Fährten und Wege durch das Wiener Wissenslabyrinth

2. Dezember 2011, 18:52

Neues Literaturmuseum und ein Speicher für die ÖNB

Wien - Die "wesentlichsten" Ziele ihrer rund zehnjährigen Tätigkeit glaubt Johanna Rachinger, Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB), erreicht: Die wichtigsten Buch- und Bildinhalte des nationalen Gedächtnisspeichers wandern kontinuierlich ins Netz.

Im Zuge der Bestandsdigitalisierung sollen nunmehr die kostbaren Musikautografen und die gesammelten Ansichtskarten elektronisch erfasst werden. Erfreulich auch eine andere Neuigkeit, die Rachinger aus Anlass ihrer Bilanzpressekonferenz bekanntgab: Die Öffnungszeiten werden auf den Sonntag ausgedehnt (9-21 Uhr). Bisher wurden rund 50.000 Bände volltextlich zugänglich gemacht. "Um sicherzugehen, dass keine Urheberrechte verletzt werden", widmet man sich den Büchern aus dem Erfassungszeitraum von 1500 bis 1870: Eine natürliche Präventionsmaßnahme, die gegen Naturkatastrophen oder Unglücksfälle wie die in Weimar (Anna Amalia Bibliothek) oder Köln (Stadtarchiv) passierten, wirksam feien soll.

Die Realisierung des innig herbeigewünschten Tiefspeichers unter dem Wiener Heldenplatz soll einer Public Private Partnership entspringen. Rachinger hofft, im Frühsommer kommenden Jahres mit spruchreifen Verhandlungsergebnissen an die Öffentlichkeit treten zu können. Bereits im Mai 2012 wird ein neuer Lesesaal mit 65 abgezählten Plätzen für Wissenschaftsbehufe angeboten. Schon jetzt kann man sich im digitalen Zeitungslesesaal an historischen Presseerzeugnissen delektieren.

Die Einrichtung eines Literaturmuseums soll Ende 2013 die Räumlichkeiten des Hofkammerarchivs aus allen Nähten platzen lassen. Wie Bernhard Fetz, Direktor des Literaturarchivs, ausführte, denke man an die Verquickung eines stehenden Museums mit den Möglichkeiten eines Wechselausstellungsraums. Der Vorlass Peter Handkes liege vor, eben- so der Nachlass von Philosoph Günter Anders. (poh, DER STANDARD - Printausgabe, 3./4. Dezember 2011)

ein etwas anderes bild

gibt es auch hier
http://www.recherche-online.net/walter-sc... ebler.html

so oder so ich gehe gerne in die nationalbibliothek, aber die mitarbeiter haben es wohl nicht so einfach

Also wer die ÖNB

vor Rachinger kannte, kann wirklich nur staunen, wie sie dieses Haus in eine moderne Serviceorgansation umgebaut hat. Und die angekündigte Sonntagsöffnung ist in punkto Kundenorientierung ein weiterer großer Schritt für viele Benutzer, die unter der Woche blöderweise einen Job haben. Vor ein paar Jahren war selbst am Samstag um 12 Uhr Sperrstund'.

War es aber nicht auch so, dass man die ÖNB gratis benutzen durfte?

Somit ist es logisch, dass mehr "Service" angeboten werden kann, wenn dafür auch bezahlt wird.
Mich überrascht in diesem Kontext, dass es hier nicht Proteste gab oder gibt, bei den Unis aber schon. Warum das eine kostenpflichtig sein darf, das andere jedoch nicht, obwohl beides unter "Bildung" fällt, ist nicht logisch.

10EUR ist nicht gleich 500EUR

Ach, ich dachte, es geht ums Prinzip?

Also doch nicht, oder wie soll ich das verstehen?

ich fände im gegenteil die idee nicht so schlecht:
statt 500Eur von ausgesiebten studenten einzunehmen

einfach 10 EUR Jahresgebühr für jeden, der mit der Uni
irgendwie in verbindung steht (auch für den lehrkörper, verwaltung etc.)

einnahmen für uni wien:

mitarbeiter plus studierence ca. 100.000 x 10=
1.000.000 Jahresbudget
das ist umgerechnet in positonen mit
einem jahresgehalt von 24.000 Eur (= 48.000 EUR inklusive Abgaben Soz.Versicherung etc...)

20 Mitarbeiter

oder:
10EUR Jahresgebühr für alle Steuerzahler für
die Universitäten direkt an die Uni verrechnet (Uni-Pickerl)

ca.2.500.000 Steuerzahler x 10 =

25 Mill, umgerechnet in positionen: 500

man könnte die millionen natürlich auch in
festverzinslichen wertpapieren anlegen

und dann von den zinsen
positionen sponsern

Es gibt natürlich viele Möglichkeiten.

Man kann auch, wie im Fall Liechtenstein, ein Museum zusperren und nur noch an Gesellschaften vermieten.
Es geht mir aber ums Prinzip. Wenn das geklärt ist, kann man sich Möglichkeiten überlegen, wie was finanziert werden soll. Aber in einigen Fällen Geld zu verlangen, dies jedoch in anderen Fällen kategorisch abzulehnen, ist unlogisch und mit einem Prinzip nicht vereinbar.

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