E-Card

Absturz bei der Krankenkasse

2. Dezember 2011, 18:41

"Unversichert" wegen Systemfehlers im August

Wien - Beim Arztbesuch droht Versicherten der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) mitunter eine böse Überraschung: "Laut E-Card sind sie leider nicht gemeldet", kann es auch bei aufrechtem Versicherungsverhältnis heißen. Für den Arzt ist klar: Der Patient ist bei keiner Krankenkasse versichert - soweit die Information aus dem System.

Grund dafür ist ein Programmabsturz bei der WGKK am 9. August, bei dem bei einer bisher unbekannten Zahl von Patienten An- und Abmeldungen durch Unternehmen nicht gespeichert wurden. Etwa 2500 Datensätze sind an diesem Tag eingegangen, "wie viele nicht gespeichert werden konnten, wissen wir nicht", so Volker Schörghofer vom Hauptverband. Auf Nachfrage des Standard heißt es, es seien Stichproben gezogen worden, die WGKK geht bis jetzt von Einzelfällen aus.

Weiterhin versichert

"Wir wissen es allerdings nicht. Erst wenn sich ein Patient oder der Dienstgeber bei uns meldet, bemerken wir den Fehler", so ein Sachbearbeiter. Im Falle einer Meldung würde rückwirkend die Meldung aktiv. "Die betroffenen Personen, die an diesem Tag bei der WGKK angemeldet worden sind, waren die ganze Zeit über versichert. Allerdings war dieser Anspruch beim Stecken der E-Card nicht ersichtlich", so Schörghofer. Eine Meldung an Unternehmen oder Patienten wurde nicht gemacht.

Wer also beim Arzt erfährt, nicht versichert zu sein, sollte sich beim zuständigen Versicherungsträger oder bei der E-Card-Serviceline melden, lautet die Empfehlung der WGKK. Die Serviceline kann allerdings nur innerhalb der allgemeinen Öffnungszeiten (wochentags von 7.30 Uhr bis 14 Uhr bzw. 16 Uhr am Donnerstag) aktiv werden. Da jedoch viele Patienten erst in den Nachmittagsstunden zum Arzt gehen, kann sich Schörghofer vorstellen, die Servicezeiten generell auszuweiten.

Andere Gebietskrankenkassen sollen von dem Programmabsturz nicht betroffen sein. (juh, DER STANDARD, Printausgabe 3./4.12.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 84
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Buildona Brenton
00
28.2.2012, 23:50
Ärger mit der ECARD 2012

Auch ich hatte gestern in der Zahnarztpraxis ziemlich verdattert geschaut, als mir die Sprechstundenhilfe mitteilte, dass ich seit einem halben Jahr nicht versichert wäre. Memo: Ich bin versichert, war nicht arbeitslos, nicht in Karrenz und hatte auch keinen Jobwechsel hinter mir. Bei der GKK in Oberösterreich teilte man mir lapidar mit, dass die Daten halt einfach nicht früher weitergeleitet worden waren.

Got Your Nose!
01
6.12.2011, 23:24

ich sehs sowieso immer wieder gern, wenn mir die WGKK mal wieder den versicherungsschutz kündigt ohne irgendeine ankündigung oder benachrichtigung zu geben. dann muss ich nur 5 stunden nach wien fahren, ein bisschen bei ihnen herumschreien, bis dann jemand merkt, dass meine studienbestätigung eh da ist, nur habens ein neues formular das ich vorher ausfüllen muss, oder sie wollen meine noten wissen (?!), oder sie sie haben die bestätigung noch nicht eingetragen (nach 2 monaten) oder sonstwas. spaß spaß spaß

keywords
01
5.12.2011, 13:17

die eingegangenen daten sind bekannt. 2500 einträge. warum werden die nicht durchgecheckt sondern darauf gewartet, dass sich jemand aufregt?

