Wiener AKH

Sparprogramm am AKH bringt junge Ärzte in Bredouille

2. Dezember 2011, 18:02
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    foto: apa/schlager

    Zwar wollen erfahrene Kollegen "alles tun" , um ein solches Szenario zu vermeiden - aber aufgrund des Sparprogramms könnten ab Februar Ärzte in Ausbildung allein in der Notfallaufnahme dienen.

In der Notfallambulanz wird ein Oberarztdienst gekürzt

Wien - Der Rektor der Medizinischen Universität Wien (MUW), Wolfgang Schütz, hat diese Woche verkündet, sein Sparprogramm am AKH mit 1. Februar umsetzen zu wollen - jetzt kristallisiert sich konkret heraus, was das für Österreichs größtes Krankenhaus bedeutet.

Nach internen Informationen, die dem Standard vorliegen, soll der Oberarztdienst ab 16 Uhr in der Notfallaufnahme gestrichen werden. In Zukunft werden nur mehr drei statt wie bisher vier Ärzte im Einsatz sein. "Möglicherweise sind das drei junge Ärzte in Ausbildung" , so N., Notfallmediziner des AKH, der namentlich nicht genannt werden möchte. Für die Betreuung von Patienten gäbe es keine institutionalisierte Supervision mehr. "Wir werden alles tun, um zu verhindern, dass Anfänger allein sind" , so N. Befragte Juristen seien unsicher, ob ein Dienst ohne Oberarzt eine Fahrlässigkeit darstelle und ob Versicherungsschutz bestehe.

Max Friedrich, Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, sieht nur einen Ausweg: "Wir könnten nur mehr als Tagesklinik am Vormittag agieren. Mit dieser Besetzung ist weder eine Aufsicht garantiert, noch eine Ausbildung möglich."

Viele junge Ärzte hätten sich bereits besorgt an die Ärztekammer gewandt, sagt Kammeramtsdirektor Thomas Holzgruber. "Aber wenn das Rektorat Diensträder streicht, übernimmt es auch die Verantwortung für die Konsequenzen - nicht der Arzt."

Fachärzte gestrichen

Derzeit kommen im Schnitt rund 40 Rettungspatienten pro Tag in die Notfallambulanz des AKH, davon sind bis zu sechs Intensivpatienten. Auch der Neuro-Konsiliardienst soll eingespart werden. Bisher wurde nicht kommuniziert, wer die Arbeit übernehmen wird. Die Fachbereiche Dermatologie, Gynäkologie, HNO und Orthopädie haben laut N. angekündigt, den Notfalldienst ebenfalls zu streichen.

Bisher existiere kein Plan, wie die Patientenversorgung ohne Facharzt in der Notaufnahme ablaufen soll. "Wir gehen davon aus, dass die Ärzte der Notfallambulanz jetzt die Gesamtzahl der Patienten versorgen müssen, ohne inhaltlich kompetent zu sein" , so N. Internisten seien spezialisiert auf Intensivmedizin, aber eben nicht auf andere Fachgebiete.

2010 wurden in der Ambulanz rund 88.000 Patienten (rund 250 täglich) behandelt, fast ein Drittel davon in der Notfallambulanz. Die Frage ist, wie dieser Umfang mit weniger Personal bewerkstelligt werden kann. Laut dem Sprecher von Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely, Johann Baumgartner, habe es in den vergangenen Jahren keine Leistungssteigerung des AKH im Vergleich zu anderen Spitälern gegeben.

"Für die Krankenbehandlung wird das gesamte ärztliche Personal im AKH Wien von der Medizinischen Universität (MUW) bereitgestellt" , heißt es im bis 2015 gültigen Vertrag. Die Verantwortung liege also klar bei der MUW und im Wissenschaftsministerium, sagt Baumgartner. Minister Karlheinz Töchterle versprach am Freitag intensive Bemühungen zur Lösung des Problems.

