INTERNATIONALER KLIMAFONDS

Leere Versprechen

Kommentar | Johanna Ruzicka, 2. Dezember 2011, 18:24

Der "Green Climate Fund" dürfte nicht mehr bleiben als eine leere Hülle - als ein Konto, auf das nichts eingezahlt wird

Ein "Schlechtes-Gewissen-Programm" zerbröselt gerade vor unseren Augen. Der "Green Climate Fund", auf den sich die Staaten bei früheren UN-Klimakonferenzen geeinigt hatten, dürfte nicht mehr bleiben als eine leere Hülle - als ein Konto, auf das nichts eingezahlt wird.

Die Idee für den Klimafonds war von den Industrieländern aus taktischem Kalkül ins Leben gerufen worden. Er hielt die Entwicklungsländer bei den vergangenen UN-Klimakonferenzen bei der Stange. Denn die Industrieländer versprachen, damit Klimaschutzmaßnahmen und den Ausbau regenerativer Energien in den armen Ländern finanzieren zu wollen - also die Regionen zu unterstützen, die die Erderwärmung nicht verursacht haben, aber davon besonders betroffen sind.

Angesichts der Finanzkrise lösen sich diese Versprechen nun im Nichts auf. Die Industrieländer haben kein Interesse und keine Mittel, Fonds abseits von staatlichen Rettungsschirmen oder Bankenhilfspaketen zu dotieren.

Problematisch ist, dass damit eine tragfähige internationale Klimapolitik in noch weitere Ferne rückt. Schlecht, denn so ein UN-Klimafonds könnte auch dann recht passabel operieren, wenn es zu keinem völkerrechtlich bindenden Vertrag kommt, wie es derzeit aussieht.

Die Auswirkungen sind weitreichend. Schwellen- und Entwicklungsländer werden nun erst recht keinen Grund sehen, sich beim Einsatz fossiler Energien zurückzuhalten. (DER STANDARD, Print-Ausgabe; 3./4.12.2011)

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19 Postings
gebdensenfdazu
00
4.12.2011, 18:14

es gab immer eine klimaänderung, seit millionen von jahren, das der mensch diese beschleunigt daran glaube ich, man kann einfach nicht milliarden von tonnen an erdöl verbrennen und denken "es passiert schon nix" , unser planet ist ziemlich klein, die luftschichte über uns ist hauchdünn, bereits in lächerlichen 10km höhe kann schon keiner mehr atmen, wir können nicht ewig so weitermachen und denken es passiert nix!

Borat Sagdiyev : jak sie masz?
10
4.12.2011, 17:40
Es gibt keine Klimaänderung nur Wunsch nach der Einführung der neuen Steuer.

Jetzt weiß doch jeder, dass die Studien gefälscht wurden falsche Schlüsse gezogen wurden.

Das ist doch alles belegbar - wozu dann diese Steuer?

gebdensenfdazu
00
4.12.2011, 17:19

meine prognose : wir werden ALLE fossilien brennstoffe in die atmosphäre blasen , öl , gas , kohle , innnerhalb von 250jahren schaffen wir das locker, und dann werden wir schön blöd dreinschauen was passiert ...

Uniquin
 
00
4.12.2011, 18:36

der erste teil der prognose ist nicht sonderlich gewagt. der zweite teil - mal sehen wie ich mich in 125 jahren fühle und dann sehe

Arbeit für die Zensur
00
4.12.2011, 10:54

Der Dreck durch die dort anfliegenden/abfliegenden Flugzeuge macht mehr aus als verhandelt wurde, dort wichtig ist nur, viel reden wenn auch sinnlos, gut speisen und trinken, mehr nicht und das auf Kosten der Bürger.

flotter denker
02
3.12.2011, 20:43
Die Politiker sind ja doch nicht so bloed, wie sie einen staendig glauben machen

Da wird viel geredet und zum Glueck wenig getan!
Reine Geldverschwendung das ganze.
Man sollt auch den Konfernztourismus dazu einstellen.

Arbeit für die Zensur
00
4.12.2011, 10:55

Richtig, eine Videokonferenz würde auch reichen.

dumm gelaufen
00
3.12.2011, 14:10

Wenn man die entwicklungshilfe auslaufen laesst und stattdessen mit dem green climate fund eine klimawandelhilfe/hilfe zum umbau in eine gruenere wirtschaft schafft, wuerd das sinn machen

Uniquin
 
00
4.12.2011, 18:38

wenns irgendwo ein model gäbe das funktioniert - ja. problem dabei: es gibt kein funktionierendes grünes wirtschaftsmodel

sanjoaquin
 
02
3.12.2011, 08:04
Gott sei Dank

Wenn man jetzt noch sämtliche Subventionen für die Klimahysterie in Europa einstellt, dann ist der Euro locker gerettet.

