Offene Frage

Gibt es noch "österreichische" Braunbären?

3. Dezember 2011, 17:58
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    foto: apa/dpa

    Weit und breit kein Weibchen in Sicht ...

WWF und Kärntner Bärenanwalt Gutleb unterschiedlicher Auffassung über "slowenische" Einwanderer - auf jeden Fall fehlen aber die Weibchen

Wien - Unterschiedliche Auffassungen gibt es über die aktuelle Braunbärenpopulation in Österreich. Während Ursus arctos laut WWF in Österreich - nun bereits zum zweiten Mal - ausgestorben ist, zählt der Kärntner Bärenanwalt Bernhard Gutleb sechs bis neun männliche Tiere im südlichen Bundesland. Deren Existenz bestreitet der WWF zwar nicht, doch handle es sich dabei nicht um eine österreichische Bären-Population, da diese Tiere aus Slowenien zugewandert sind und auch immer wieder dorthin abwandern. "Dem Bären ist es völlig egal, in welchem Land er sich aufhält, er wird beim Grenzübertritt auch keinen Pass vorweisen", hält Gutleb dagegen. Die Tiere in Kärnten seien "selbstverständlich österreichische Bären", erklärte er. Sie würden teilweise schon seit 16 Jahren im Dreiländereck Kärnten, Slowenien und Italien leben.

Keine Fortpflanzung

Laut WWF ist das letzte Tier, das zum "echten" österreichischen Bestand zählte - der Braunbär "Moritz" - aus der heimischen Population verschwunden. "Das letzte Lebenszeichen von ihm gab es am 3. August 2010, damals tappte er in eine Fotofalle", erklärte WWF-Pressesprecherin Claudia Mohl. Die Zahlen der Umweltorganisation erscheinen dem Kärntner zu pessimistisch. "Ich bin mir sicher, dass auch in den Zentralalpen zwei bis drei Bären leben."

Gleichgültig ob Österreicher oder Slowenen, fortpflanzen können sich die Tiere in Kärnten mangels weiblicher Gefährten nicht, bedauerte Mohl. Die Umweltorganisation hofft, dass der Bär erneut in Österreich angesiedelt werden kann. "Um eine beständige Population zu gewährleisten, ist ein Grundstock von mindestens zehn Tieren notwendig." Das sei weder teuer noch schwierig - es fehle nur am politischen Willen.

Bär und Mensch

Der Bärenanwalt wiederum spricht sich gegen die Aussetzung eines Weibchens in Kärnten aus. "Auch wenn es wissenschaftlich sinnvoll ist, wäre es ein Eigentor." Freiwillig eingewanderte Tiere würden von der Bevölkerung eher akzeptiert werden als angesiedelte. "Alleine die Vorbereitungen für die Aussetzung würde mindestens drei Jahre benötigen - um alle mit einzubinden und zu erreichen, dass die Entscheidungsträger diesen Entschluss zumindest akzeptieren", zeigte sich Gutleb überzeugt. Der WWF sieht in der Akzeptanz der Öffentlichkeit eine hohe Notwendigkeit, um den Bärenbestand  in Österreich zu sichern. In Kärnten sind laut Gutleb derzeit "80 Prozent der Bevölkerung Pro-Bär".

Ein weiteres Problem sieht der Experte allerdings in der Rechtsfrage: "Wenn ein ausgesetzter Bär einen Menschen verletzt, ist die Haftungsfrage ungeklärt." Diese Situation sei heikel, "auch wenn es so gut wie nie vorkommt, dass ein Mensch zu Schaden kommt".

Dass die Angst vor Schäden teilweise überbewertet wird, zeigt jedoch ein Beispiel aus dem südlichen Bundesland. "Durchschnittlich betragen die Wildschäden durch Bär, Luchs und Wolf seit 1971 jährlich zwischen zwei und fünftausend Euro", sagte der Bärenanwalt. Diese werden von der Versicherung der Jägerschaft bezahlt, bei Härtefällen hilft ein Fond des Amts der Landesregierung aus. Einzig im Jahr 2010 war die Summe höher. "Es wurden ungefähr 50 Schafe gerissen, viele auch vom Wolf. Der Schaden betrug 10.000 Euro", sagte Gutleb.