Truth is a Troll
01
5.12.2011, 13:43

Stimmt Datenbereinigung bei 2500 Sätzen ist was für die Mittagspause, das sowas überhaupt so lang ein problem wird das es öffentlich wird ist eher peinlich

Karma Thrinley
01
5.12.2011, 12:00

Da ja auch die Abmeldungen "verloren" gegangen sind, könnte ein Arzt dann eine Leistung 2x abrechnen?
1x bei der WGKK
1x bei der tatsächlichen KK

Karli Marxi
02
5.12.2011, 11:24

Nicht nachvollziehbar bleibt für mich wie ein simpler "Programmabsturz" dazu führen kann, dass 2500 Datensätze verloren gehen....
Eventuell sollte man mal die Programmlogik hinterfragen...Bin mir sicher wenn bei der ERste Bank was abstürzt, weiss da Andi sofort wieviel Millionen ihm entgangen sind....

Beispielgebend ist auch das "Krisenmanagement"

...wie viele nicht gespeichert werden konnten, wissen wir nicht...
Da jedoch viele Patienten erst in den Nachmittagsstunden zum Arzt gehen, kann sich Schörghofer vorstellen, die Servicezeiten generell auszuweiten...(voraussichtlich ab 2015)

Peter G
03
5.12.2011, 09:21
"Wir wissen es allerdings nicht. Erst wenn sich ein Patient oder der Dienstgeber bei uns meldet, bemerken wir den Fehler"

Schwach !

Nicht mehr und nicht weniger !

Gerg K.
00
5.12.2011, 09:45
Schwach?

Nicht nachvollziehbar! Schließlich bekommen die ja auch die Beiträge des Versicherten und des Arbeitgebers. Die müssen sie ja auch zuordnen. Das kann aber nicht gehen, wenn der Betreffende nicht als versichert gespeichert ist!

Aber wahrscheinlich macht das ein nach Indien ausgelagertes Unternehmen und da kanns schon mal zu Kommunikationsschwierigkeiten kommen....

system1
01
5.12.2011, 11:22
was ist da nachzuvollziehen?

solange die beitragsgelder strömen wie verrückt ist denen doch die damit verknüpfte leistungspflicht vollkommen egal. kassieren geht lange vor leisten.....
was mich interessieren würde sind die zahllosen sozialbetrügereien mit der karte. ist aber denen egal, wobei wehe man zahlt einmal nicht als österreicher.... ganz schnell steht der scharfrichter vor der tür. das kann natürlich nur leute betreffen, die über einen wohnsitz verfügen....

Herbert Reinsch
04
5.12.2011, 07:06
immer...

... wenn man menschen mit fehlender qualifikation verantwortung überträgt...

Karl85
 
01
4.12.2011, 20:53
und was ist mit der OÖGKK?

Laut meinen Informationen läuft die Verwaltung der An und Abmeldung über die in Linz stationierte Datendrehscheibe ELDA. Wenn auch der WGKK Computer einmal einen Aussetzer hat, müßten die Daten doch bei der OOEGKK noch vorhanden sein. Wenns dort schon hapert, sind aber die Wiener nicht die Schuld.

Schnurz Homunculus
00
5.12.2011, 11:27
Bitte was hat die OÖGKK mit der WGKK zu tun?

außer dem gemeinsamen Teil GKK im Namen doch nichts!

meinemeinungdazu
00
5.12.2011, 14:50

elda

Schnurz Homunculus
00
5.12.2011, 15:56
na und?

bitte erklären Sie einem Unwissenden wie mir die Zusammenhänge und was elda ist, wer das betreibt und warum daher die GKKs alle gleich blöd sein sollen...

meinemeinungdazu
00
5.12.2011, 19:42

ich bin kein edv-experte daher nur unfachmännisch:

elda ist ein system, von der ögkk in´s leben gerufen zur elektr datenübertragung.

die anderen kassen haben sich dann d´rangehängt. sie können heute als dienstgeber die mitarbeiter über elda bei der kasse anmelden, auch für die wgkk läuft das dann über die oberösterreichische elda

minski
00
5.12.2011, 18:16
ELDA ist so was ähnliches wie ELGA

So werden vermutlich künftig auch alle, die sich auf ELGA verlassen, nackt dastehen, weil wie so oft nichts funktioniert.