Pierre d´Aubusson
01
3.12.2011, 21:40
Nein, nein, nur nicht einstellen!

Ich halt zwar nix von Klimahysterie, aber letztendlich verringert sich auf diesem Weg die Abhängigkeit von den Arabern oder Russen.

Und wenn wir unsere Konsumartikel wieder hier produzierten, statt in China, dann hätten wir für das Klima was getan, weil hier wesentlich weniger CO² ausgestoßen wird, um die Dinge zu erzeugen und der Transport wegfiele. Und da käme ganz nebenbei eine Erhöhung der Steuereinnahmen heraus. Und schwups, weg isses das (übergroße) Defizit...

Warum kaum so argumentiert wird? Na, wen müßt ma überzeugen? Die die es eh schon wissen? Oder doch die, die lieber über den pöhsen Kapitalismus herziehen wollen, aber nur nix ändern?
Die, die es wissen braucht man nicht zu überzeugen, die andern kann man nicht.

dumm gelaufen
00
3.12.2011, 22:30

Ja, wenn der oilpeak nur kaeme, dann koennte das klimawandelprooblem (und einiges anderes) in den griff bekommen werden. Aber es scheint, dass man auf andere fossileumsteigt: oelsande, schiefergas, kohle. Solange eswas rauszupressen gibt aus diesem plameten wirds gemacht

Pierre d´Aubusson
00
3.12.2011, 23:00
Ceterum...

Ich psots ja schon die ganze Zeit, deshalb diese Überschrift: Ceterum...
Mit dem Ende des billigen Öls ist auch das Ende des billigen Kunstdüngers gekommen. Mit dem Ende des billigen Kunstdüngers das Ende billigen Getreides. Und Mindererträge kann man nur durch Mehrflächen wettmachen. In Brasilien und Indonesien rodens eh schon. Und bei uns sind die Ackerpreise in den letzten 10-12 Jahren von AtS 25 auf € 5 gestiegen. Warum nur, wenns keine Produktförderungen mehr gibt? Hanglagen, die vom Boden her besser sind, aber die man nicht ackern kann, nur für Obst und Wein geeignet, gibts dagegen um € 1.- und drunter...
Also, so lustig is Peak Oil auch wieder nicht.

Toxo Logic
 
00
3.12.2011, 18:31

Der Euro wäre dann gerettet, aber die gesamte Menschheit hätte den Systemcrash.

Kondratjew -Zyklus
 
00
3.12.2011, 17:57
Wie soll man mit dem absoluten Nichts Milliarden lukrieren ?

Mary Nosch
00
3.12.2011, 18:45
Über 11 Mrd. €

flossen 2010 von Ö ins Ausland, weil damit Fossilenergien bezahlt worden waren. 2005 waren es noch unter 5 Mrd.
Die AEA (Austrian Energy Agency) rechnete vor, dass man mehr CO2 mit Inlandsprojekten gespart hätte (mit heimischer Wertschöpfung und Arbeitsplätzen), als das Geld in ausländische CDM/JI-Projekte zu versenken - eh nur ca. 500 Mio. €.
Die IEA (Internat. Energie Agentur) beichtete, dass weltweit 2010 über 400 Mrd. in Fossilenergie-Subventionen landeten, aber nur unter 70 Mrd. in der Förderung von erneuerbaren Energien.

... uns so weiter und so fort: Das alte Energiesystem ist nicht mehr leistbar. Geldsparen durch Energiewende rechnet sich. Wir müssen es bei jeder Gelegenheit einfordern!

Uniquin
 
00
4.12.2011, 18:41

organisieren sie sich reale zahlen bevor sie so einen quatsch schreiben

Arbeit für die Zensur
00
4.12.2011, 10:58

Vermutlich sind wir Österreicher(innen) die einzigen BEZAHLER(innen), wir bezahlen ja schon bevor eine Rechnung kommt und die ANDEREN lachen uns aus.

Kondratjew -Zyklus
 
00
3.12.2011, 20:16
Die CO2-Ausgleichzahlungen sollten das Kyoto-Protokoll mit Strafzahlungen durchsetzen.

Abgekupfert übrigens vom "Öko-Punktesystem" des grenzüberschreitenden Verkehrs.

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