Tschad: Österreichische Soldaten sollen Rebellen getötet haben

2. Dezember 2011, 16:57
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    foto: bundesheer / peter lechner

    Im Tschad sollen Soldaten des Jagdkommandos 2008 in einem Feuergefecht Menschen getötet haben

Medienbericht: Soldaten gerieten bei EUFOR-Einsatz im Jahr 2008 in ein "massives Feuergefecht"

Erstmals in der Geschichte der Zweiten Republik sollen österreichische Soldaten im Gefecht Menschen getötet haben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Profil. Der Vorfall soll sich bereits im August 2008 im Tschad ereignet haben. Acht Soldaten des Jagdkommandos sollen bei Guéréda etwa 140 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Abéché in ein "massives Feuergefecht" verwickelt worden sein.

Laut Profil sei der Trupp erst auf Einheimische getroffen, die angegriffen worden waren.  Kurz darauf seien auch die Österreicher von Panzerabwehr-Granaten beschossen worden. Laut dem Bericht bestehe Gewissheit, dass die Schießerei tatsächlich Menschenleben gefordert hatte. "Ja, es hat Tote gegeben", zitiert das Magazin eine vertraute Quelle.

Laut einer Untersuchungskommission des EUFOR-Kommandos hätten die österreichischen Soldaten kein Fehlverhalten begangen und korrekt nach dem EU-Mandat gehandelt, das es den EUFOR-Soldaten erlaubt, alle Mittel anzuwenden, um Zivilisten, UN-Personal und sich selbst zu schützen. Gerüchte, dass österreichische Soldaten in einem Feuergefecht verwickelt waren, hätte das Verteidigungsministerium damals heruntergespielt. Es gebe keine Hinweise, dass österreichische Soldaten Rebellen oder Banditen getötet hätten, hieß es damals. Laut Profil sind dem Landesverteidigungsausschuss im Parlament keine schriftlichen Berichte vorgelegt worden.

Das Verteidigungsministerium reagierte in einer Aussendung auf die Vorwürfe und hält fest: "Dass es bei diesem Schusswechsel zu einem Todesfall auf Seiten der bewaffneten Banditen gekommen sei, konnte nicht verifiziert werden." Es hätte außerdem auch keine weiteren derartigen Vorfälle gegeben. Darüber hinaus heißt es aus dem Ministerium, dass keine gesetzliche Verpflichtung zu einer gesonderten Berichterstattung an den Landesverteidigungsausschuss über Vorgänge bei Auslandseinsätzen besteht, die sich im Rahmen des internationalen Mandats ereignen. Der Fall von 2008 sei zudem lange geklärt und ausreichend kommuniziert worden. (red, derStandard.at, 2.12.2011)

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lu21
00
18.1.2012, 17:09

Versteh net warum da so a tamtam drum gmacht wird! Wenn Soldaten beschossen werden is für mi eigentlich logisch dass zruck schiasn und wenn des no dazu top ausgebildete Elitesoldaten vo unsam guten Jakdo san wunderts mi net wenns a treffn ^^

DerRoland
00
28.12.2011, 15:00
Es wird schon einen Grund geben, warum man da Soldaten hinschickt und nicht die Mitzi-Tant.

holzdieb
00
13.12.2011, 13:30

mit was haben sie gerechnet bei solchen einsätzen?
wenigstens ist vom JK keiner zu schaden gekommen.

sepp schilehrer
00
13.12.2011, 07:59

Und bitte wo genau liegt das Problem.....?

Santino Corleone
20
7.12.2011, 06:43
Zivildiener Darabos in unseliger Tradition seines

Gesinnungsgenossen Joschka "68er" Fischer wenn es darum geht heimische Soldaten ohne Not in die Ferne zum Töten zu schicken.

sepp schilehrer
00
13.12.2011, 08:01

Also sollten wir keine friedensstiftenden oder -erhaltenden Maßnahmen in Afrika unterstützen weil die armen Bürgerkriegsopfer können ja eh zu uns kommen...

Hab ich Ihre Logik richtig verstanden...?

Aug und Ohr
 
10
5.12.2011, 21:05
Wer ist hier der Rebell?

Wahrscheinlich wurden Regierungssoldaten beschossen, vielleicht auch getötet!

Siehe:

Beschossen Österreicher tschadische Regierungssoldaten?

http://austria.indymedia.org/node/21830

xiphias
 
02
7.12.2011, 08:09

Ein bisschen einseitig ist der Bericht schon. Nirgends wird erwähnt das es Nacht war. Und selbst mit Nachtsichtgeräten ist es da schwierig zu sehen um wen es sich handelt. Selbst wenn es so war, ist den österreichischen Soldaten da eher kein Vorwurf zu machen, weil die Anderen zuerst geschossen haben. Sowas ist in der Geschichte x-mal vorgekommen und wird auch in Zukunft vorkommen.

xiphias
 
00
7.12.2011, 08:07

Ein bisschen einseitig ist der Bericht schon. Nirgends wird erwähnt das es Nacht war. Und selbst mit Nachtsichtgeräten ist es da schwierig zu sehen um wen es sich handelt. Selbst wenn es so war, ist den österreichischen Soldaten da eher kein Vorwurf zu machen, weil die Anderen zuerst geschossen haben. Sowas ist in der Geschichte x-mal vorgekommen und wird auch in Zukunft vorkommen.