Eine junge Population zwischen Aufbau und Verschwinden

Die nun gescheiterte Wiederansiedlung in Österreich begann mit der Einwanderung des "Ötscherbären" im Jahr 1972. Dieser bekam zwei weibliche und einen männlichen Gefährten. "Am Anfang hatte sich die Population gut entwickelt", sagte Mohl. Bis 2007 wurden 31 Bären in Österreich geboren. Die größte Dichte wurde 1999 mit zwölf Individuen erreicht. Seitdem ist die Bestandsentwicklung allerdings rückläufig, ab 1999 gibt es fast jedes Jahr ungeklärte Abgänge; die meisten Bären verschwanden 2000.

Das Schicksal vieler Tiere - wie auch jenes von "Moritz" - ist ungeklärt. Laut Mohl gibt es drei Gründe dafür, dass die Bären in Österreich verschwunden sind. "Entweder sie wandern ab, sterben an einem natürlichen Tod oder sie werden illegal abgeschossen", erklärte sie. Laut dem WWF ist nur ein illegaler Abschuss seit Beginn der Bestandesstützung dokumentiert. Auch in Kärnten stand am Donnerstag ein Jäger vor Gericht, der im Juni 2009 den Braunbären "Roznik" illegal erschossen haben soll. Dieses Tier stammte allerdings aus der slowenischen Population. (APA/red)

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Posting 1 bis 25 von 67
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mister498
00
30.3.2012, 17:10

Es wurde in Niederösterreich ein europäischer Stinkwarzenbär gesichtet!

woifee 0.0
00
6.12.2011, 18:34

Wir sollten eine Ausschreibung machen:

"Tauschen braune Recken gegen Braunbären!"

major grubert
01
7.12.2011, 08:50
fuer soviele

baeren ware aber wirklich kein platz.

xxxHons
00
5.12.2011, 10:33
die kaerntner erstaunen mi immer wieder..

da gibts sogar baeren-anwaelte...

kurt haenel
 
10
5.12.2011, 02:03

sechs bis neun männliche Tiere im südlichen Bundesland. Deren Existenz bestreitet der WWF zwar nicht, doch handle es sich dabei nicht um eine österreichische Bären-Population, da diese Tiere aus Slowenien zugewandert sind und auch immer wieder dorthin abwandern.

Die können nicht in A bleiben, weil sie kein Deutsch können.....

kurt haenel
 
00
5.12.2011, 01:57

Weit und breit kein Weibchen in Sicht ...

deswegen schaut der auch so grimmig drein...

erkelteter tiger
00
4.12.2011, 14:53
ja

in manchen jägerstuben gibts noch teile

Toto Wien
02
4.12.2011, 14:51
Es ist einfach nur traurig wie wenig Verständnis der Mensch

für heimische Tiere aufbringt! Dass Bären einfach so vom Erdboden verschwinden ist eher unwahrscheinlich und das alle weitergewandert sind, halte ich auch für unwahrscheinlich. Wahrscheinlich haben sich ein paar Jäger wieder eine Trophäe geschossen.

Konrad.1
133
4.12.2011, 10:34
Wozu gefährliche Tiere herumlaufen lassen

Narretei, gefährliche Tiere wieder in Österreich ansiedeln zu wollen. Die Schäden wegen ausbleibender Wander-Touristen in Bärengegenden wären enorm und diejenigen, die womöglich für den Tod eines Menschen - strafrechtlich oder nicht - verantwortlich wären, hätten sicher keinen Bärenschlaf mehr. Dass ein sogenannter Bärenanwalt zur Rechtfertigung seiner anwaltlichen Existenz von österreichischen Bären ausgeht, ist eh klar, Fremde sind nicht ebenso beliebt. Für das viele Geld, das so eine Bärenansiedlung kosten würde, sollte man lieber einige arme Menschen aus gefährlichen Gegenden bei uns in Österreich aufnehmen.

Tethys
01
5.12.2011, 10:37

Kreuzottern und Sandvipern sind wesentlich gefährlicher als Braunbären, es laufen (gut, schlängeln halt) bereits gefährliche Tiere durch Österreich - und? Hat das einen Effekt auf den Wandertourismus?

By the way: der Mensch ist noch immer das gefährlichste aller Tiere. Haben Sie sich aus Angst daheim eingemauert oder gehen Sie noch auf die Straße?

TrifterSepp
 
11
4.12.2011, 15:18

Dann müsste zu allererst die Hundehaltung verboten werden

grmblhmpft
03
4.12.2011, 14:59

Schließen Sie doch nicht von sich auf andere. Ich würde zum Beispiel gerne mal dort Urlaub machen, wo ich einen echten Bären in freier Wilbahn sehen könnte.