Ab Februar sollen am AKH abends nur mehr drei statt wie bisher vier Ärzte in der Notfallambulanz arbeiten. Der Oberarztdienst wird gänzlich gestrichen. Nachwuchsmediziner sind verunsichert, der rechtliche Status ist unklar.(Julia Herrnböck, DER STANDARD; Printausgabe, 3./4.12.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 30
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Keywan71
01
4.12.2011, 21:32
Wo denn noch sparen an der Notfall?

Die Arbeit war dort schon vor 3 Jahren grenzüberschreitend für ein Team von 3 Assis und einen OA.
Der tägl. Zulauf an die Notfall ist aber in den letzten Jahren nicht weniger geworden, die Arbeit ist mehr und mehr überwältigend geworden.
In vielen Notfallsituationen AUS DEM HAUS SELBST hat man sich an die Notfallabteilung gewandt, und man hat geholfen, wenn man "Luft" und Platz hatte.
Streicht man dort das Oberarzt-Dienstrad wird man nicht nur nach aussen ein Gesicht verlieren (denn eine grosse Anzahl an Pat. lernt das Haus auf diesem Weg kennen), sondern auch für ebendiese Notfälle IM HAUS SELBST wird die Notfallabteilung wohl keine Resourcen mehr haben.

Keywan71
00
4.12.2011, 21:37

sich ins eigene Fleisch zu schneiden hat meines Wissens nichts mit Sparen zu tun.

Thomas....
02
4.12.2011, 14:01

und das ganze wegen LÄCHERLICHEN 9 millionen euro ???
das kassiert so mancher für - wos wor mei leistung?

täglich ALLES1
00
4.12.2011, 19:28

finde auch lächerlich entspricht durchaus der gängigen Praxis!!!
Es wird des Öffteren erpresst und in der Regel auf den Rücken von Studierenden und Auszubildenden ausgetragen.
Finde nicht O.K., da wegen diesen 2 Gruppen AKH als Uniklinik gilt die sämtlichen Ärztekosten aus dem BILDUNGSBUDGET gedeckt werden.
Unter dem Strich: die Ausbildner ziehen sich aus der Affäre und übrig bleiben die Auszubildenden und die Studenten.
Und Herr Töchterle wird dann erklären, dass die Ausbildung eines Studenten in Österreich teuerer ist als die Ausbildung auf irgendeiner Eliteuni in den USA, obwohl die Qualität beider Ausbildungen gar nicht zu vergleichen wäre.
Da kann man wirklich fragen, wer und wie das Ausbildungsgeld verschwendet wird????

Herr Plumm
01
4.12.2011, 12:33

Zuerst muss man mal schaun, was bzw. wer die Schulden eigentlich verursacht hat. Vielleicht liegt der Grund ja auch in einem gewissen Maß an der Unfähigkeit zum korrekten und richtigen Management der Verantwortlichen.

Got Your Nose!
01
4.12.2011, 11:56

als nächstes lass ma die arbeit gleich die famulanten machen...

Corleone73
00
4.12.2011, 10:53

so ist es, die wirtschaft ist wichtiger als die medizinische versorgung...
gilt natürlich nur dort wo keine großen wirtschafter, politiker oder sonstige vips betroffen sind.
keine sorge liebe vips, ihr werdet natürlich weiterhin ausschliesslich von fachärzten/primarii ohne wartezeiten mit dem pöbel betreut.
der grosse rest wird im notfall von ausbildungsärzten unterschiedlichen wissens- und erfahrungsniveau betreut.
das deren rechtliche lage unkler ist halte ich für eine widerliche beschönigung.
verantwortung für den pat. trägt immer der arzt der behandelt, ist kein oberarzt im dienst denn man bei problemfällen kontaktieren kann ist man schnell bei einer einlassungsfahrlässigkeit, dann steht der jeweilige ausbildungsarzt alleine da.