Igor Gassner
00
5.12.2011, 08:23
Wenn man in den Krieg zieht wird geschossen

wenn Frieden ist wird meist nict geschossen.
Wenn man eine Kugel hat ist sie rund.

hsse_robsi
03
5.12.2011, 07:48

wo ist das problem?
ok der "zwischenfall" hat menschenleben gefordert - das ist immer zu bedauern...
unsere soldaten haben sich nur verteidigt und leben gott sei dank noch - inkl. der zivilisten die sie verteidigt haben...

danke an die soldaten (kann man ja auch mal ruhig anmerken oder?)

ceterum censeo faymanem esse d...
00
23.12.2011, 19:47
Jemand hat diese Soldaten dort hingeschickt - DAS ist das Problem..

.
...weil es nämlich ohne UN-Auftrag geschah und das ist klar und deutlich verfassungswidrig!

Querschädl
01
5.12.2011, 10:53
das Problem

ist nur, daß das erst 2011 "herauskommt". Jedem wird bewußt sein, daß auch Friedenseinsätze Risken bergen.

Nachdem das ja doch ein sehr außergewöhnliches Ereignis war, wäre es sicher nicht zuviel verlangt gewesen, wenn man auch die Öffentlichkeit darüber informiert hätte ...

hsse_robsi
00
5.12.2011, 22:29

da geb ich dir absolut recht.... hinterlässt irgendwie einen faden beigeschmack....

gäbe wahrscheinlich nie so ein aufsehen wenn man es gleich ehrlich und gerade heraus kommuniziert...

Zynami
03
5.12.2011, 06:56
Die Schweinerei liegt in der Vertuschung!

Dass es bei einem solchen Einsatz auch zu Feuergefechten kommen kann liegt in der Natur der Sache - dass es dabei auch Tote geben kann, ebenfalls.

Nicht verständlich ist die Vertuschung durch den Minister, der von Pazifismus beseelt nicht glauben kann dass Soldaten auch töten können. Aber warum schickt er die dann dort hin? Auf Wellness-Urlaub doch nicht!

Wie lange muss der noch ertragen werden?

[citation needed]
00
5.12.2011, 08:31
das wird darabos schon klar gewesen sein

angesichts der meinungslage damals hätte ein eingeständnis eines feuergefechts aber sowohl die mission als auch seine politische karriere potentiell politisch bedrohen können. was ausschlaggebend war lass ich mal dahingestellt.
man hätte auch versuchen können, das mit dem richtigen spin als erfolgsgeschichte zu verkaufen. wäre auch nicht unproblematisch.

Prof. Alois
 
12
4.12.2011, 20:09
Diesr Minister wird immer schräger

Nur damit in weiten K reisen weiter behauptet werden kann, dass Militäreinsatz nie Gutes bewirkt, verschweigt er uns das Feuergefecht.

rock a boogie beaten
 
23
4.12.2011, 12:35
????

und ich dachte mir, die wollten mit denen Rosenkranzbeten?

sonja1978
05
4.12.2011, 11:58

ich verstehe die aufregung nicht.
schrecklich, dass jemand gestorben ist.
gut, dass wir uns verteidigt haben.

hage
05
4.12.2011, 09:13

zur Bildunterschrift:
Es heißt noch immer "Jagdkommando", bittesehr !

hage
00
5.12.2011, 10:11

danke!

Dr Stänkerer
415
4.12.2011, 03:28
Im Krieg fliegen Kugeln!

Sollen sich unsere Soldaten etwa mit Wattebäuschchen verteidigen?
Aufwachen! Unsere Soldaten sind dort um genau das zu tun: mit der Waffe zu kämpfen, falls es notwendig ist. Wenn wir das nicht wollen, holt sie heim! Aber erspart uns das Gesülze!

Der Citybiker
00
4.12.2011, 19:45

Wenn das so klar ist, warum wurde es 2008nicht so kommuniziert sondern heruntergespielt?

Das ist ja der Vorwurf in dem Artikel, nicht, dass sich der Soldat verteidigt hat!

eichenlaub
00
28.12.2011, 18:15

Und warum ist es wichtig soetwas zu kommunizieren???

Der Citybiker
00
30.12.2011, 19:02

Weil der letztliche Entscheidungsträger über solche Einsätze soetwas als Entscheidungsgrundlage zu bedenken und beachten hat.

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