Und was glauben Sie, was immer mehr Menschen dazu treibt in Kenia, Tansania oder im südlichen Afrika Urlaub zu machen? Die wollen wilde Elefanten und Löwen sehen. Und mit Verlaub, derlei Getier ist um einiges gefährlicher als ein Braunbär.

super Typ
00
4.12.2011, 18:01

Bären-Safari im Jeep statt wandern. Sehr ökologisch.

Picassodrücker
 
01
4.12.2011, 18:04
man kann

Bären auch zu Fuß beobachten. Wirklich, das geht.

super Typ
00
4.12.2011, 18:07

Ja, das geht, wenn man sich nicht davor fürchtet, dass der Bär auf einmal vor einem steht, bevor man ihn von der Weite gesehen hat.

Craig Christ
00
6.12.2011, 13:13

Freund von mir hat heuer einen Baeren ueber eine 1/2 Sutnde lang beobachten keoennen. Das war im Gailtal (Kaernten), der Baer war am Gegenhang.

Er meinte das war ein Wahnsinsserlebniss und leider viel zu kurz.

Toto Wien
02
4.12.2011, 21:13
Sie wissen schon, dass Bären grundsätzlich Angst vorm Menschen haben! Womit

sie auch vollkommen recht haben, wenn ich mir ansehe welche Idioten in Österreich alles den Jagdschein bekommen!

super Typ
10
4.12.2011, 21:24

Einerseits: Begegnungen zwischen Menschen und Bären werden nicht häufig vorkommen, da Bären wie die meisten Wildtiere dem Menschen eher aus dem Weg gehen.
Andererseits: Solche Begegnungen kommen vor und das sind dann wirklich gefährliche Situationen. Ein Bär ist keine scheues Reh, das davonspringt, wenn man "Husch, husch!" sagt.

Toto Wien
00
4.12.2011, 23:40
sie widersprechen sich, wenn Bären wie sie selbst sagen scheue Tiere sind, werden sie

einer Begegnung mit dem Menschen aus dem Weg gehen, bei einer Begegnung werden sie flüchten, wenn man sie nicht in die Enge treibt, wer einer Bärenmutter mit einem Jungen auf die Nerven geht und sie streicheln will, tut mir nicht wirklich leid!

grmblhmpft
01
4.12.2011, 19:02

Könnte es sein, dass Sie sich vor dem Bär ängstigen und ihn deshalb nicht hier haben wollen? In Rumänien gibts 3000 Bären und keinen störts. Aber eher beisst Sie dort ein streunender Hund als ein Bär. Das ist Fakt.

super Typ
00
4.12.2011, 19:40

Vielleicht hat das seine Gründe, dass es in Rumänien so viele Bären gibt, während die Ansiedlung bei schwierig zu sein scheint.
Und vielleicht hat das Gründe, warum die Bären in Rumänien niemanden stören.
Vielleicht gibt dort ja noch ausgedehnte Waldgebiete, wo sich Fuchs und Hase "Gute Nacht!" sagen und Menschen und Bären einander kaum in die Quere kommen.

Toto Wien
12
4.12.2011, 14:46
Sie sind sicher wieder so ein schießgeiler Jäger, der von der Natur keine

Ahnung hat! Sie tun mir leid!

MD Love
12
4.12.2011, 13:05
Also sollten wir weiterhin, alles was

gefährlich ist ausrotten? Füchse (Tollwut), Wölfe, Wildschweine, Spießer (Junge Böcke, aber von mir aus die anderen auch gleich), Ratten, Tauben, Dackel ...

Fällt Ihnen nicht noch was ein! Ach ja ..

.. die Bären die von Slowenien kommen, quasi Illegele natürlich auch gleich abschießen!

Was das an Geld bringen würde, wenn die Jäger für den Schuss zahlen müssen!!

Mach euch die Erde untertan und vermehret euch!

http://www.statistik.at/web_de/st... index.html

Don´t let Reality ruin your Day!

Fairy Tail
01
4.12.2011, 12:44

Am liebsten eine Welt nur aus Menschen oder was?

Picassodrücker
 
00
4.12.2011, 12:08
eine Statistik

wäre hilfreich, um Ihr Argument zu untermauern. Ich hoffe, Sie haben eine parat, denn sonst ist Ihr Kommentar völlig ohne Substanz.

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