:32
Ein paar kleine außenpolitische Aktionen machen noch keine revolutionäre Außenpolitik

Das punktuelle unterstützen von Gleichgesinnten ist noch keine revolutionäre Aussenpolitik.
Wenn der Iran seine Sunnitenfreunde im Irak so unterstützen würde, wie die USA z.B. Kolumbien im Kampf gegen die Rebellen, mit massiven Waffenaufrüstungen, Ausbildung von Truppen etc., dann wäre in Irak der offene Bürgerkrieg. Und in Afghanistan wäre ein vile höherer Blutzoll als jetzt.
Auch der Einsatz im Libanon war eher eine kleine Aktion von ein paar Iranische Geheimdienstler aber keine revolutinäre Aussenpolitik, die Herr Fischer hier suggeriert!

Eine revolutionäre Außenpolitik, unter dem Label Kapitalismus und Demokratie, betreibt, auch noch dem kalten Krieg, immer noch die USA. Siehe Kuba,Grenada, Erfindung Achse des Bösen, etc.etc.

Auch Briefträger brauchen Liebe..
00
5.12.2011, 06:18

Außenpolitik wird nicht alleine durch außenpolitische Aktivitäten definiert. Das ist also offenbar eine semantisches Problem, das sie mit Fischer haben. Alle anderen haben aber verstanden

AlexArnauld
 
00
4.12.2011, 16:34

Warum droht der Iran mit Terroranschlägen auf amerikanische Einrichtungen in Deutschland?

Ich gebe Fischer mit einem Recht: Deutschland wird das letzte diplomatische Wort haben.

Hinter diesem globalpolitischen Gefüge steckt eine lange Tradition, welche in einem historischen Kontext zu erklären ist. Die fadenscheinigen Gründe die allerorts aufgezählt werden -auch von Fischer- tragen nicht zur Stabilisierung bei...

Was hat die arabische Welt von einer Atommacht Iran zu fürchten? Indien ist auch keine wirkliche Demokratie - und Pakistan...oje.

Aus Frankreich hören wir schon Stimmen, die eine Dominanz Deutschlands in der Eurokrise kritisch - ablehnend- gegenüber stehen. Ein historisches Überbleibsel??
Also: Warum droht der Iran Deutschl.?

DieBo
01
4.12.2011, 13:59
gute Absichten, gravierende Fehleinschätzungen ..... sie nennen ihren Beitrag beim Namen Herr Fischer.....

Georg Schütt
55
4.12.2011, 11:32
Fischer bringt etliche Argumente dafür, warum er dem Iran misstraut.

Seine Kritiker widerlegen nicht ein einziges davon: nicht die Argumente zur Anreicherung, nicht die zu den Trägersystemen, nicht die zur Verheimlichung von Anlagen.

Wie sollten und könnten sie auch?

Stattdessen zum hundertsten Male das von der angeblich ungerechten Ungleichbehandlung mit Israel (es wird ja immer nur Israel genannt!), obwohl auf den Status Teherans als Mitglied des Atomwaffensperrvertrages auch schon hundertmal hingewiesen wurde. Aber manche wollen´s offenbar nicht verstehen.

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