täglich ALLES1
00
4.12.2011, 10:44

Vor allem wundert mich die Einstellung der (aus dem Bildungsbudget finanzierten Ausbildner) Ärzte bezüglich der Qualität und natürlich auch Bildung.
"Ohne Geld werden die Jungärzte allein gelassen!"
All dies zeigt mir nur, dass der Bildung im AKH nicht unbedingt der Stellungswert eingräumt wird, den man sich erwarten könnte, nachdem alles aus dem BILDUNGSBUDGET finanziert wird.
Darüber hinaus würde ich mit den Kürzungen im administrativen Bereich beginnen (Anzahl der Sekrtärinnen in Studienabteilungen und andere nicht unbedingt notwendige Posten), bevor man die Patienten und die Auszubildende benachteilgit, aber das ist eben eine Sache der Prioritäten und der Wertigkeiten.

täglich ALLES1
02
4.12.2011, 10:14
Kosten transparent machen

Die Debatte ist für mich ziemlich undurchsichtig und auf einem Niveau, an dem über keine Verbesserungen nachdenken werden kann.
Vor allem könnte alles fast als Erpressung gesehen werden was keine gute Grundlage für irgendwelche Lösungen darstellt.
Bei allem Verständnis für die Notlage im AKH denke dass die Finanzierungsmodelle erst dann ausgearbeitet werden können, wenn die Kosten transparent sind. Vor allem geht es hier um die Nachhaltigkeit und nicht um eine kurzfristige Aktion - bis zum nächsten "Notruf"
Vor allem finde ich untragbar, dass die kompletten Kosten des Ärztepersonals (in allen Unikliniken in Ö) aus dem BILDUNGSBUDGET gedeckt werden.
Dann bleibt für die Studenten wenig Geld übrig!!! Sollte auch nicht sein, oder????

der schalldämpfer
01
3.12.2011, 14:34
Unfassbar!!!

Da wird auf politischen Wunsch der Doppelziegel in die Landschaft gepflanzt (wg. der Schmiergelder wie wir heute wissen) und dann ist man nicht bereit, die Unterhaltskosten dafür bereit zu stellen. Aber 15 Milliarden für österreichs Unternehmerkaste (nicht ganz 40.000 Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern sinds) haben wir. Und die verteilen wir alljährlich an die selben 5.000 Leut.

Wirkt fast so, als ob man sich zuerst teure Flugzeuge einbildet, und dann den Unterhalt dafür nicht aufbringen kann… hat System!

Und wir haben diesen Leuten das Mandat dazu gegeben!

didi111
01
3.12.2011, 07:48
Hier können die Jungärzte unbesorgt sein..

Es ist ja schon aus haftungsrecchtlichen Gründen Vorausetzung, daß ein Verantwortlicher definiert ist.

Es gibt hier Qualitätskriterien, und in denen ist in Flussddiagrammen eindeutig die Verantwortlichkeit niedergeschrieben.

Das AKH MUSS doch ÖNORM-zertifiziert sein.

Man stelle sich nur mal vor, es gibt Komplikationen und es ist kein kompetenter, ausgebildeter Arzt vorhanden. Das Krankenhaus (hier das AKH) würde jeden Prozess mit Bomben und Granaten verlieren.

Okay, die Alternative dazu ist überhaupt die Sperre der Station. Aber das wiederum ist ein vom Dienstgeber angeordneter Zustand (und wird wahrscheinlich politisch ausgeschlachtet werden).

Aber nur Jungärzte OHNE Aufsicht arbeiten lassen, kann es nicht geben.

Walter Fenz
00
3.12.2011, 12:16
Doch, das kann es geben.

Und im Falle des Falles haftet zuerst der Jungarzt, weil er den Facharzt nicht rechtzeitig - so möglich- verständigt hat.

Walter Fenz
00
2.12.2011, 23:41
An deutschen Maximalversorgern ist

es völlig normal, daß die Jungspunde ohne FA vielfach in den Notfallambulanzen herumeiern, allenfalls ist der OA "in Rufbereitschaft" bei seiner Mutti zu Hause.

Also: Top-FA-Ausbildung, die allerdings nicht immer im Ausland als solche ernst genommen. Komisch aber auch.

Mein Gott: In D wird Weltmedizin geboten (nach Meinung der Deutschen), da kann Ö um nichts nachstehen.