Vielleicht haben sie schon alle qualifizierten TechnikerInnen eingespart, entlassen oder mit 40 in Frühpension geschickt, weil die nicht um 3 Euro/h + ein Ei arbeiten wollten.

In dieser Verwaltung funktioniert nichts mehr, aber ausbaden müssen immer immer die Geschädigten und Zahler selbst, mit ihrer Gesundheit. So darf das nicht weiter gehen.

Zensi
013
4.12.2011, 20:47
Die Schwäche des Hauptverbandes mit der EDV

und der fehlenden Qualifikation des Herrn Schörghofer ist nicht neu. Er ist aber trotzdem gut abgesichert, zählt er doch zur schwarzen Reichshälfte und hat auch eine doppelte Gage! Die Streichung dieser wäre ein zwar kleiner - aber verständlicher - Beitrag zur Schuldenbremse.

nichtkaefer
00
6.12.2011, 19:07
Kleiner Schönheitsfehler

Die Schuld liegt nicht auf der Seite Schörghofers sondern bei der WGKK.

naja2010
09
4.12.2011, 19:44
"Nicht versichert" gibt es auch in anderen Fällen:

Beim AMS irgendeinen Zettel nicht gebracht -> nicht versichert. Das geht schnellstens. Dann steht der Unversicherte beim Schalter und man kann ihm/ihr das erklären. Daraufhin Besuch bei zB der GKK Bezirksstelle, dann gibt es einen e card Ersatzbeleg, oder "wirklich nicht versichert", in Wahrheit ist aber eine Woche später der Unversicherte eh immer versichert gewesen. Aber die Ärzte müssen es ausbaden. Trägt mit zur großen Begeisterung bzgl. des E health Projektes bei...
Die update zyklen sind einfach zu lang, hat mal einer behauptet. Man hat aber den Eindruck, "raus" geht schneller als wieder rein.

weng
06
5.12.2011, 01:10
Was bei AMS und Kassen am Rücken von kranken Arbeitslosen getrieben wird, ist meist rechtswidrig!

Die Krankenkassa muss in jedem Fall 6 Wochen weiter versichern, auch wenn falsch informiert wird.

AK: http://wien.arbeiterkammer.at/online/no... ml#E303684
"Der Krankenversicherungsschutz ist auch gegeben, wenn die Notstandshilfe gesperrt ist - etwa wegen Ablehnung einer zumutbaren Beschäftigung oder wegen freiwilliger oder selbst verschuldeter Lösung des Arbeitsverhältnisses."

"Dann gibt es noch die Gruppe jener, die zwar in Wahrheit korrekt versichert sind, aber aufgrund von bürokratischen Verzögerungen nicht im E-Card-System aufscheinen. Das Arbeitsmarktservice (AMS) zum Beispiel braucht oft Wochen, um einen Arbeitslosen dem Hauptverband zu melden..."
http://tinyurl.com/c4w9698

Theo56
01
5.12.2011, 12:33
Rechtswidrigkeit stört "AMS und Kassen" bekanntlich wenig!

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
15
4.12.2011, 18:58
Stark beim -

herumdoktern - sehr schwach beim service -
sehr ähnlich wie bei wiener wohnen...

nichtkaefer
07
4.12.2011, 15:33
Programmabsturz bei der WGKK

Ein "Programmabsturz" kann immer vorkommen. Dass dadurch jedoch Daten verloren gehen, die nicht mehr wiederhergestellt werden können, ist mehr als nur peinlich. Besonders für eine Sozialversicherung. Da ist bei bei den Verantwortlichen dringender Handlungsbedarf angesagt.

Unedelschwarz
02
4.12.2011, 15:03
Auch in Tirol!

Mehrere meiner Mitarbeiter haben im Sommer bei diversen Ärzten die Auskunft bekommen, arbeitslos & unversichert zu sein.

So kamen zum eigentlichen Beschwerdebild auch noch Atemnot, und Herzrythmusstörungen dazu.

Nuss15
00
5.12.2011, 20:40

Der Stress kann sich nur auf die Gesundheit schlagen, aber das ist doch Krankenkassen egal.

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