Und wenn in D Stroke Units per Handy vom Neurologen via Innere-Assi (Weißrusse) bestens auslastungstechnisch zu laufen scheinen, kann es nicht so falsch sein.

Wenn sich das AKH deutschen Standards nähert, haben die deutlich weniger als 100 Diensträder zu besetzen - und in D machen viele Unikliniken Gewinne, nicht Verluste !

Gut. Deutschland schrumpft.......

Eighteen Rabbits (and no follower)
00
3.12.2011, 23:25

Ähm, was ich bis jetzt von in DE-(Uni-)Krankenhäusern ARBEITENDEN (also nicht Vorstände, die noch nie irgendetwas mit den realen Abläufen zu tun hatten) über die Zustände gehört habe, möchte ich - wie auch die, die dort arbeiten - definitiv NICHT in so einem Krankenhaus als 08/15-Standardpatient landen.

GUS80_1
 
02
3.12.2011, 18:39
doch so dramatisch is es an einem deutschen Krankenhaus auch nicht, denn

der Oberarzt-Rufdienst, der KOMMT 'rein, wenn man ihn braucht. Ich selber bin Assi auf einer Inneren in Bayern nahe der österreichischen Grenze.
Im Dienst bin ich von 19:00 bis 07:30 alleine da, der Oberarzt is daheim. Wenn ich den brauch, dann is der in 15 bis 20 Minuten da; es is noch nie vorgekommen, dass der nicht gekommen wär oder dass da auch nur irgendein böses Wort gefallen wäre, wenn ich mal gegen drei Uhr morgens angerufen hab...

Corleone73
00
4.12.2011, 10:57

billig so ein rufbereiter oberarzt, was?
dass sich die ärzteschaft dermassen wirtschaftlichen kriterien gebeugt hat und weiter beugt ist unethisch und entspricht nicht dem ärztlichen wunsch nach optimaler patientenversorgung.
es ist letztlich ein zukreuzekriechen vor grossköpfigen wirtschaftsheinis für die ausser zahlen nichts eine rolle spielt.
widerlich!

Walter Fenz
00
3.12.2011, 21:15
Beruhigend für die Patienten, im Falle des

Falles bei Notfällen, gelegentlich lebensbedrohlich, in 15-20 Minuten jemanden für das Handiführen des unbeleckten Assis in Ausbildung zu haben.

Da fährt man doch gerne ganz schnell wieder aus Bayern und Deutschland weg bei solchen Traumzuständen.

Es ging hier nicht um die ober- oder niederbayerische Pampa, wo ohnehin schon alles egal ist, auch, ob man den Oleg oder den Ali ohne Deutschkenntnisse an den Notfall läßt, sondern um Maximalversorger.

Wie man mit dem Fernsprech-Oberarzt etwas im Notfall in der Nacht und am WE lernen möchte, darf einem dann das Salzamt erklären.

ICH jedenfalls würde mich als Assi bei solchen Umständen schleunigst wieder nach Ö begeben, wo man wenigstens den FA im Hause schlafen läßt.

GUS80_1
 
00
5.12.2011, 23:23
es geht um Feedback und "Safety-Netz"

1) Ich bin durchaus in der Lage, einen Notfall (ja, lebensbedrohlich) in der Zeit, bis der OA da is, zu versorgen... Reanimation, Intubation, ZVK usw.

2)ob das System billiger is? weiss nicht, denn der verdient ja schon was für die Rufbereitschaft

4)Ob in D oder Ö, der Assi braucht wen, den er fragen kann, wenn mal was is... Ohne gehts ned, weil es is nicht immer alles nach Lehrbuch und 0815-Programm

5) Ob man was lernt im Dienst? Eine Menge!
Auf jeden Fall, lernt man zu entscheiden, was man selber machen kann, wann man den OA braucht oder was bis morgen warten kann. Gerade das Beurteilen einer Situation gehört zu den schwierigsten Sachen im KH; im Turnus lernst das ned...
Mit der Zeit, kann man mehr selber machen, ruft seltener an.

OL-Doc
01
2.12.2011, 20:33
Wer da die Konsequenzen trägt...!

Kammeramtsdirektor Holzgruber weiß wohl, das im ungünstigen Fall der Jungarzt wegen fahrlässiger Einlassung vor dem Kadi alleine steht, Verantwortung des Rektorats hin oder her. Ich denke, es ist Pflicht der Kammer, die jungen KollegInnen aus dem Feuer zu nehmen (an allen Spitälern). Die Situation der Turnusärzte im Waldviertel wird ja dasselbe in grün werden (nur in etwas besserer Luft)

Ain't got no how watchamacallit
01
2.12.2011, 20:24

Und zum Titel des Artikels: Die junge Ärzteschaft bringt das nicht in die Bredouille, das AKH (ein Wiener Gemeindespital) wird in die Bredouille gebracht. Die jungen DoktorInnen finden auch anderswo Arbeit, wie man am Nachwuchsproblem sehen kann. Man kann auch machen was 9 Mio Österreicher und 6 Mrd andere Menschen machen: nicht am AKH arbeiten. Das AKH hat ein Problem: es kann seinen Betrieb nicht aufrecht halten. Dass die Ärzte nun an die Öffentlichkeit gehen liegt nicht so sehr daran das es um sie, sondern um die Kranken Österreichs geht, die zu behandeln wir 6 Jahre Studium, 3 Jahre Turnus, 6 Jahre Facharzt, 3 Jahre Zusatzfach auf uns nehmen. Unsere Arbeit ist substantiell und wir üben sie gerne aus. Niemand schätzt die Arbeitsumstände!

R58
00
4.12.2011, 20:14
STREIKT!

Arbeitskampf wie in Norwegen!

Ain't got no how watchamacallit
03
2.12.2011, 20:18

es kristallisiert sich überhaupt ALLES langsam heraus, weil nämlich diese "Sparmassnahmen" NULL durchdacht wurden. Es gibt keine Analysen wo das Geld verloren geht, wo unnötige Doppel- oder Dreifachsysteme vorliegen, wo Synergismen sind, was eigentlich das Haus an welchen Stellen kostet. Es gibt auch keine Auswirkungsszenarien, wie man hier sieht… die Betroffenen sind nicht gefragt worden, was die Streichungen an reellen Auswirkungen nach sich ziehen. Das kommt erst jetzt in den intensiven Gesprächen innerhalb der Ärzteschaft heraus, und man kann schon jetzt sagen: ES GEHT NICHT! egal wo man einsparen möchte, es sind keine sinnvollen Reduktionen der Dienste ohne substantielle NEGATIVE Auswirkungen auf die Pat.-Versorgung möglich.

Sarepta
02
2.12.2011, 19:53

Die beschriebenen Umstände sind in kleinen Spitälern ja Dauerzustand. Unumstritten ist doch, dass es ganz schön peinlich ist, dass dies nun auch in Österreichs Universitätsklinik und einem der grössten Kliniken weltweit (warum auch immer) der Fall ist. In der Provinz schauts noch schlimmer aus, man blicke gen Westen, wo man bald froh sein kann, wenn man überhaupt einen Arzt in der Nacht antrifft. Das österreichische Gesundheitssystem geht vor die Hunde, trotzdem ist in der österreichischen TV-Landschaft ständig nur die Rede von der "Schuldenbremse". Die nützt dann auch nichts mehr, wenn aufgrund von grotesken Ärztemangel das grosse Sterben anfängt, Bananerepublik eben...

</ lustig>
11
2.12.2011, 19:31
Merke:

je später gespart wird, desto härter die Maßnahmen.

Viel zu viele in unserer Republik haben immer noch nicht begriffen, daß der Hut bereits im Vollbrand steht.

O5
33
2.12.2011, 19:15

Ob die AKH-Ärzte wissen dass es in anderen Krankenhäusern andauernd vorkommt dass Jungärzte alleine in der Notaufnahme arbeiten müssen? ;-)

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